BGH · V ZR 93/74 vom 22.05.1974
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Der Kläger, der selbst Rechtsanwalt ist, hat bei dem dafür zuständigen Bayerischen Obersten Landesgericht Revision eingelegt und nach der am 11. April 1974 gegenüber dem Bundesgerichtshof und dem gegnerischen Prozeßbevollmächtigten den Verzicht auf das Rechtsmittel der Revision erklärt. Voraussetzung hierfür ist allerdings im Regelfall, daß der den Verzicht erklärende Rechtsanwalt beim Rechtsmittelgericht zugelassen ist, und Rechtsmittelgericht war zur Zeit der Verzichtserklärung bereits der BundesgeÄchtshof, bei dem der Kläger nicht In diesen Sachen kann ein Rechtsanwalt, der befugterweise (§8 EGZPO) eine Revision beim Bayerischen Obersten Landesgericht eingelegt hat, die Zurücknahme dieses Rechtsmittels auch dann erklären, wenn das Verfahren inzwischen an den Bundesgerichtshof gelangt ist, sofern - wie hier - für die Partei noch kein beim Bundesgerichtshof zugelassener Rechtsanwalt bestellt war (Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 11. Deshalb ist ein Rechtsanwalt, der befugterweise (§8 EGZPO) eine Revision beim Bayerischen Obersten Landesgericht eingelegt hat, zur Erklärung des Verzichts auf dieses Rechtsmittel gegenüber dem Revisionsgericht auch dann befugt, wenn das Verfahren inzwischen an den Bundesgerichtshof gediehen ist.