BGH · V ZR 153/57
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Die Bekla hatte im Jahre den Gemeinde ir Preußischen Sta worden war, kam einig waren, wu digung für den gte, damals ein reichseigenes Unternehmen, 1938 den etwa 85 ha großen Wald der klagen-Besitz genommen, weil das Gelände zu dem Auf- bau eines Rüstungswerkes benötigt wurde« Nachdem ihr vom atsministerium das Enteignungsfcecht verliehen es am 19* Juni 1942 zwischen den Parteien zu dem Abschluß eines Vertrages, worin die Klägerin das Gelände freiwillig der Beklagten zu Eigentum überließ; die Auflassung wurde sofort erklärt; da sich die Parteien, wie es im Vertrage weiter hieß, über die Höhe des Kaufpreises noch nicht irde zwischen ihnen vereinbart, die Ent schälrundbesitz einschließlich des aufstehenden Holzes solle nachträglich auf Grund des preußischen Enteignungsgesetzes van 11« Juni 1874 festgestellt werden. Nach dem deutschen Zusammenbruch traten neue Hindernisse auf, da nach dem Militärregierungsgesetz Nr. 52 die Beklagte unter Vermögensfcon-trolle stand und auch das Vermögen der Klägerin Verfügungs- Gegen Ende des Jahres 1933 hinterlegte die Beklagte bei dem Amtsgericht in Kirchhain zugunsten der Klägerin 40 511» 63 DH; dieser Betrag'setzt sich zusammen aus dem im Verhältnis. Klägerin hat die Annahme des von der Beklagten hinterlegten Betrages verweigert, weil sie sich nicht mehr träge vom 19- Juni 1942 und .19* Dezember 1944* gelte, mindestens aber eine höhere Entschädigung haben wollte«. Oie hat mit der Begründung, daß diese Verträge sittenwidrig und deshalb rechtsungültig seien oder.daß sie sie wirksam wegen Drohung angefochten habe, Klage erhoben« Mit .ihren in erster Mnie gestellten Anträgen/ die im wesentlichen auf Feststellung der Wichtigkeit oder schwebenden Unwirksam] seit der genannten Verträge oder der im Vertrag vom 19« Juni ‘942 erklärten Auflassung gerichtet waren, ist sie in beiden Vorinstanzen rechtskräftig abgewiesen worden« Dagegen hnt das Danägericht dem Hilfsantrag der Klägerin, mit dem s:.e Zahlung eines im Verhältnis 1:1 umgestellten Kaufpreises forderte, stattgegeben und demgemäß die Beklagte verurteil*;, außer den hinterlegten 40 511,63 DM nach ihrer grundbuch! Es ist - abweichend von der Auffassung des Landgextehts, das zwar im Ergebnis ebenso entschieden, aber die Klageforderung als einen nicht unter die Vorschriften des UsStellungsgesetzes fallenden Wertersatzan-Spruch angeseher hatte - davon ausgegangen, daß dis damalige Vereinbarung, dej Parteien, wenn sie auch nach "Erlaß einer Enteignungsanorlnung”' (gemeint ist: Verleihung des Bnteig-; nungsrechts) unc zur Vermeidung der drohenden Enteignung abgeschlossen we rden sei, einen bürgerlich-rechtlichen Kaufvertrag- dargeste 11t habe und daß die Zahlungsverpflichtung der Beklagten deshalb eine sogenannte Geldsummenschuld sei« Bach seiner Ansicht findet jedoch auf diese Schuld die Ausnahmebestimmt mg des § 18 Abs. 1 Br. 2 UmetG Anwendung,' wonach Verbindli chkeiten aus Kaufverträgen, wenn und soweit die Gegenleistung vor dem 21. J Genehmiguc derlich g im Sinne ci fen run, zjüpfend an die Rechtsprechung des Bundes ge rieht s~ r Präge, was bei Grundstücks kauf Verträgen unter irken" der dem Verkäufer obliegenden Leistung er genannten Gesetzesvorschrift zu verstehen sei, angefachtens Urteil aus, daß es dafür nicht auf ijüchrfrechtlichen Akt der Eintragung des Eigentums-m