BGH · V ZR 30/51
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
ist festzuhaltenJ Für die Anwendung des § 8 hat der T« Zivilsenat des Bundeisgerichtshofs in der Sitzung vom 12« Juli 1952 unte^ Mitwirkung des Senatspräsidenten Prof« Br« ‘^ritsch ulnd der Bundesrichter Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Oberlandesgerichts München vom 23* November 1950 wird auf Kosten dejs Klägers als unzulässig verworfen« In der Klage v;ar ausgeführt Der Klüger habe dem .Kosef SchBHH^P in Vollmacht bezüglich zweier Anwesen erteilt, ihn bei Streit stachen in Mietangelegenheiten bei Gerichten und Behörden zu vertreten, Biese Vollmacht habe sich Jedoch auf die Grundstücke des Klagers PI,Kr* 162/165 nicht bezogen, SchflBBBB habe, die Grundstücke gegen einen Jahre smi et zins von nur 120 RM ab 1, 12, 53 auf 20 Jahre ” '* eigenmächtig ohne Wissen des Kljägers an den Beklagten verpachtet« Nach erlangter Kenntnis habe der Kläger die Genehmigung versagt, der Vertrag sei! Die Revision des Klägers geg4n das Urteil des Oberlandesgerichts ist formund fristgerecht eingelegt und begründet«. Der Uert des Beschwerdegegenstandes (§ 546 Abs 3 ZPO) bemisst sich nach § 8 ZPO, nicht meinto nach § 6, wie die Revision In der Plenarentscheidung des Reichsgerichts RGZ 33,1? Das sei auch dann dar Pall, wenn die begehrte Verurteilung zugleich eine Entscheidung aber das strittige Bestehen oder die strittige Fbrtd’auer des Mietverhältnisses in sich schliesse. wenn der Streit um das Bestehen eines über, den Zeitpunkt der verlangten Räumung hinaus sich erstreckenden Kietverhältnisses cc in der Begründung der Klage zu dem Ausdruck gebracht seji und sich nicht erst aus der Rechts^ Im vorliegenden Pall ist ein ausdrücklicher Rechtsgrund * für den erhobenen Anspruch (Eigentum, ungerechtfertigte Bereicherung) in der Klage nicht angegeben« Es. gehörte aber der Umstand, dass der Mietvertrag, auf Grund dessen der Beklagte den Uietbesitz erlangt hatlje, nach Auffassung des Klägers keine Rechtswirksamkeit erlangt hatte, zu dem Klagegrund« Obwohl daher in der Klage nicht auscrücJclich gesagt ist, dass zwischen den Parteien über das Bestehen des durch diesen Vertrag zu begründenden LIietVerhältnisses Streit besteht, dass der Beklagte sich auf dieses Mietverhältnis schon ausserhalb des Prozesses berufen hatte, ist dpch der Bestand des Uietverhältnisses der richterlichen Entscheidung unterbreitet, so dass § 8 Z.IO an- Auch wenn wegen des z.Zt. der Eijjilegung der Revision (§ 4 ZPO) noch für gewerblich genutzte Grundstücke unbeschrankt bestehenden Bieterschuties (§ 36 liieterschutz-gesetz) eine längere Mietzeit zugrundezulegen sein sollte, ist doch ohne weiteres ersichtlich, dass ein Betrag von 6000 DM keinesfalls überschritten wird.