BGH · V ZR 215/55 vom 30.05.1956
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Ap£ di^ Revision wird das den Parteien.an Verkündungs Statt am 8» und 9o August 1955 » zugesteL lte Urteil; des 7o, Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 290 Juli 1955 Akten 8 Q 100/50)0 Andererseits wurde auf die Klage der Hauseigentümer das zwischen ihnen und dem Kläger bestehende Mietverhältnis mit Wirkung vom Io. Oktober 1951 aufgehoben und dieser zur Herausgabe der Raume.verurteilt Der Erblasser .der jetzigen Beklagten hat Feststellungswiderklage erhoben mit dem Anträge auf Feststellung, daß dem Kläger wegen des Abbruches eines Bachstuhls, und Mauerwerkes im Anwesen RRRR|R^, tragt« Diesem Antrag ist durch Beschluß vom 27c Oktober 1953 entsprochene Vor dem Landgericht hat der Kläger beantragt? festzustellen, -daß dem Kläger und Widerbeklagten aus dem hier streitigen Eechtsverhältnis ein /Inspruch in Höhe von 47®970,41 DM nicht zustehe* Das Landgericht hat auf Grund mündlicher Verhandlung vom 4® Dezember 1953 durch Urteil vom 29® Januar 1954 die Klage abgewiesen und der Widerklage stattgegeben« * Es ist am 23* Juni 1954 vor dem Berufungsgericht münd lieh verhandelt,,und Rntscheidungstermin auf den 22» Septem her 1954 anberaumt* Dieser Termin ist durch Beschluß von 1v August 1954 wegen inzwischen erfolgter Versetzung eines Richters aufgehoben* Das Endurteii ist, nachdem die Parteien zunächst in den Schriftsätzen vom 51 und 7o August 1954 (GA Bl .49 und 51) Entscheidung im schriftlichen Verfahren beantragt und sodann am 13* Juli lg§5 ihr Einver-ständniszur Behandlung als Feriensache erklärt hatten (GA Bl 58), am.29« Juli 1955 ergangen und, dpn Parteien am 3o August 1955 an Verkündungs Statt zugestellte Das Berufungsgericht hat' die Berufung n unter; Nichtzulassung von in der Berufungsbegründung angetretenen Beweisen als verspätet - zurückgewiesen mit der Maßgabe, daß es die Feststellung dahin geändert hat, daß dem Kläger gegen den Erblasser der Beklagten ein Schadensanspruch der bezcichneten Art in Höhe von 41 870,41 DM nicht zustehe« Das Berufungsgericht hat in Übereinstimmung mit dem .Landgericht- die Zulässigkeit der.Widerklage bejaht. Es meint, schon die Tatsache allein, daß sich der Kläger in dem vorangegangenen Armenrechtsverfahren:eines Schadensersatzanspruches aus dem vorliegenden Rechtsverhältnis in Höhe von 47*970,4-1 BM berühmt habe, begründe ein genügendes/^ für eine leugnende Zwischen- s Der Hinweis der Revision (unter Bezugnahme auf RU 170, 358 i374j, der Beklagte wäre trotz Beriihmung durch den Kläger im Armenrechtsverfahren nicht in seiner Rechtsstellung gefährdet gewesen, schlägt nicht durch* Der vom Reichsgericht aaO entschiedene!Ekll lag insofern besonders, als es sich in ihm um das Bestehen oder Nichtbestehen eines..Rechtsverhältnisses zwisTc^en dem Beklagten und einem Dritten handelte0 Fürvdiesen Sbiraerfall hat das Reichsgericht ausgesprochen, es genüge,^»daß der Kläger in seinem Rechtsbereich mittelbar betroffen,werde, und er habe dann ein die-Klage aus § 256 ZPO rechtfertigendes Interesse an der Feststellung, wenn seine Reol|jj|^ftellung durch die tatsächliche Ungewißheit gefährdet-w^deo Hier liegt der FäL 1 anders; denn es bestehen oder bestanden unmittelbare