BGH · V ZR 24/66
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Klägerin und Revisionsbeklagte, - Prozcßbevollraächtigter; Rechtsanwalt Der Vo Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 5« Mai 1967 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Br« Augustin und der Bundesrichter Br, Piepenbrock , Dr, Freitag, Br„ und Dr. Grell Der Streitwert für die Revisionsinstanz (Zulässigkeits- und Gebührenwert) wird auf Die Klägerin hat eine Eigentumswohnung an die beklagte Ehefrau verkauft und übergeben, ist vom Kaufvertrag zurückgetreten und klagt auf Räumung und Herausgabe Der Streitwert wurde vom Landgericht entsprechend dem Wert des Wohnungseigentums (§6 ZPO) auf 65 040 DM beziffert und von Oberlandesgericht für die Gebührenbe- rechnung entsprechend dem einjährigen Hutzungswert der Wohnung (§ 12 GKG) auf 5 200 DM herabgesetzt* Den Zu-lässigkeitswert für die Revisionsinstanz (Beschwer) nimmt die Klägerin entsprechend dem höchstens zwei- Babei kommt es nicht darauf an, ob jene Ausnahmevorschrift in der Präge, inwieweit das Nutzungeverhältnis bereits im Klagvortrag angesprochen sein muß oder eine Geltendmachung nur durch den Beklagten als Einwendung genügt, weit (also im letzteren Sinn) aus zu legen ist. tten, wo sich zwei Parteien gegenüberstehen, die in unterschiedlichem Grade an dem NutzungsgegenDtand berechtigt sind und wo der Kern des Streits um ein bloßes Nutzungsrecht (in der Regel des Beklagten) geht. In solchen Fällen muß für die Streitwertbemessung der soziale Schutzgedanke, sofern er hier überhaupt in Betracht kommt, gegenüber dem wirtschaftlichen Gewicht des Streits um den Eigentumsverochaffungsanspruch zurücktreten» Infolgedessen ist für den Streitwert nicht nur ein zeitlich beschränkter Hutzungswert der Eigentumswohnung maßgebend (§8 ZPO, § 12 GKG), sondern ihr Substanzwert (§6 ZPO? ebenso Gerold, Streitwert | 52 II 5, Wieczorek, ZPO § 8 A I b 2)» Dieser kann in Höhe des von der Klägerin geforderten Kaufpreises von 65 040 DM bemessen werden» Daß die Beklagten ihn nur in Höhe von 62 000 DM anerkennen, steht nicht entgegen«