BGH · V ZR 87/63 vom 26.10.1965
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Auf die Revision des Beklagten wird das an Verkündungs Statt den Parteien am 26. "Bleibt der Erschienene zu 2" - Beklagter - "mit mehr als einer Leibrentenrate von 600 LM schuldhaft im Rückstand, so hat die Erschienene zu 1" daß der Erschienene zu 2 den Leibrentenvertrag nicht erfüllt und dieser somit aufgehoben wird, vereinbart, daß für jeden Monat, während dessen der Erschienene zu 2 die Leibrente gezahlt und dagegen die Einnahmen gemäß § 7 dieses Vertrages erhalten hat, ein Betrag von 450 DM, d.h. jährlich 5 400 DM, als der Erschienenen zu 1, Frau entgangene Mieteinnahme dieser durch Verrechnung mit den gemäß § 2 genannten Zahlungen gutgeschrieben und somit nicht zur Rückzahlung fällig wird. Oktober 1959 kündigte die Klägerin den Vertrag unter Hinweis auf seinen § 6, weil der Beklagte keine Leibrente mehr gezahlt habe und auch mit den weiteren Verpflichtungen, insbesondere den Tilgungsbeträgen auf die Hypothekengewinnabgabe, im Rückstand gewesen sei. Eie Klage, mit der die Klägerin Löschung einer zugunsten des Beklagten eingetragenen Auflassungsvormerkung begehrte, hat dadurch ihre Erledigung gefunden, daß der Beklagte auf Grund eines Teilund Zv/ischenvergleichs vom 20. Eie Parteien sind sich darüber einig, daß ihr Vertragsverhältnis spätestens seit dem genannten Tage beendet ist und streiten nur noch über den vom Beklagten im Wege der Widerklage verfolgten Anspruch auf Rückgewähr seiner vertraglichen Leistungen. Oktober 1959 nicht zur Kündigung berechtigt gev/esen; ein Verzug seinerseits habe damals nicht Vorgelegen, die Leibrente sei ab März 1959 von der Firma mit schuldbefreiender Wirkung für ihn weitergezahlt worden und auch die Nichtzahlung der Hypothekengewinnabgabe im Mai 1959 habe die Klägerin nicht zur Vertragsauflösung berechtigt, zu demal da sie sich damals mit ihrer eigenen Verpflichtung, die Grundstücksbelastungen alsbald löschen zu lassen, im Rückstand befunden habe. Unter Zugrundelegung seiner Barzahlung von 32 280,97 UM, geleisteter Tilgungsbeträge auf die Hypothekengewinnabgabe und werterhöhender Grundstücksinvestitionehnät der Beklagte zu seinen Gunsten ein Guthaben von 37 380,97 DM errechnet und in dieser Höhe vor dem Landgericht Verurteilung der Klägerin zur Zahlung teils an ihn selbst und teils an Gläubiger, die den Anspruch gepfändet haben, beantragt; hilfsweise hat er darum gebeten, die Vertragsstrafe auf 1000 DM herabzusetzen und seinen Rückgewähranspruch für sofort fällig zu erklären. Sie ist dem Vorbringen des Beklagten entgegengetreten und hat seine Behauptungen bestritten- Nach ihrer Berechnung soll dem Beklagten nur noch eine Restforderung von 1956,53 DM verbleiben; hiergegen hat sie mit einer ihr von der Firma B^Um^ abgetretenen Forderung von 10 000 DM aufgerechnet. Während die Klägerin mit ihrem Rechtsmittel vollständige Abweisung der Widerklage erstrebte, hat der Beklagte in der Berufungsinstanz, unter gleichzeitiger V/iederholung seines erstinstanzlichen Hilfsantrages, den Widerklageanspruch auf insgesamt 26 308,05 DM ermäßigt, indem er über den ihm vom Landgericht zugesprochenen Betrag hinaus noch weitere 15 000 DM, die zu Unrecht als Vertragsstrafe in Ansatz gebracht worden seien, gezahlt