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BGH · VI ZA 8/02

Gericht: BGH · Aktenzeichen: VI ZA 8/02

Die Ablehnungsgesuche des Antragstellers gegen die Richter am Bundesgerichtshof Dr. J. Entscheidend ist, ob ein Prozeßbeteiligter bei vernünftiger Würdigung aller Umstände Anlaß hat, an der Unvoreingenommenheit eines Richters zu zweifeln (BVerfG NJW 1993, 2230; BGH, Beschlüsse vom 11. Der vom Antragsteller gegen die Richter am Bundesgerichtshof Dr. J. richtshof M.erhobene Vorwurf, sie hätten über den Geschäftsverteilungsplan getäuscht und wollten Richter am Bundesgerichtshof Dr. B. Zivilsenats und deshalb nach der Vertretungsregelung des Geschäftsverteilungsplans zur Entscheidung über die Ablehnungsgesuche des Antragstellers gegen die Mitglieder des X. Dezember 2002 - VI ZA 8/02, NJW-RR 2003, 281 und vom 29. im GRUR-Verein oder anderweitig in einer Mißtrauen gegen seine Unparteilichkeit rechtfertigenden Weise tätig geworden ist, zeigt der Antragsteller nicht auf.Die übrigen Mutmaßungen und ungehaltenen - kaum noch nachvoll ziehbaren - Ausführungen des Antragstellers über den Bundesgerichts hof haben keinerlei Bezug zu den abgelehnten Richtern.

Zitierte Normen: § 42 ZPO
unbegründetZivilsenatsMitgliedAblehnungsgesuche

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom 17. Dezember 2003
in dem Rechtsstreit
 Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 17. Dezember 2003 durch den Vorsitzenden Richter Nobbe, die Richter Dr. Bungeroth und Dr. Müller, die Richterin Dr. Vezina und den Richter Dose
 beschlossen:
Die Ablehnungsgesuche des Antragstellers gegen die Richter am Bundesgerichtshof Dr. J. , Dr. W.
Dr. B.	,	Dr.	A. und die Richterin am Bundesge-
richtshof M. werden als unbegründet zurückgewiesen.
Gründe:
Die Ablehnungsgesuche sind unbegründet.
Die Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit findet gemäß § 42 Abs. 2 ZPO nur statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Mißtrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters zu rechtfertigen. Entscheidend ist, ob ein Prozeßbeteiligter bei vernünftiger Würdigung aller Umstände Anlaß hat, an der Unvoreingenommenheit eines Richters zu zweifeln (BVerfG NJW 1993, 2230; BGH, Beschlüsse vom 11. Dezember 2002 - VI ZA 8/02, NJW-RR 2003, 281 und vom 29. Januar 2003 - IX ZR 137/00, WM 2003, 847, 848). Das ist hier nicht der Fall.
Der vom Antragsteller gegen die Richter am Bundesgerichtshof Dr. J. , Dr. W.	,	Dr.	A.	und	die	Richterin am Bundesge-
richtshof M. erhobene Vorwurf, sie hätten über den Geschäftsverteilungsplan getäuscht und wollten Richter am Bundesgerichtshof Dr. B.	zu	Unrecht mitwirken lassen, um den früheren Vorsitzenden des I. Zivilsenats Dr. E.	zu	schützen,	entbehrt	jeder	Grundlage. Richter am Bundesgerichtshof Dr. B.	ist	seit	dem
1. Dezember 2003 Mitglied des I. Zivilsenats und deshalb nach der Vertretungsregelung des Geschäftsverteilungsplans zur Entscheidung über die Ablehnungsgesuche des Antragstellers gegen die Mitglieder des X. Zivilsenats berufen.
Ebenfalls ohne Erfolg beruft sich der Antragsteller darauf, daß der abgelehnte Richter am Bundesgerichtshof Dr. B.	Mitglied	in	der
 Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht e.V. (GRUR) ist. Die bloße Mitgliedschaft eines Richters in einem Verein mit mehreren tausend Mitgliedern, in dem auch die Verfahrensgegnerin des Antragstellers Mitglied ist, ist für sich allein grundsätzlich kein Ablehnungsgrund (vgl. BGH, Beschlüsse vom 5. März 2001 - I ZR 58/00, BGH-Report 2001, 432, 433, vom 11. Dezember 2002 - VI ZA 8/02, NJW-RR 2003, 281 und vom 29. Januar 2003 - IX ZR 137/00, WM 2003, 847, 848). Daß der abgelehnte Richter am Bundesgerichtshof Dr. B. im GRUR-Verein oder anderweitig in einer Mißtrauen gegen seine Unparteilichkeit rechtfertigenden Weise tätig geworden ist, zeigt der Antragsteller nicht auf.
Die übrigen Mutmaßungen und ungehaltenen - kaum noch nachvoll ziehbaren - Ausführungen des Antragstellers über den Bundesgerichts hof haben keinerlei Bezug zu den abgelehnten Richtern.
Nobbe	Bungeroth	Müller
 Vezina
Dose