Grundbuch ankommen könne, da deren Zeitpunkt Ijigkeiten abhänge, und auch nicht auf den Eingang eibungc antrages bei dem Grundbuchamt. Andererseits aber auch noch nicht, wenn - wie im vorliegenden ijlassung und Eintragungsbewilligung sowie Besitz-ereits bis zu dem Währungostichtag stattgefunden hätten, nd sei vielmehr, ob der Käufer mit Aussicht auf en Eintragungsantrag hätte stellen können, ohne ückweisung befürchten oder mit einer Zwischenver-Grundbuchamts rechnen zu müssen» Deshalb müßten jjderliohe behördliche Genehmigungen erteilt gewesen orher nicht davon gesprochen werden könne, daß fer seine Gegenleistung, nämlich die Verschaffung ums, bewirkt habe. Januar 1937 und dem a[tsgesetz Br. 45 habe es im vorliegenden Palle nicht «doch wäre - so führt das Urteil weiter aus - eine g nach dem Militärregierungsgesetz Br. 52 erfor-ssen, das in seinem Art. II nicht nur Verfügungen es Bürgerlichen Gesetzbuches, sondern überhaupt ew Die Ver wrst durch die jeden Akt verboten habe, der den bestehenden Zuetand in irgendeiner Weise beeinflußte; das bedeute, daß die Beklagte Rintragungsbewilligung und Eintragungsan-;rag nicht als Eigentümerin im Grundbuch hätte, eingetragen, werden dürfen» Dis Allgemeine Genehmigung Kr. 18. Juni 1950 aufgehoben worden» Am Währungsstichtag habe daher ein Eintragungshindemis bestanden, auf dessen Behebung hinzuwirken die Klägerin mindestens insoweit vertraglich verpflichtet gewesen sei, als es sich Die. Entscheidung des * erweist sich jedoch als zutreffend und ;riffe der Revision nicht erschüttert. insbesondere BGHZ 2, 369$5,173$5$214; $ UmstG § 18 Abo; 1 Ziff.2 Nr. 17$ § 18 Abs. 1 26) > Banach setzt die Bewirkung der dem Verkäufer Leistung weder vorauo, daß der Antrag auf Eigen-g bereits eingereicht noch daß gar die Eintragung 3h vor -dem 21. Als maß-vielmehr derjenige Zeitpunkt bezeichnet worden, Verkäufer die Zahlung des Kaufpreises, soweit er ndet ist, mangels besonderer Abrede verlangen scheidend; ist infolgedessen, ob der Käufer in bpunkt mit Aussicht auf Erfolg den Eintragungsantrag ndbuchamt hätte einreichen können, ohne mit einer xng dieses Antrages oder mit einer Zwischenverfügung brauchen. Bazu aber gehört außer der Auflassung le Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Vorausset-e Eintragung des Eigentumsüberganges im Grundbuch» Rechte auf fasoung, die im übrigen, soweit ersieht-mein geteilt wird* hält der Senat auch nach eräug fest. Revision billigt ebenfalls den Ausgangspunkt als aus ihrer Bemerkung hervorgeht, zur Leistungshand-jrkäufers gehöre, daß der Kaufvertrag nicht wegen ser Genehmigung schwebend unwirksam bei. Sie macht gl tend, das Berufungsgericht habe die gedankliche ung nicht vorgenommen, ob bei einer mangelnden ein "echtes Leistungshindernis" der Klägerin erin gegeben gewesen sei oder lediglich ein grund-Eintragungshindemie$ es komme nicht darauf an, Klagte, wie das angefochtene Urteil ausführe, assung, Eintragungsbewilligung und Eintragungsantrag Deistungohandlung rechtlichen Genehmigungen, deren Fehlen eine schwebende Jnwirkaamkeit zur Genehmigung nach Ster Fall* letzteres habe mit <*em Bewirken der Leistung eines Verkäufers diese Unterscheidung durchführen zu können, ist nach Ansicht der Revision auf Art und Zweck der betref-• % den zwischen echten heiß tungs hin de rni s ß en, deren Beseitigung zu den Pflichten 3es Verkäufers gehöre, einerseits und bloßen