BGH · XII ZB 102/90 vom 14.11.1990
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Krohn, Dr. Zysk und Dr. Knauber am 14. Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 18. Mai 1990 einen Antrag des Beklagten auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Teilurteil zurückgewiesen hatte, weil sich seine Berufung voraussichtlich wegen Nichterreichens der in § 511a ZPO vorausgesetzten Beschwer als unzulässig erweisen werde, hat es die Berufung mit Beschluß vom 6. 1. Für die Bemessung des Wertes des Beschwerdegegenstandes, den das Gericht bei einem Rechtsstreit wegen der Erteilung einer Auskunft gemäß §§ 2 und 3 ZPO nach freiem Ermessen festzusetzen hat, ist das Interesse des Rechtsmittelklägers maßgebend. Bei einem Rechtsmittel des Beklagten gegen seine Verurteilung zur Auskunft richtet sich der Beschwerdewert nach seinem Interesse, die Auskunft nicht erteilen zu müssen. Hingegen bleibt bei der Wertbemessung sein Interesse, die von der klagenden Partei letztlich angestrebte Leistung nicht erbringen zu müssen, außer Betracht, weil es durch die Verurteilung zur Auskunft, die für den Grund des Hauptanspruchs keine Rechtskraft schafft, nicht berührt wird. 2. Das Berufungsgericht hat die erforderlichen Kosten auf nicht mehr als 700 DM veranschlagt, da es dem Beklagten als einem Polizeibeamten, der von seinem Dienstherrn regelmäßig Gehaltsnachweise erhalte, ohne Aufwand an Zeit und Kosten möglich sei, die ihm durch das Urteil des Amtsgerichts auferlegte Verpflichtung zu erfüllen.