BGH · XII ZB 147/91 vom 15.01.1992
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 29. Der Kläger ist nichtehelicher Sohn des Beklagten. Das Oberlandesgericht hat das Rechtsmittel durch Beschluß als unzulässig verworfen, weil es sich nicht um eine vom Familiengericht entschiedene Sache handele und damit seine Zuständigkeit nicht gegeben sei. Die sofortige Beschwerde beharrt darauf, daß das angerufene Oberlandesgericht gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 1 GVG zuständig sei, weil es sich bei dem angefochtenen Urteil um eine "vom Familiengericht entschiedene Sache" im Sinne dieser Vorschrift handele. Dies leitet sie daraus her, daß das angefochtene Urteil nicht nur mit dem für allgemeine Zivilsachen vorgesehenen "C"-Aktenzeichen versehen ist, sondern zusätzlich mit einem in Klammern gesetzten "F", also dem Registerzeichen für Familiensachen. Wie der Senat bereits entschieden hat (Beschluß vom 4. Oktober 1990 - XII ZB 89/90 - BGHR GVG § 119 Abs. 1 Nr. 1 Familiensache 1 = NJW 1991, 231), kommt es in Fällen der vorliegenden Art für die Zuständigkeitsfrage und die Wahrung der Berufungsfrist allein darauf an, welcher Spruchkörper des Amtsgerichts tatsächlich tätig geworden ist, d.h. ob das angefochtene Urteil von der allgemeinen Prozeßabteilung oder der Abteilung für Familiensachen stammt. Hier hat die allgemeine Prozeßabteilung entschieden, wie es auch dem Gesetz entspricht. Denn Unterhaltsansprüche des nichtehelichen Kindes gegen seinen Vater sind keine Familiensachen, wie sich aus § 621 Abs. 1 Nr. 4 ZPO ergibt (vgl.