BGH · X ARZ 876/98 vom 27.10.1998
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Zur Bestimmung eines gemeinsamen Gerichtsstandes nach § 36 Nr. 3 ZPO in der Fassung des SchiedsVfG ist der Bundesgerichtshof auch dann nicht zuständig, wenn die miteinander zu verbindenden Verfahren gleichzeitig in verschiedenen Oberlandesgerichtsbezirken anhängig geworden sind. Auf Antrag des Klägers hat eines der zuständigen Landgerichte die Sache zur Bestimmung eines gemeinsamen Gerichtsstandes dem Bundesgerichtshof vorgelegt. Seit der Änderung des § 36 ZPO durch das Gesetz zur Neuregelung des Schiedsverfahrensrechts - SchiedsVfG -vom 22. Dezember 1997 (BGBl. I, 3224) ist an die Stelle der Zuständigkeit des Bundesgerichtshofs als des zunächst höheren gemeinschaftlichen Gerichts die desjenigen Oberlandesgerichts getreten, zu dessen Bezirk das zunächst mit der Sache befaßte Gericht gehört. rechtfertigen es nicht, von dieser eindeutigen Zuständigkeitsregelung abzugehen und entgegen dem Ziel der Neuregelung, den Bundesgerichtshof von derartigen Routineaufgaben freizustellen (vgl. Eine Zuständigkeit des Bundesgerichtshofs ist - abgesehen vom Fall der Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Gerichten verschiedener Gerichtszweige (vgl. 46) - nur noch in dem hier nicht einschlägigen in § 36 Abs.3 ZPO in der Fassung des SchiedsVfG geregelten Fall begründet.