Rechts*-beziehungen zwischen den. ELI erhöht hat= Baß er nicht die ganze Forderung geltend gemacht hat, deren er sich ursprünglich berühmt hat, ist unerheblich«, Er hat auch bei Erweiterungseiner Klage nicht erklärt, daß er nunmehr weitere Ansprüche nicht' mehr geltend machen wolleo Schließlich kommt.es, wie schon hier bemerkt werden mag, auch wegen der Kostenentscheiduhg nicht darauf an, daß der Beklagte in zweiter Instanz auch nach Erweiterung der Klage weiterhin den Antrag gestellt hat, die Berufung in vollem Umfange zurückzuweise'n* Burch Erhöhung des Klageanspruchs war die negative Peststellungswiderklage zwar wegen des - erhöhten Betrages gegenstandslos gewordene Barüber bestand aüchlcein Streite. In den Entscheidungsgründen hat das Landgericht ausgeführt, in seinem Urteil im Vorprozeß habe es die völlig gleich begründete Klage der anderen Mieterin auf Grund einer eingehenden Beweisaufnahme abgewi esen* Es bestehe kjeine Veranlassung, von der dort ausführlich begrün' deten und durch Urteil des Oberlandesgerichts*München in allen Punkten voll bestätigten Rechtsauffassung abzugehen und den vorliegenden Pall anders zu entscheiden, zu demal der für ein, Verschulden des: Vermieters beweispflichtige Kläger keine neuen Gesichtspunkte vorgetragen’ und keine neuen Beweismittel anzubieten, habe«; Ein etwaiger' Beweis des ersten Anscheins sei-durch.,das Urteil im Vorprozeß widerlegte Das einzige Beweismittel des Klägers sei das schriftliche Gutachten des Architekten (Anl 13 zur Klage) , insbesondere die dortigen Zeug'ehvernebmungen;, Bezug genommene Der ICläger habe dem nicht wldersprocheno Sr habe hierdurch und in•Verbindung damit., daß er für seine eigenen IQe,gebehauptungen keinen zulässigen Beweis angeboten habe, obwohl diese offensicht-^'" lieh und, wie/er gewußt habe,, auch beweisbedürftig wären, in Übereinstimmung mit dem Beklagten sein Einverständnis damit erklärt,, daß die in den früheren Protokollen nieder-gelegten Zeugenaussagen vom, Gericht so gewürdigt und verwertet, würden, als seien diese Zeugen als solche auch Bas Berufungsgericht führt dann weiter aus, der Kläger habe auch in ,zweiter Instanz.keine wesentlichen neuen Behauptungen .aufgestellt, er habe vielmehr lediglich für die in erster Instanz aus dem Vorprozeß wiederholten Behauptungen neue Beweise angeboten, indem er nunmehr anstelle der Verwertung der Protokolle über die früheren Vernehmungen von Zeugen deren Vernehmung auch im gegenwärtigen Prozeß beantragt habe, was auch zulässig sei»; Mit diesen Zeugen meint das Berufungsgericht die in der Beruf ungsbegrühdung vom 3 c April 1954- angeführten Zeugen und sachverständigen Zeugen»- Es fährt fort, diese neuen Beweis mittel waren gemäß § 529 Abs 2 ZPO nur unter der Voraussetzung zuzulasseny daß ’nach der freien Überzeugung des Gerichts der Kläger; die Beweismittel im ersten Eechtszuge weder in der Absicht dter Prozeßverschleppung, noch aus grober Nachlässigkeit vorzubringen unterlassen hätte» Der Kläger müsse, danach mit seinen neuen Beweismitteln ausgeschlossen bleiben, da er sie bereits im ersten Rechtszug hätte bringen können und da ihre Berücksichtigung die Erledigung des Rechtsstreites verzögern würde0 Me Revision hält die Feststellung des Berufungsgerichts, daß