BGH · XII ZB 40/94 vom 27.04.1994
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
3. gegen und Straße 185, Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 3. Januar 1994 wird auf Kosten des Beklagten zu 2 zurückgewiesen. Die Berufung des Beklagten zu 2 gegen das Urteil des Landgerichts vom 3. Januar 1994 - eingegangen ist, §§ 519 Abs. 2, 519b Abs. 1 ZPO. Die Zurückweisung des Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Begründungsfrist ist schon deswegen nicht zu beanstanden, weil die versäumte Prozeßhandlung, hier die Einreichung der Berufungsbegründungsschrift, nicht innerhalb der zweiwöchigen Antragsfrist des § 234 Abs. 1 ZPO nachgeholt worden ist, § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO. Die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO begann nach dem eigenen Vorbringen des Beklagten zu 2 am 4. Innerhalb dieser Frist ist die Berufungsbegründung nicht eingegangen, sondern erst am 25. Januar 1994 eingegangenen Wiedereinsetzungsgesuch enthaltene Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist reichte nicht aus, weil nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und allgemeiner Ansicht im Schrifttum einer Partei, die bereits die Frist versäumt hat, besondere Anstrengungen zuzu demuten sind, um die Rechtsmitte lbegründung alsbald, und zwar innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO, vorzulegen (vgl. Bei dieser Sachlage kann dahinstehen, ob dem Beklagten zu 2 auch vorzuwerfen ist (§ 233 ZPO), daß er während seines Urlaubs keine Vorkehrungen für den Empfang von Anwalts-