BGH · V ZR 234/81 vom 19.02.1982
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Februar 1982 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Thumm und die Richter Dr. Eckstein, Linden, Dr. Vogt und Dr. Räfle beschlossen: Gründe Der Streitwert berechnet sich hier vom Zeitpunkt der Erledigungserklärung ab nach dem Kosteninteresse, nicht - wie das Berufungsgericht meint - nach dem ursprünglichen Wert der Hauptsache. Für den Fall nur einseitiger Erledigungserklärung des Klägers, der gegenüber der Beklagten auf seinem Klageabweisungsantrag be-harrt, bemißt sich der Streitwert von der Erledigungserklärung ab in der Regel nach den bis dahin entstandenen Kosten. April 1961, v ZR 155/60 = LM ZPO § 91 a Nr. 13 und vom 7. Das Berufungsgericht stellt unter Berufung auf die Rechtsprechung vieler Oberlandesgerichte (vgl. S. 225 ff m.w.N.) deshalb auf den Wert der Hauptsache ab, weil diese für den Fall streitiger Erledigung weiterhin Streitgegen- Das ist zwar im Ansatz richtig, berücksichtigt aber nicht ausreichend, daß die Parteien in der Regel nur insoweit ein rechtlich beachtliches Interesse an der Fortsetzung des Rechtsstreits haben, als es sich um die Kosten handelt, und dieses Interesse ist wirtschaftlich so hoch wie die Kosten. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes durch Beschluß vom 8. Dezember 1981, VI ZR 161/80 « NJW 1982, 768 neuerdings in einer Ehrenschutzsache deshalb vom Regelfall abgewichen ist, weil das Interesse der Partei an einer mittelbaren Rechtfertigung des jeweiligen Standpunkts deutlich im Vordergrund stand, läßt sich dies auf den hier vorliegenden Fall nicht übertragen.