BGH · V ZR 164/90 vom 04.03.1993
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Gegenvorstellungen der Beklagten vom 11. Zahlungsverbindlichkeiten können als besondere Belastung nur dann berücksichtigt werden, wenn sie aus Geschäften herrühren, die einem den Einkommens- und Vermögensver-hältnissen des Antragstellers angemessenen Rahmen entsprechen (MünchKomm-ZPO/Wacns, § 115 Rdn. 25 m.w.N.). Führt eine Partei ihre Mittellosigkeit allerdings durch unangemessene Ausgaben oder Verschuldung selbst herbei, so sind die daraus erwachsenen Verbindlichkeiten bei der Bemessung des Einkommens nicht zu berücksichtigen. Die titulierten Verbindlichkeiten entstammen einem Geschäft, das dem durch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Antragsteller gezogenen angemessenen Rahmen erheblich überstieg und deswegen auch gescheitert ist.