BGH · XII ZR 109/96 vom 07.05.1997
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Beklagten fehlt zwar nicht die Prozeßführungsbefugnis, wohl aber die Passivlegitimation für den geltend gemachten Anspruch aus Verschulden bei Vertragsabschluß, weil das von ihr verwaltete Altvermögen der GW (Nachfolgeorganisation des früheren FflU) nicht für etwaige auf deren Verhandlungsverschulden gegründete Schadensersatzansprüche bei Abschluß des Mietvertrages vom 30. Für Verbindlichkeiten der geltend gemachten Art haftet lediglich die GW selbst mit ihrem nicht der Treuhandverwaltung unterliegenden (Neu-)Vermögen sowie dem Vermögen, das sie nachweislich nach rechtsstaat- lichen Grundsätzen erworben hat und das ihr nach Abschluß der diesbezüglichen Prüfung von der Beklagten wieder zur Verfügung gestellt werden wird. mit der diesbezüglichen Maßgaberegelung des Einigungsvertrages widersprechen, wenn wegen solcher Verbindlichkeiten auch auf diejenigen Teile des von der Beklagten verwalteten Altvermögens zugegriffen werden könnte, die an früher Berechtigte zurückgegeben oder gemeinnützigen Zwecken zugeführt werden sollen. Aus einem Titel, der schon derzeit gegen die GWG erwirkt werden könnte, ist zu gegebener Zeit auch der Zugriff auf von der Beklagten freigegebenes unbelastetes Vermögen möglich (vgl. Ein Amtshaftungsanspruch gegen die Beklagte ist jedenfalls aufgrund der Subsidiaritätsklausel des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht begründet.