BGH · V ZR 126/55
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
In einem.Schiedsgerichtsverfahren ist zwischen den Parteien ein Schiedsspruch ergangen, durch den die Antragsgegner verurteilt worden sind, der Antragstellerin .., # f • Auf Antrag der Antragstellerin hat das Landgericht den Schiedsspruch durch Beschluß für voll- streckbar erklärt» Auf den Widerspruch der Antragsgegner hat es diesen Beschluß durch Urteil bestätigt; das ihre Berufung zurückweisende Urteil ist gemäß § 708 Nr 7 ZPO für vorläufig vollstreckbar erklärt wordene Sie haben rechtzeitig Revision eingelegt und beantragt, die Zwangsvollstrekkung aus diesem Urteil gemäß § 719 Abs 2 ZPO einstweilen ein-zustellen« Zur Begründung haben sie vorgebracht, daß eine im Wege der vorläufigen Vollstreckung erzwungene Auskunftserteilung nicht mehr würde rückgängig gemacht werden können; das würde ihnen einen nicht zu ersetzenden Nachteil brin-gen0 Der Antrag ist abzulehnen, weil die Antragsgegner nach dem Tatbestand des angefochtenen Urteils in der Berufungsinstanz nicht beantragt hatten*ihnen gemäß § 7'3 Abs 2 ZPO nachzulassen, die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung abzuwenden« Daß es hier nicht - wie in den durch die Beschlüsse des ill. .keinen Unterschiede Gründe, die es rechtfertigen könnten, daß die Antragsgegner es unterlassen haben, von der ihnen durch § 713 Abs 2 ZPO eröffneten Möglichkeit Gebrauch zu machen, sind nicht ersichtlich.