Förmlichkeiten, die mit dem Bewirken der Verkäufer-leistung nichts zu tun haben sollen, auf der anderen Seite, oder ob nicht doch, wie das Berufungsgericht angenommen hat, bereits die objektive Tatsache, daß eine Eigen tumsumschreibung im Grundbuch aus irgendwelchen Gründen nicht statthaft, war, ausreichen würde, um die Gegenleistung als im Sinne von §18 Abo. 1 Kr« 2 Umot? gmg der Grund er w erbe t eu erb ehörde - um das Fehlen dieser Beschei Jttigung- .ging es wie die Revision in der angeführten Entscheidung und nicht, irrigerweise meint, um dasjenige der preia-rechtlichen ünbedenklichkeitobescheinigüng-nach §1 Aba. 2 der Grundctückspjeisveroränung .vom 7. Genehmigung der Eintrag buchamtrj11 i so sehr um Leistung3h maßgebliche jener Bescfc lieh-reeht3 laasung deo Urteils durch die Senat daraa] gelegt hat, Steuer zu dem es deshalb rechtlicher Pflicht zu Täti den Palle gung nach hier allein nicht um ei für die Kreit, sie Genehmigung camkeit des Genehmigung es die Hevi •oder fällt» genannten migutig odei werden, der en beigemessen hat, weil sie '"nur Voraussetzung dung im Grundbuch, also der Tätigkeit des Grund-j|ei (S. o das Hauptgewicht wohl auf eine andere Erwägung nämlich darauf, daß die Zahlung der Grunderwerb -diet zu den Pflichten des Käufers gehört und daß unangemessen wäre, die Beschaffung der steuer-Unbedenklichkeitsbescheinigung dem Verkäufer zur machen. Denn bei der Genebmi-dem Militärregierungsgesetz Er. 52, deren Pehlen zur Erörterung steht, handelt es sich gerade n bloßes Eintragungshindernis, um eine lediglich igkeit des Grundbuchamtes bedeutungsvolle Pörmlich-Iforührt vielmehr - anders als die steuerreohtliche? - unmittelbar die bürgerlich-rechtliche Wlrk-Kauf Vertrages und der Auflassung; von dieser könnte man in der Tat sagen, daß mit Ihr - wie sion ausgedrückt hat - "das Grundgesohäft steht Daß Rechtsgeschäfte der in Art. II MilRegG 52 4rt, wenn sie ohne ordnungsgemäß erteilte Gäneh-Ermächtigung der Militärregierung abgeschlossen Reohtswirksamkeit entbehren, ergibt sich unmittelbar Ob hierauo, wie das Berufungsgericht angenommen hat, zugleich für die Vertragspartner - also insbesondere auch für den Grundstücks Verkäufer - unter dem Seoichtspunkt der gegenseitigen £reuepflicht eine rechtliche Verpflichtung entstanden war, auf eine Genehmigungserteilung tiinzuwirken (so OLG Stuttgart SJW 1953, 670), oder ob eine solche Verpflichtung möglicherweise nicht früher zur Entstehung gelangen konnte als diejenige aus § 433 Abs« 1 Satz i BGB zur Verschaffung deo Eigentums (die aber ihrerseits erst cnit.der Genehmigung selbst entsteht), hat der Senat in BGHZ 5, 173,-178 offen gelassen. Denn hier wie dort greift auf jeden Pall die weitere Erwägung Platz, daß von einem Bewirken der dem Verkäufer obliegenden Leistung im Sinne von § 18 . habe übersähen, ihre Leistung;» ha bewilligung, berc vision rügt ferner, das Berufungsgericht daß die Klägerin als Grundstücksverkäuferin qdlung, nämlich Auflassung und Elntragungs-its vor dem 8» Mai 1945, dem fege des Die Rechtsstellung der Parteien habe durch das erit später in Kraft getretene Gesetz nicht mehr verändert werden kühnen. die Anwendbarkeit der Vorschrift keine Rolle, ob in einem früheren Zeitpunkt der Verkäufer alles, was ihm nach der damaligen Rechtslage oblag, getan hatte« Ist in der Folgezeit, ohne djiß die vertraglichen Pflichten bisher vollständig erfüllt waren, ein neues Gesetz in Kraft getreten', durch das - wie dies bei dem Militärregierungsgesetz Nr. 52 der Pall war - nicht nur die Erfüllungshandlungen, sondern auch die Gültigkeit due Vertrages selbst von einer behördlichen Ge*r nehmigung abiiängig gemacht wurde, und stand diese Genehmigung, am Währungen'»ichtage noch aus, so kann von einem Bewirken der Leistung im Sinne von § *18 Abs. 1 Nr* 2 UmstG nicht mehr gesprochen wurden. 