BGH · X ZB 17/86 vom 16.12.1986
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Dem Erfordernis der Begründung ist genügt, wenn die Entscheidung zu jedem selbständigen Angriffs- und Verteidigungsmittel - auch verfahrensrechtlicher Natur - Stellung nimmt, welches ein Beteiligter vorgetragen hat (BGH GRUR 1985, 376, 377 - Werbedrucksache) oder welches aus dem vorgebrachten Sachzusammenhang als im Einzelfall von Amts wegen zu prüfen ins Auge springt (vgl. Mit der nicht zugelassenen Beschwerde beantragt die Anmelderin, den angefochtenen Beschluß aufzuheben und die Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Bundespatentgericht, hilfsweise an das Deutsche Patentamt zurückzuverweisen . Die Rechtsbeschwerde ist zulässig; sie rügt, der ange-fochtene Beschluß sei nicht mit Gründen versehen (§ 100 Abs. 3 Nr. 5 PatG). BGHZ 39, 333, 337 ff., 341 - Warmpressen; BGH GRUR 1979, 220, 221 -^-Wollastonit) nicht der Gewährleistung einer einheitlichen Rechtsprechung, sondern ausschließlich der Sicherung des gesetzlichen Begründungszwangs. Vielmehr ist dem Erfordernis der Begründung genügt, wenn die Entscheidung zu jedem selbständigen Angriffs- und Verteidungsmittel - auch verfahrensrechtlicher Natur und im Einzelfall von Amts wegen zu prüfen - Stellung nimmt, welches ein Beteiligter vorgetragen hat (BGH GRUR 1985, 376, 377 - Werbedrucksache) oder welches aus dem vorgebrachten Sachzusammenhang ins Auge springt (vgl. Dezember 1976 für ihren Vertreter für das Erteilungsverfahren eingereicht und sich weder vor dem Patentamt noch im Beschwerdeverfahren vor dem Bundespatentgericht auf einen Mangel der Vollmacht ihres "Vertreters zur Zurücknahme der Anmeldung berufen hatte, bestand für das Beschwerdegericht keine Veranlassung zu überprüfen, ob die zu den Akten gereichte Vollmacht des Vertreters der Anmelderin zu der Erklärung der Zurücknahme der Anmeldung ermächtigte. Daher war die Rechtsbeschwerde mit der Kostenfolge aus § 109 Abs. 1 Satz 2 PatG als unbegründet zurückzuweisen. Der Senat hat eine mündliche Verhandlung nicht für erforderlich gehalten (§ 107 Abs. 1 PatG).