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BGH

Gericht: BGH

März 2004 durch den Vizepräsidenten des Bundesgerichtshofes Dr. Wenzel, die Richter Tropf, Dr. Klein, Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch beschlossen: Auf die Gegenvorstellung der Klägerin wird der Wert des Streitgegenstandes unter Abänderung des Beschlusses vom 28. Der Wert des geleugneten Anspruchs ist, bei angemessener wirtschaftlicher Betrachtung, allerdings nicht mit der Investitionssumme gleichzusetzen. Er ist vielmehr auf den Betrag zu bemessen, den die Klägerin nach den getroffenen Vereinbarungen bei Nichtdurchführung des Investitionsvorhabens insgesamt zu entrichten hat-

BundesgerichtshofesWertAnspruchwirtschaftlichInvestitionssummeKlägerinStreitwert

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
25. März 2004 in dem Rechtsstreit
 Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 25. März 2004 durch den Vizepräsidenten des Bundesgerichtshofes Dr. Wenzel, die Richter Tropf, Dr. Klein, Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch
 beschlossen:
Auf die Gegenvorstellung der Klägerin wird der Wert des Streitgegenstandes unter Abänderung des Beschlusses vom 28. November 2003 auf 4.680.723,70 Cfestgesetzt.
Gründe:
Der Streitwert des Zwischenfeststellungsantrags überschreitet den Streitwert des Zahlungsantrags von 2.635.556,26 € um 2.045.167,52 € Gegenstand des Antrags auf Feststellung der Unwirksamkeit des Kaufvertrags der Parteien vom 20. Januar 1995 über das Grundstück 351/6 der Gemarkung L. -G. ist das durch den Kaufvertrag begründete Rechtsverhältnis. Dieses erfaßt neben dem Kaufpreis, dessen Erstattung der Zahlungsantrag gilt, auch den durch den Kaufvertrag begründeten Anspruch der Beklagten auf "Errichtung von ca. 200 Wohnungen mit ca. 16.000 qm Wohnfläche, Investitionssumme ca. 40 Mio. DM". Dies hat die Klägerin zur Begründung der Zulässigkeit des Zwischenfeststellungantrags auch ausdrücklich erklärt. Der Wert des geleugneten Anspruchs ist, bei angemessener wirtschaftlicher Betrachtung, allerdings nicht mit der Investitionssumme gleichzusetzen. Er ist vielmehr auf den Betrag zu bemessen, den die Klägerin nach den getroffenen Vereinbarungen bei Nichtdurchführung des Investitionsvorhabens insgesamt zu entrichten hat-
te. Dies sind 10 v.H. der Investitionssumme, also 4 Mio. DM (2.045.167,52 €). Hierin kommt das wirtschaftliche Interesse der Beklagten an der Durchführung der Investition zu dem Ausdruck. Der Gewährleistungsausschluß für Altlasten, sofern die Kosten ihrer Beseitigung 2 Mio. DM nicht überschreiten, ist für die geleugneten Ansprüche der Beklagten nicht wertbestimmend.
Wenzel
 Lemke
Tropf
 Schmidt-Räntsch
 Klein