die Erhebung der angebotenen Beweise die Erledigung des Rechtsstreites verzögert hätte, für unrichtig, weist auf die Verzögerung der Entscheidung dieses Gerichts;, g'|rfchnet -von der .mündlichen Verhandlung am 23 * Juni 1954 *$i5b zur schließlichen Entscheidungmm;;.29o Juli / 3» August >1955, hin und führt dazu aus* Die Verzögerung des Erlasses ;des Urteils könne nur als Reehtsverweigerung bezeichnet werden» Ein Gericht, das die Erledigung eines Prozesses schuldhaft um fast ein Jahr verschlepp*©,, habe nicht das Recht, einer Partei oder.deren Vertreter grobe Nachlässigkeit vorzu-werfeno Es müsse. ist an sich ,beizutretenc Das ist aber ebensowenig entscheidend wie die Verletzung der Sollvor-s'Qhrift/des^§/3;TQ Abs 1 ZP® (:Ehtscheidungstermin nicht über eine WocheJ und der Erlaß des Beschlußes betreffend Aufhebung des Verkündungstermins waiirend der Gerichtsferien ohne Erklärung zur Feriensache (§ 200 GVG), was die Revision ebenfalls beanständet hato * ob;..eine Verzögerung durch Einführung neuer Beweismittel entstehen würde,,, ist nach der Prozeßlage zur Zeit des Vorbringens,zu beurteilen (RG HRR 26 Nr 2291» DZ 27, 48)o Hätte hier das Berufungsgericht sowieso eine Beweisaufnahme durchführen müssen utrid durchgeführt, und hätte es dabei nur unterlassen,, gleichzeitig in der Berufungs* schenzeit hätten miterledigt werden können, wäre nicht das neue Vorbringen, sondern nur die falsche Behandlung der Sache durch das Berufungsgericht für die Verzögerung ursächliche Hier liegt der Sachverhalt jedoch anders« Bas Verfahren hat sich hier zwar auch,über mehr als ein Jahr von der letzten mündlichen Verhandlung an gerechnet verzögert,, ohne daß in der Zwischenzeit etwas Sachdienliches vorgebracht und ohne daC> gangen ist* Durch die Zulassung der neuen Beweismittel würde | sich das Verfahren aber noch weiter um die Bauer der angeord-\ neten Beweisaufnahme verzögern« Biese Verzögerung wäre aber auch eingetreten, wenn das Berufungsgericht alsbald entschie- |; den hatte, und zwar wäre die Verzögerung nur infolge des neuen Vorbringens - einmal unterstellt, daß nur neue Be- i/■ we'i/Saaittel in Betracht>kommen, - eingetreten« I ■' ' Die Nachprüfung der Nichtzulassung eines Vorbringens nach § 5,29 Abs 2 ZPO ist jetzt allerdings im Gegensatz zu früher, als grobe Nachlässigkeit und Prozeßversclileppungs-absicht noch (positiv) festgestellt werden mußten, in der Revisionsinstanz nur .recht beschränkt möglich (Stein-Jonas-S.chönke § 529 ZPO III 6., RGZ 11U, 319 ßZQ7, denn es genügt jetzt die negative Überzeugung des Gerichts, das Pehlen der Verschleppungsabsicht und der groben Nachlässigkeit seien näherer Darlegungen bildet fürifsTi-<5h auch noch keinen Ver-fahrensverstoß, sondern nur dann, wenn die Entscheidung erkennen läßt, daß es das Gericht versäumt hat, den Sachverhalt -unter den inBetraehf ;k§mmenden Gesichtspunkten überhaupt zu prüfen, oder daß’ es bei seiner/Würdigung von einer unzutreffenden Ke eilt sauf fas sung, zöB« von einem unrichtigen (zu hohe Anforderungen stellenden) Begriff der groben Nachlässigkeit ausgegangen ist .x(:|tein-Jonas-Scliönke § 529 ZPO HI 6 a; zu vgl ferner BGBZ%i^49 L52j und die dort zitierten, ferner BKR 1937 Nr 196)a Dafür liegt hier hinreichend Anhalt vor„ in