BGH · XII ARZ 34/94 vom 07.12.1994
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Dezember 1994 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Blumenrohr und die Richter Dr. Zysk, Nonnenkamp, Dr. Hahne und Sprick beschlossen: Zuständig zur Entscheidung über die Gewährung von Prozeßkostenhilfe ist das Amtsgericht - Familiengericht - Westerburg. Der Senat ist analog § 36 Nr. 6 ZPO zur Entscheidung des Zuständigkeitsstreits zwischen den Amtsgerichten Westerburg und Velbert im Prozeßkostenhilfeverfahren berufen, nachdem sich beide Gerichte im Rahmen dieses Verfahrens durch den Parteien jeweils mitgeteilte Beschlüsse für unzuständig erklärt haben (Senatsbeschlüsse vom 4. Ist das Hauptsacheverfahren noch nicht anhängig, ist zur Entscheidung über die Prozeßkostenhilfe dasjenige Gericht berufen, bei dem der Antragsteller die Hauptsache anhängig machen will (Senatsbeschluß vom 9. Das ist hier das Amtsgericht Westerburg, bei dem die Antragstellerin ihren Antrag eingereicht hat. Entgegen seiner Auffassung richtet sich die Zuständigkeit für das Scheidungsverfahren nicht gemäß §§ 43 Abs.1, 36 Abs. 1 Satz 2 FGG nach dem Wohnsitz des jüngsten Kindes, da diese Regelung nur für isolierte Sorgerechtsverfahren gilt. Sie richtet sich vielmehr nach § 606 Abs. 2 ZPO, da auch der Hilfsgerichtsstand des § 606 Abs. 1 Satz 2 ZPO nicht eingreift (Senatsbeschluß vom 8.