BGH · XII ZB 8/92 vom 20.10.1993
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Auf die weitere Beschwerde der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte wird der Beschluß des 5. Hierbei ist es davon ausgegangen, daß den ehezeitlich erworbenen Anrechten des Ehemannes bei den zu dem Ausgleich herangezogenen drei Ärzteversorgungen in einer Gesamthöhe von monatlich 572,67 DM Anwartschaften der Ehefrau in der gesetzlichen Rentenversicherung von monatlich 120,60 DM sowie eine unverfallbare Anwartschaft auf Versicherungsrente bei der Zusatzversorgungskasse der Gemeinden und Gemeindeverbände in Darmstadt (ZVK - weitere Beteiligte zu 4) in Höhe von monatlich 30,73 DM (dynamisiert 4,06 DM) gegenüberstehen, so daß sich ein Ausgleichsbetrag von monatlich 224 DM ergab. Hiergegen hat die KÄV Beschwerde eingelegt, mit der sie geltend gemacht hat, daß das bei ihr bestehende Versorgungsanrecht des Ehemannes nicht durch analoges Quasi-Splitting, sondern durch die von ihr kürzlich eingeführte Realteilung' auszugleichen sei. "Die von dem Antragsteller bei der Baden-Württembergischen Versicherungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte unter Verwaltungsnummer 1821326 bestehenden Versorgungsanwartschaften werden in der Weise real geteilt, daß der Antragsgegnerin gegen die genannte Versorgungsanstalt monatliche Rentenanwartschaften in Höhe von DM 188,42, bezogen auf den 31.03.1980, Die vom Antragsteller bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in der erweiterten Honorarverteilung erworbenen Versorgungswerte werden in der Weise real geteilt, daß der Antragsgegnerin gegen die Kassenärztliche Vereinigung Hessen Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich DM 54,01, bezogen auf das Ende der Ehezeit am 31. Von einem analogen Quasi-Splitting zu Lasten der LÄK hat es abgesehen, weil der Ausgleich vorrangig in Form der Realteilung durchzuführen sei. Gegen diese Entscheidung hat die BWVÄ weitere Beschwerde eingelegt, mit der sie sich dagegen wendet, daß von einem analogen Quasi-Splitting zu Lasten der LÄK aufgrund der sogenannten Rangfolgenmethode abgesehen worden ist. Ergänzend sei ein analoges Quasi-Splitting zu Lasten der LÄK in Höhe von monatlich 1,14 DM durchzuführen. Der Senat hat sich - nach Erlaß des angefochtenen Beschlusses - grundsätzlich mit der Frage befaßt, wie mehrere Anrechte des Verpflichteten, die teils der Realteilung (§ 1 Abs. 2 VAHRG), teils dem analogen Quasi-Splitting (§ 1 Abs.3 VAHRG) unterliegen, zu dem Versorgungsausgleich heranzuziehen sind (Beschluß vom 20. Er ist zu dem Ergebnis gelangt, daß die vom Oberlandesgericht angewandte sogenannte Rangfolgenmethode abzulehnen ist, soweit es sich, wie hier, nur um das Verhältnis zwischen den Ausgleichsformen der Realteilung und des analogen Quasi-Splittings handelt und ein schuldrechtlicher Ausgleich (§ 2 VAHRG) nicht in Frage steht. Danach macht die weitere Beschwerde zu Recht geltend, daß vorliegend auch die LÄK im Wege des analogen Quasi-Splittings zu dem Ausgleich heranzuziehen ist. Dies hat zur Folge, daß sich die Realteilung der Anrechte des Ehemannes bei der BWVÄ und der KÄV entsprechend vermindert. Es wirkt sich dahin aus, daß die in der gesetzlichen Rentenversicherung erworbenen Anwartschaften der Ehefrau nach Maßgabe dieses Gesetzes neu festzustellen und, soweit eine Dynamisierung erforderlich ist (bei dem Anrecht des Ehemannes bei der LÄK und dem Anrecht der Ehefrau bei der ZVK), Rechengrößen heranzuziehen sind, die auf der Grundlage des neuen Rentenrechts ermittelt sind (vgl.