BGH · XII ZR 38/91 vom 24.06.1992
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Juni 1992 durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Dr. Blumenrohr, Dr. Zysk, Dr. Knauber und Dr. Hahne beschlossen: § 554b ZPO in der Auslegung des Beschlusses des BVerfG vom 11. Für den Anspruch des Klägers auf Schadensersatz wegen Versäumnisses der Reinigung des Teppichbodens hat das Berufungsgericht die Voraussetzungen des § 326 BGB zu Recht verneint. Daran ändert auch nichts, daß der Beklagte im Prozeß seine Renovierungspflicht bestritten hat. Denn er befand sich zu dieser Zeit nicht (mehr) im Verzug, weil der Anspruch des Klägers bereits nach § 558 BGB verjährt war. Sie war daher bei Eintritt der Rechtshängigkeit bereits abgelaufen und konnte durch die Klageerhebung nicht mehr unterbrochen werden. Anders verhält es sich mit dem Anspruch auf Ersatz der Kosten für die Reinigungsarbeiten, bei dem es sich um einen Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung wegen Verletzung einer Nebenpflicht handelt, der nicht den Voraussetzungen des § 326 BGB unterliegt. Käme es daher insoweit zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zurückverweisung der Sache, weil diese mangels ausreichender Feststellungen zu dem Grund und zur Höhe des Anspruchs nicht zur Endentscheidung reif ist, so bliebe die Rechts-Verfolgung im Endergebnis erfolglos, wenn die Beklagten - wie nunmehr zu erwarten - die Einrede der Verjährung erheben .