der sein Anwalt den Sachverhalt dem Gericht unterbreitet hat, kaum Einfluß nehmen konnte; es ist jedenfalls unmöglich, ihm, wenn er sich darauf verlassen hat,, sein Anwalt werde schon die richtige Form : wählen, grobe Nachlässigkeit vorzuwerfen<> Es ist nun allerdings streitig-, ob die Prozeßversclileppungsabsicht und die grobe Nachlässigkeit, die § 529 Abs 2 ZPO fordert, der:Partei selbst zur-Last fallen muß, oder ob die Partei für das Verhalten eines Vertreters, insbesondere ihres Prozeßbevoll-mächtigten einzustehen hato< Letzteres - wür de eine entsprechen^, de Anwendung von § 232 Abs 2 ZPO voraussetzen0 Dafür sprechen sich u0a0, Baümbach § 279 ZPO Anm I C und Stein-Jonas-, Schönke § 279 ZPO II y1 c aus, jedoch ohne nähere Begründung,, und Rosenberg (§ 137 III 2 b)- ebenfalls ohne nähere Begründung -, § 232 Abs 2 ZPO passe hier .nicht, und Jonas (PR 1942 S 997) ist der gleichen Auffassung« Er meint, *äie angeführte Bestimmung greife weder unmittelbar ein* noch bestehe ein Anlaß, die ohnehin in ihrer Schärfe bedenkliche Vorschrift über ihren unmittelbaren Gesetzesbereich auszudehneno Einer Entscheidung der Streitfrage bedarf es nicht« Es kann vielmehr unterstellt werden, daß das Berufungsgericht gemeint hat, die grobe Nachlässigkeit und die Prozeßverschleppungsabsicht, von deren NichtVorhandensein es sich nicht hat überzeugen können, könne auch beim Anwalt liegen« Auch dann ist seine Entscheidung nicht haltbar o schrift des § 5-29 Abs 2 ZPO Gebrauch gemacht werden, liegt auf der Hand, weil sich der Kläger sonst sicher noch schrift satzlich geäußert haben würde« Weder der Kläger noch sein Anwalt können auch sonst mit einer Zurückweisung ’’neuen" Vorbringens gerechnet haben, nachdem die Sache beim Berufungsgericht, ohne eine Forderung zu erfahren, über ein Pas Berufungsgericht geht nun (auf S 23 seines Urteils) davon aus, der Kläger habe in der Berufungsinstanz nur Zeugen aus dem Vorprozeß vernommen haben wollen,, deren Aussagen im ersten Rechtszuge im Wege des Urkundenbeweises irrt-'den in der Bhrufungs- .■ Begründung benannter. damit-; die genannten Personen als Zeugen, für,den Inhalt der Versicherungen und 'des Vermerkes hat benennen undlihre Vernehmung,, darüter hat beantragen w.ol-len, mag dahingestellt bleiben» Hier ist es jedenfalls auch im Hinblick auf das vorausgegangene Prozeß- und Armen rech t s-verfahren anzunebmehj wobei die Überreichung der Versicherungen und des Vermerks nach Lage des Palles als eine be- Bas ;hat das Landgericht im ersten Rechtszuge,jVdas allerdings''auch davon spricht, der Inhalt der vorgelegten eidesstattlichen Versicherungen betreffe ’’fast” ausschließlich unwesentliche Punkte, womit aber der betreffende Beweisantrag nicht abgelehnt werden konnte, unterlassen und damit gegen § 139 ZPO verstoßen« * - ' Es- kommt hinzu-, - daß nicht erkennbar ist, ob die Prozeßakten und die Armenreehtsakten im ersten Rechtszuge ordnungs gemäß ”zu dem Gegenstand der Verhandlung” gemacht sind« Nach der Verfügung des Vorsitzenden vom,4a November 1951 sind sie ”zur Information- erhoben” (Bl 13 R GA). ZPO);«- Bas,Protokoll .(zu vgl § 160 Abs 2 Nr*2 ZPO).enthält aber nicht,die Angabe, daß sie •darüber hinaus mündlich/verhandelt, cLho den Sachund Streitstand mündlich vorgetragen (§ 137 Abs 2 ZPO) und daß sie über das Ergebnis der Beweisaufnahme verhandelt haben (§ £85 Abs.