verlangte. Im gegenwärtigen Rechtszug geht es nur noch darum, ob der Beklagte, der nach Auflösung des Vertragsverhältnisses der Parteien mit Recht die von ihm erbrachten Leistungen zurückfordert, sich einen 'feil davon als Vertragsstrafe abziehen lassen muß (§339 BGB) und ob er gegebenenfalls gemäß § 343 BGB richterliche Herabsetzung dieser Strafe sowie eine für ihn günstigere Zahlungsweise der Klägerin (sofortige Fälligkeit des gesamten Rückzahlungsbetrages anstatt der im Vertrag vorgesehenen zehn Jahresraten) verlangen kann. Das Berufungsgericht hat entschieden, daß der Beklagte, weil er in Verzug geraten sei, die Vertragsstrafe verv/irkt und daß sein Rückzahlungsanspruch sich infolgedessen um 15 000 DM verringert habe; für eine Strafherabsetzung bestehe kein Anlaß, und ebensowenig erscheine es geboten, die von den Parteien getroffene Ratenvereinbarung - die im übrigen nicht als Vertragsstrafe zu werten sei - etwa im Rahmen allgemeiner Grundsätze nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) zu ändern. dieser Gesetzesvorschrift auseinander und legt dar, die Vereinbarungen der Parteien verstießen weder ihrem Gegenstände nach gegen gesetzliche oder sittliche Normen, noch liege ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung vor; auch lasse sich nicht feststellen, daß die Klägerin bewußt die hier in Betracht Kommenden Charaktereigenschaften des Beklagten - Leichtsinn oder Unerfahrenheit - ausgebeutet habe» Liese Ausführungen bewegen sich weitgehend auf dem Boden tatrichterlicher Würdigung und können in der Revisionsinstanz nur dahin nachgeprüft werden, ob der Begriff der Sittenwidrigkeit verkannt sei (RGZ 152, 251, 253 f; BGH LM BGB § 138 Ba Nr* 4). Bei ihrer Rüge, der Berufungsrichter habe Bedeutung und Tragweite des § 138 Abs. 1 BGB verkannt, weil vor allem die Regelung in § 6 des Vertrages zu einer einseitigen und rücksichtslosen Benachteiligung des Käufers im Palle vorzeitiger Vertragsauflösung führe, läßt die Revision außer acht, daß selbst ein objektives Mißverhältnis im Wert der beiderseitigen Leistungen, falls es entgegen der Ansicht des Oberlandesgerichts vorläge, für sich allein noch keinen Sittenverstoß begründen würde; hinzukommen müßte vielmehr eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Vertragsteils, hier also der Klägerin, wofür aber nach den getroffenen Feststellungen kein Anhaltspunkt besteht (Urteil des Senats vom 25. Infolgedessen braucht nicht untersucht zu werden, ob das Berufungsurteil mit Recht den erwähnten § 6, da er nur im Falle einer Auflösung des Vertragsverhältnisses zu dem Zuge komme, als "überhaupt nicht kennzeichnend für den Umfang der Gegenleistungen" angesehen hat oder ob, wie die Revision meint, bei Anwendung des § 138 Abs. 2 BGB sämtliche Bestimmungen des ein einheitliches Ganzes bildenden Vertrages mit hätten herangezogen werden müssen. Letzteres hat übrigens das Urteil hilfsweise getan, indem es zu § 6 ausführte, die dortige Abwicklungsregelung sei vom Standpunkt der Klägerin aus, weil sie für ihren Lebensunterhalt auf die Leibrente angewiesen gewesen sei, aus Sicherungsgründen gerechtfertigt gewesen und habe ihrer Vermögenslage entsprochen; soweit ein objektives Mißverhältnis vorliegen sollte, seien die zusätzlichen Verpflichtungen des