BGH · XII ZR 204/91 vom 13.05.1992
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Unbeschadet seiner Auffassung, die Antragsgegnerin mache keinen - vertraglich ausgestalteten - gesetzlichen Unterhaltsanspruch i.S. des § 621 Abs. 1 Nr. 5 ZPO geltend, sondern einen vertraglichen Rentenanspruch eigener Art (BU 19), ist das Oberlandesgericht - zutreffend (§ 529 Abs.3 ZPO) - davon ausgegangen, daß der Rechtsstreit Familiensache ist, nachdem ihn das Amtsgericht - Familiengericht - so behandelt hat und dies im Berufungsrechtszug nicht gerügt worden ist. Folgerichtig hat das Oberlandesgericht geprüft, ob die Revision zuzulassen sei, und hat sein Urteil unter Hinweis auf § 713 ZPO ohne Schutzanordnungen für vorläufig vollstreckbar erklärt (BU 21). Nach § 549 Abs. 2 ZPO prüft das Revisionsgericht nicht, ob eine Familiensache vorliegt. Der Senat hat daher davon auszugehen, daß der Rechtsstreit Familiensache und die Revision nach § 621d Abs. 1 ZPO mangels Zulassung nicht statthaft ist.