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BGH

Gericht: BGH

Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Blumenrohr, Portmann, Dr. Zysk, Nonnenkamp und Dr. Knauber am 27. Die Beklagte, die gegen das Berufungsurteil Revision eingelegt hat, behauptet, die Kosten für die Wiederherstellung des früheren Zustandes, die sie nach den Urteilen der Vorinstanzen vorzunehmen hat, beliefen sich auf 47.047,80 DM. Zur Glaubhaftmachung hat sie ein Angebot der Firma mHHD P0H GmbH vom 26. Sie bittet deshalb, die vom Berufungsgericht mit 30.000 DM angenommene Beschwer auf über 40.000 DM festzusetzen. Ein Rechtsmittelführer, dessen Beschwer vom Berufungsgericht nicht über 40.000 DM festgesetzt wurde (§ 546 Abs. 2 Satz 2 ZPO), kann seinen Antrag auf HeraufSetzung der Beschwer auf neue Tatsachen stützen. Ihre Behauptung, die Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes beliefen sich auf 47.047,80 DM, hat die Beklagte nicht in der gebotenen Weise glaubhaft gemacht . Das von ihr vorgelegte Angebot der Firma PfllB reicht dazu nicht aus. Dem Senat ist es nicht möglich, die Zweifel darüber, ob die tatsächlichen Beseitigungs- und Umbaukosten den vom Berufungsgericht angenommenen Wert übersteigen, durch Anforderung eines neuen Angebots oder eines Gutachtens zu beheben.

Zitierte Normen: § 546 ZPO
IVaFirmaAngebotGmbHZPOBeschwer

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
«1 8» 2SUM BESCHLUSS
in dem Rechtsstreit
 Firma "le pfHHH" K.H. GfllB GmbH & Co., vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin Firma K.H. G^^^B GmbH, diese vertreten durch ihren Geschäftsführer Karl-Heinz
 Straße M,
Beklagte und Revisionsklägerin,
- Prozeßbevollmächtigteri Rechtsanwalt Dr.
gegen
 Firma	fSHB-RCHtK^^H	AG,
Vorstand Michael Herz und Günther H
vertreten durch ihren
\
Klägerin und Revisionsbeklagte,
- Prozeßbevollmächtigte:	Rechtsanwälte	Dr.
und
2

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Blumenrohr, Portmann, Dr. Zysk, Nonnenkamp und Dr. Knauber
 am 27. Juni 1990
beschlossen;
Der Antrag der Beklagten, den Wert ihrer Beschwer durch das Urteil des 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 6. Dezember 1989 auf über 40.000 DM festzusetzen, wird zurückgewiesen.
Gründe:
Die Beklagte, die gegen das Berufungsurteil Revision eingelegt hat, behauptet, die Kosten für die Wiederherstellung des früheren Zustandes, die sie nach den Urteilen der Vorinstanzen vorzunehmen hat, beliefen sich auf 47.047,80 DM. Zur Glaubhaftmachung hat sie ein Angebot der Firma mHHD P0H GmbH vom 26. Januar 1990 vorgelegt. Sie bittet deshalb, die vom Berufungsgericht mit 30.000 DM angenommene Beschwer auf über 40.000 DM festzusetzen.
Ein Rechtsmittelführer, dessen Beschwer vom Berufungsgericht nicht über 40.000 DM festgesetzt wurde (§ 546 Abs. 2 Satz 2 ZPO), kann seinen Antrag auf HeraufSetzung der Beschwer auf neue Tatsachen stützen. Diese sind glaubhaft zu machen (BGH, Beschluß vom 13. November 1980 - IVa ZR 173/80 - NJW 1981/579).
WI
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Ihre Behauptung, die Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes beliefen sich auf 47.047,80 DM, hat die Beklagte nicht in der gebotenen Weise glaubhaft gemacht . Das von ihr vorgelegte Angebot der Firma PfllB reicht dazu nicht aus. Dieses ist mit der ebenfalls von der Beklagten in der Berufungsinstanz eingereichten Rechnung der Firma	N(H	vom	30. April 1988 nicht
 zu vereinbaren. Während die Firma	N^||	für	das
 Anbringen der Schaufenster-Anlage 21.360,45 DM berechnete, setzt die Firma mBBI PMHHB für entsprechende Leistungen (ohne Entfernen der bestehenden Anlage) 35.530 DM an. Dies ist ein Preisunterschied von 14.170 DM. Gründe für diese erhebliche Differenz sind nicht vorgetragen.
Dem Senat ist es nicht möglich, die Zweifel darüber, ob die tatsächlichen Beseitigungs- und Umbaukosten den vom Berufungsgericht angenommenen Wert übersteigen, durch Anforderung eines neuen Angebots oder eines Gutachtens zu beheben. Da Glaubhaftmachtung erforderlich ist, ist jede Beweiserhebung, die nicht sofort erfolgen kann, unstatthaft (§ 294 Abs. 2 ZPO). Durch diese Vorschrift wird die dem Gericht bei
 der Ermittlung der tatsächlichen Grundlagen der Streitwertfestsetzung in § 3 2. Halbs. ZPO eingeräumte Ermessensfreiheit eingeschränkt (vgl. BGH, Beschluß vom 9. März 1988 - IVa ZR 250/87 - BGHR ZPO § 546 Abs. 2, Neue Tatsachen 1 -m.w.N.).
Blumenrohr	Portmann
 Zysk
Nonnenkamp
 Knauber