Beklagten hinsichtlich der Vertragsstrafe nach § 343 BGB und im übrigen im Rahmen des Auflösungsschuldverhältnisses nach § 242 BGB zu überprüfen. Wenn es im § 4 des Vertrages am Schluß heißt, die von der Klägerin zu entrichtende Leibrente sei berechnet worden "im Verhältnis zu dem Durchschnittssatz des Einkommens eines Bundesbürgers, wie er im Rentengesetz (Rentenreform) bestimmt ist und jährlich neu festgelegt wird", und bei Veränderungen des genannten Durchschnittssatzes um mehr als 10 $> solle sich auch .jeweils vom Beginn des nächsten Jahres an die Leibrentenzahlung entsprechend erhöhen oder vermindern, so handelte es sich bei dieser Vereinbarung, die unstreitig den Lebensunterhalt der Klägerin sichern sollte, nicht um eine nach § 3 WährG genehmigungsbedürftige Wertsicherungsklausel, sondern um eine Währungsrechtlich belanglose sogenannte Spannungsklausel (Urteil des Senats vom 9* Oktober 1964* V ZR 109/62, WM 1964, 1249, 1250 m. Deshalb kann dahingestellt bleiben, ob die Parteien dieser Vertragsbestimmung - die während des ganzen bisherigen Prozeßverlaufs von keiner Seite erwähnt worden ist und auf die sich der Beklagte jetzt in der Revisionsinstanz erstmals beruft - überhaupt Bedeutung beigemessen haben oder ob sie nicht gegebenenfalls den Vertrag auch ohne eine solche Klausel abgeschlossen haben würden (§ 139 BOB). c) Weshalb sich Bedenken gegen die Wirksamkeit des Vertrages, wie die Revision meint, daraus ergeben sollten, daß eine Auflassung des verkauften Grundstücks an den Beklagten erst nach dem Tode der Klägerin vorgesehen war, ist nicht einzusehen. 2. Erweist sich mithin der Grundstückskauf- und Leibrentenvertrag vom 3* Juni 1958 als gültig, so halten indessen die Gründe, aus denen das Oberlandes-gericht angenommen hat, der Beklagte habe durch sein Verhalten die Vertragsstrafe von 15 000 DM verwirkt, einer rechtlichen Nachprüfung nicht stand. Oktober 1959 berechtigt und damit die im § 6 vorgesehenen Folgen ausgelöst habe, erblickt das angefochtene Urteil nicht darin, daß der Beklagte in den Monaten März bis Oktober 1959 unstreitig keine Leibrente entrichtet hat; denn es geht übereinstimmend mit dem Landgericht davon aus, die damaligen Zahlungen der Firma an die Klägerin von monatlich 600 DM seien gemäß § 267 BGB mit schuldbefreiender Wirkung für den Beklagten geleistet worden. Die dortige Verweisung auf die §§ 4 ff bedeute nicht, daß der Beklagte, v/ie das im § 6 für die Leibrente vorgesehen sei, mit "mehr als einer" HalbJahresrate schuldhaft im Rückstand geblieben sein müsse, vielmehr genüge bereits der Verfall einer einzigen Rate; der § 2 verweise nämlich nur hinsichtlich der Rechtsfolgen auf die Regelung im § 6, während die daselbst geregelten Voraussetzungen des Verzugs nicht für die Hypothekengewinnabgabe gälten. Immerhin erwecken die Urteilsausführungen Zweifel nach der Richtung, ob das Berufungsgericht gemäß § 286 ZPO alle entscheidungserheblichen Punkte berücksichtigt hat und ob es insbesondere bei Erörterung der beiderseitigen Interessenlage sich des Umstandes bewußt gewesen ist, daß eine pünktliche Zahlung der Leibrente für die Klägerin, die darauf unstreitig wegen ihres Lebensunterhalts angewiesen war, von ungleich größerer Bedeutung gewesen sein dürfte als die ratenweise erfolgende