4 f)* Pür sine abweichende rechtliche Beurteilung wäre nur dann Raum, wenn etwa Auflassung®erklärung und Bintragungsbewilligung der Klägerin, nachdem einmal der Einträgungsantrag bei dem Grundbuchamt gestellt worden war, gemäß §§ 878, 873 Abs. 2 BGB durch die &piter eingetretenen Verfügungebesohränkungen nicht mehr in ihre:? Bipa Ausnahme in dieoer Einsicht bilden jedoch, wie das Berufungsgericht zutreffend aasführt, die Anordnungen dur ehemaligen Beo^tzungsmäch'te, die dem deutschen Recht undoätzlich Vorgängen (vgl« Dölle/Zweigert, Geeetz Er« 52 Handziffer 244, S« 291)« Zum mindesten auf das hier in Betracht kommende Militärregierungegeoatz Er. 52 findet,deshalb § 878 BGB keine Anwendung $ der erkennende Senat schließt s:.ch insoweit unbe<[enklioh der wohl einhelligen Meinung in Schrifttum und Rechtsprechung an (BGB RGHK 11. habe geaahli; werden sollen und daß dieser Umstand ebenfalls die Gfegenlej.stung der Klägerin als "noch nicht bewirktn erscheinen lat oe, handelt es -sich um eine Hilfserwägung, auf der die Ents cheidung nicht beruhts eie wird vielmehr bereits durch das Pohlen der nach dem Militärregierungogeceta Er-52 erforderlieiten Genehmigung getragen- Wenn die Revision in diesem Zusaiimenhang von einer Stundung des Kaufpreises spricht die nach de>r Entscheidung des erkennenden Senats in BGHZ 2» 569 die Anwondbarkeit des § 18 Abs- 1 Hr. 2 UmstG ausschließe-so mißversteht nie die angeführte Entscheidung- Port ist lediglich dargelegt', worden * daß es für die Anwendung der genannten Bostimmung, ähnlich wie hei $ 454 BGB, auf den Zeitpunkt ankomme, von welchem ab der Verkäufer in der Hegel, de ho wenn dar Kaufpreis nicht gestundet sei, diesen verlangen könne (aaO \U 375 ff| vgl- auch Uf tfmetG § 18 Abs- 1 Ziff® er ha'; dies vielmehr in dem Zeitpunkt getan, von dem ab er, falls er die Stundung nicht bewilligt hätte, kraft Gesetzes Zahlung hätte beanspruchen können- Etwas Abweichendes besagt auch die Entscheidung BGHZ 5, 214 nicht, auf die sich die Revision ferner beruft} wenn der Senat dort entschieden ha;» daß eine Kaufpreisforderung, deren Fälligkeit die Vertragsparteien im Wege der Stundung bis nach der Währungsreform hinausgeschoben hatten, gleiohwohl unter das UmstellungSigeeebz falle, so ergab sich daraus noch nicht» daß sie nach dessen § 16 im Verhältnis 10x1 umgestellt, worden sei} diese :?rage hing vielmehr, ohne daß es auf die Stundung ankam, davoi ab, ob die Ausnahmevorschrift des § 18 aaO Anwendung £* finden hatte oder nichtIm übrigen stellte im vorliegendea Pall die Vereinbarung der Parteien, wonach die Beklag be den Kaufpreis er3t nach Eintragung des Eigen- 6, 91 verweint, die für eine Umstellung im Verhältnis 10sl sprechej so übersieht sie, daß es-sich dort nicht um eine Kaufprelafordering gehandelt hat* sondern um einen Ruts chädigunge aus pruch wegen Enteignung; außerdem ist die angeführte Entscheidung durch den Beschluß des Großen Senats für Zivilsachen BGBZ 11, 156 überholt (S< 167 äaO; vgl.