BGH · XII ZB 10/89 vom 12.12.1990
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 12. Die weitere Beschwerde gegen den Beschluß des 18. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und den Versorgungsausgleich dahin geregelt, daß im Wege des Quasisplittings für die Ehefrau (Antragstellerin) auf deren Konto bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte monatliche Rentenanwartschaften in Höhe von 677,16 DM begründet werden, und zwar zu Lasten der beamtenrechtlichen Versorgungsanwartschaft des Ehemannes (Antragsgegner) beim Landesamt für . Anrechte der Ehefrau auf betriebliche Altersversorgung bei einer Bank und weil sie noch unverfallbar seien; insoweit hat es dem Ehemann den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich Vorbehalten . Gegen die Regelung des Versorgungsausgleichs hat der BW Beschwerde eingelegt und geltend gemacht, das bei ihm bestehende Anrecht der Ehefrau sei bereits unverfallbar und habe daher in den öffentlichrechtlichen Ausgleich einbezogen werden müssen. Sein Interesse an der Vermeidung eines verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs recht-fertige es, auf der korrekten Durchführung des öffentlich-rechtlichen Ausgleichs zu bestehen. Das Oberlandesgericht hat die Beschwerde als unzulässig verworfen, weil der nicht beschwerdebefugt sei. Versorgung, bei dem ein verlängerter schuldrechtlicher Versorgungsausgleich (§ 3a VAHRG) in Betracht kommt, am Verfahren über den öffentlich rechtlichen Versorgungsausgleich nicht materiell beteiligt ist und mit der Beschwerde nicht geltend machen kann, das bei ihm bestehende Anrecht sei zu Unrecht nicht gemäß § 3b VAHRG öffentlich-rechtlich ausgeglichen worden. Wird nach ihr ein Anrecht aus einer betrieblichen Altersversorgung in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einbezogen, so wird der Versorgungsträger nur reflexartig begünstigt; wegen seines Interesses an der Vermeidung eines verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs ist er am Verfahren nicht materiell beteiligt. Wird § 3b VAHRG vom Gericht zu Unrecht nicht angewendet, ist er nur mittelbar in seiner Rechtsstellung betroffen, so daß die Voraussetzungen für seine Beschwerdebefugnis nach § 20 Abs. 1 FGG nicht vorliegen. Beteiligt und gegebenenfalls beschwerdebefugt ist der Versorgungsträger erst, wenn vor dem Familiengericht unmittelbar über den verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich gestritten wird. Er hat dabei bekräftigt, daß die fraglichen Versorgungsträger seit Einführung des verlängerten schuldrecht liehen Versorgungsausgleichs weder im Hinblick auf die Hand habung der §§ 3b und 3c VAHRG noch wegen möglicher Fehler bei der Verrechnung der beiderseitigen Versorgungsanrechte der Ehegatten am Verfahren über den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich beteiligt oder beschwerdebefugt sind.