-1 ZPO). zichtet haben kann - in seinen Entscheidungsgründen auch nur zu erwähnen, so daß nicht klar ersichtlich ist, welche Aussagen und wie es sie verwertet hat» Es stützt sich in seiner Entscheidung nur auf die allgemeine Beweiswürdigung in ,,8einem,,, in ganz anderer Besetzung erlassenen Urteil im Vorprozeß, - ohne sich selbst mit den einzelnen Aussagen auseinander zu setzen. Biese sind aber mit der auf Verletzung des §.529 Abs 2 ZPO- gestützten Verfahrensrüg e der Revision so untrennbar verbunden, daß sie auch ohne besondere Rüge in Betracht gezogen werden müssen (Stein-Jonas-Sehönke § 559 Anm IV 2 b? Hat aber das Berufungsgeriöht, wie hiernach festzustellen ist, das "neue” Vorbringen des Klägers mindestens zu dem Teil zu Unrecht als verspätet zurückgewiesen, so unterliegt damit sein Urteil der Aufhebung, weil.die Möglichkeit nicht auszuschließen ist, daß es bei Durchführung der beantragten Beweisaufnahme, die auß^r den. nicht•verspäteten auch verspätete Beweismittel umfassen muß, falls letzteres zu keiner besonderen zusätzlichen weiteren Verzögerung führt, zu einer anderen Entscheidung in der Sache selbst gekommen wäre«, Baß der Kläger noch nicht angegeben hat, welche einzelnen Posten seiner ursprünglichen SchadensaufStellung mit der auf 6100 DM erv/eiterten Klage* geltend gemacht werden sollen, ist .unerheblich, weil er das noch zu tun in der Lage ist, allerdings auch noch alsbald .wird angeben müssen.. Bei der erneuten Verhandlung und Entscheidung, zu der die Sache an das Berufungsgericht zurücksuverv/eisen war',wird dieses Gelegenheit haben, die Sachund Rechtslage auch unter Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte zu prüfen? Es ist auch nur entscheidend das Dasein des Mangels ‘bei’ Vertragsabschluß, nicht sein Hervortreten und die dadurch bewirkte Schädigung (RGZ 81, 200 [202]; Staudinger aaO RGRK aaO)«Es wird zu prüfen sein, ob nicht bei den durch das Berufungsgericht festgestellten tiefgehenden Schädigungen der Substanz des Bauwerks und angesichts des eigenen Vortrages des Vermieters in Klage- und Berufungsbeantwortung, ”die Balkenlage wäre wie Schnupftabak verfault gewesen und habe herausgekratzt werden können”, das Hintergebäude schon bei der Vermietung an den Kläger mangelhaft im Sinne von § 537 BOB war» Andererseits wird auch zu erwägen sein, ob nicht uJIo ein stillschweigender Ausschluß einer über Verschulden hinausgehenden Haftung des Vermieters wird angenommen werden können, wenn ein Mieter zwar auf unbestimmte Zeit,, aber kurzfristig kündbar einen Raum in einem Gebäude mietet.,, das erkennbar so alt ist, daß es in absehbarer Zeit abbruchsreif werden .muß* Mit Rücksicht darauf, daß die weitgehende Haftung für bei Vertragsabschluß vorhandene Mängel im Gesetz deswegen bestimmt ist, weil von einer stillschweigenden Garantie des Vermieters für das Nicjhtvor-r handensein von Mängeln ausgegangen'ist (Staudinger aaO$ M II', 376) , wird allerdings der stillschweigende Ausschluß einer solchen Haftung besonderer Darlegung bedürfen» Bei dem Vorhandensein konstruktionsbedingt er Mängel (Pall RGZ 81, 200 [202j) wird ein solcher Ausschluß kaum anzunehmen sein«