Tilgung der Hypothekengewinnabgabe ; das könnte gegen die Annahme sprechen, bereits die Nichtabführung einer einzigen Halbjahresrate von verhältnismäßig geringer Höhe habe nach dem Willen der Vertragschließenden dieselben schwerwiegenden Folgen zu Lasten des Beklagten auslösen sollen, wie sie im § 6 für den Fall des Ausbleibens von "mehr als einer" Leibrentenzahlung vereinbart wurden. Fraglich erscheint ferner die Vereinbarkeit jener Auslegung mit dem Wortlaut des Vertrages, der in seinem § 2 Buchst, b von "Annuitätsraten" spricht; dieser Ausdruck - er wird hier zudem in der Mehrzahl gebraucht - schließt zu dem mindesten nicht aus, daß die Parteien bei ihrer Vereinbarung v/eniger an die halbjährlich zu entrichtenden - also unter Ausklammerung der in § 6 geregelten Voraussetzungen einer Vertragsauflösung - auffassen möchte, bleibt überdies unklar, weshalb dann nach seiner Ansicht die Vertragschließenden, wenn sie schon hinsichtlich der Hypothekengewinnabgabe eine derartig folgenschwere Sanktion vereinbaren wollten, es unterlassen haben, auch die Voraussetzungen dafür eindeutig festzulegen; das hätte um so näher gelegen, falls wirklich bei Nichtzahlung der Hypothekengewinnabgabe die Vertragsstrafe, wie das Berufungsgericht unter Hinweis auf § 279 BGB ausführt, ohne Verschulden des Beklagten verwirkt sein sollte, während § 6 des Vertrages diese Rolge bei der Leibrente ausdrücklich nur ira Ralle eines "schuldhaften11 Rückstandes eintre-ten läßt. Inv/ieweit diese Bedenken den Bestand des angefochtenen Urteils zu erschüttern vermögen, kann indessen auf sich beruhen, da es ohnehin aus einem anderen Grunde aufgehoben werden muß; in der neuen mündlichen Verhandlung wird das Berufungsgericht Gelegenheit haben, seine Vertragsauslegung zu überprüfen und dabei auch zu den übrigen Hinwendungen der Revision, sofern der Beklagte sie in jener Verhandlung wiederholt, Stellung zu nehmen. Mai 1959, als die HalbJahresrate der Hypothekengewinnabgabe von 618,74 DM fällig wurde, die Klägerin sich ihrerseits mit einer vertraglichen Leistung im Rückstand befunden habe; sie sei nämlich ihrer Pflicht, die eingetragenen Grundstücksbelastungen alsbald unter Verwendung des bar gezahlten Kaufpreisteiles im Grundbuch löschen zu lassen (§5 des Vertrages), nicht fristgerecht nachgekommen und habe insbesondere eine Grundschuld der Kreissparkasse Stormarn in Höhe von 2280,97 DM nicht rechtzeitig abgelöst; die Belastung sei erst am 13. Es meint, ein Leistungsverweigerungsrecht stehe dem Beklagten jetzt nicht mehr zu, da er e3 mindestens grobfahrlässig nicht rechtzeitig vor Auflösung des Vertrages durch die Klägerin geltend gemacht habe; die Geltendmachung eines solchen Rechts stelle einen Unterfall der Berufung auf Treu und Glauben dar und berechtige lediglich zu einer vorübergehenden Ablehnung der Gegenleistung; der Beklagte könne nicht nachträglich, nachdem das Vertragsverhältnis infolge seiner Nichtzahlung aufgelöst worden sei, sich seinerseits darauf berufen, seine früheren Erklärungen seien als vorläufige Ablehnung aufzufassen, obwohl sie nach außen nicht ohne weiteres für die Klägerin oder deren Bevollmächtigten als solche erkennbar gewesen seien; es brauche daher nicht untersucht zu werden, inwieweit die Klägerin überhaupt nach der Sachlage anders hätte verfahren müssen. Da ein gegenseitiger Vertrag vorlag, stand dem Anspruch der Klägerin auf Entrichtung der Hypothekengewinnabgabe durch den Beklagten, solange sie selbst die ihr obliegenden Leistungen nicht erbracht hatte, gemäß § 320 Abs. 1 Satz 1 BOB die Einrede des nicht erfüllten Vertrages entgegen. Wenn die Klägerin in ihrer Revisionsantwort einwendet, das gelte nur, sofern der Gläubiger zur Gegenleistung nicht in der Lage sei (unter Bezugnahme auf Palandt/Danckelmann, BGB 24. zu dem Zeitpunkt, in dem die Schuldnerleistung fällig wird, mit seiner eigenen Leistung im Rückstände, so kann er sich nicht mit Erfolg auf seine Leistungsbereitschaft und -fähigkeit berufen; er hat vielmehr, um den Schuldner in Verzug zu setzen, zunächst die rückständige Leistung selbst.zu erbringen oder jedenfalls anzubieten. Die Klägerin hatte sich zur Beseitigung der Grundstücksbelastung laut § 3 des Vertrages vom 3* Juni 1958 "sofort nach Inkrafttreten desselben" verpflichtet; diese Leistung war unstreitig am 15* Mai 1959, als der Beklagte die Abführung der Hypothekengewinnabgabe-Rate an das Finanzamt unterließ, schon seit langer Zeit fällig (daß der Vertrag im Mai 1959 längst seine volle Wirksamkeit erlangt hatte, ergibt sich aus den Feststellungen im Tatbestand des angefochtenen Las Berufungsgericht hat sonach das Vorbringen des Beklagten über die eigene Vertragsuntreue der Klägerin zu Unrecht als nicht erheblich angesehen. Erweist sich dieses Vorbringen als zutreffend, so könnte die Klägerin keine 15 000 DM Vertragsstrafe beanspruchen; außerdem stünde ihr dann nicht das Recht zu, die Rückzahlung des dem Beklagten geschuldeten Geldbetrages ratenweise und auf zehn Jahre verteilt vorzunehmen. Infolgedessen war das angefochtene Urteil, soweit es zu dem Nachteil des Beklagten erkannt hat, sowie im Kostenpunkt aufzuheben und die Sache, die nach dem Gesagten noch weiterer Aufklärung in tatsächlicher Hinsicht bedarf, an das Berufungsgericht zurückzuverweisen (§§ 564, 565 Abs. 1 ZPO). tigt gewesen sei, dann wird das Berufungsgericht sich erneut mit dem Antrag des Beklagten auf Herabsetzung der Vertragsstrafe gemäß § 343 BGB befassen müssen und, falls es nach wie vor nur die 15 000 DM und nicht zugleich die übrigen im § 6 dem Beklagten auf erlegten Verpflichtungen als ’• Vertragsstrafe11 ansieht, eine angemessene Änderung dieser Verpflichtungen nach Maßgabe des § 242 BGB in Erwägung zu ziehen haben« Denn auch die hierauf bezüglichen Ausführungen des angefochtenen Urteils sind nicht bedenkenfrei. Me Revision rügt insoweit mit Recht, daß der Berufungsrichter bei seiner Prüfung, ob das Rückgewährabkomraen des § 6 in einem billigerv/eise nicht zu rechtfertigenden Mißverhältnis zu den übrigen Leistungen der Vertragspartner stehe, lediglich auf den Gesichtspunkt des Interesses der Klägerin uan der Sicherung ihrer Lebenshaltung" (BU S. Falle wirklich bereits ein solcher verhältnismäßig geringfügiger Rückstand von 618,74 UM nach dem Willen der Vertragschließenden geeignet gewesen sein sollte, die weittragenden und für den Beklagten überaus nachteiligen Rechtsfolgen des § 6 auszulösen, so würden in der Tat die bisherigen Urteilsausführungen nicht ausreichen, die Anwendbarkeit der angeführten Gesetzesbestimmungen auszuschließen.