BGH · V ZR 110/56
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivil Senats des Oberlandesgerichts in Gelle vom 3o Februar 1956 wird auf Kosten des Klägers mit der Maßgabe zuruckgewiesen, daß dieses Urteil und das Urteil der 4o Zivilkammer des ,** Landgerichts in Gottingen vom 10* März 1955 aufgehoben werden, soweit sie über die Kostep . de und zunächst in seinem Beruf nicht tätig werden konnte, schlossen die Parteien am 15« April 1947 einen schriftlichen Pachtvertrag* der den Kläger berechtigte, auf die Bauer von 9 Jahren das etwa 6 l/2 Morgen große Grunde stück seines Onkels* am Stadtrand von NflBID* Gr^fc-0 Straße Nr # gelegen, durch Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie durch Kleintierzucht und Kleintierhaltung zu nutzen« Bas Grundstuck, eine frühere Tongrube, in welcher sich ein Teich gebildet hatte, nebst Üferge-lände mit hohen Böschungen, war bis dahin brach gelegene Nach § 4 des Pachtvertrages war der Pächter berechtigt, zu dem Zwecke von Kleintierzucht und Kleintierhaltung zweckentsprechende Bauten auf demPachtgruMs tück zu erricht ten. Vor dem Bandgericht hat,der Kläger beantragt, den Beklagten.zur Zahlung von 6 100 DM nebst 4 $ Zinsen seit dem, 1„ Oktober 1955 zu verurteilen» Er beanspruchte diesen Betrag als Entgelt für die durch die Errichtung des Gebäudes hervorgerufene Wertsteigerung des Grundstücks» Der Beklagte, so führt der Kläger aus, habe sich vom Portgang der Bauarbeiten ständig unterrichtet, mit Hat und Tat Hilfe geleistet und auch dann noch kei- Hach seiner Darstellung hat er niemals sein Einverständnis zur Errichtung des Gebäudes gegeben., das nach seiner Auffas sung von vornherein als Wohnhaus aufgeführt_ worden seiB Er habe vielmehr von Anfang an gegen dieses Bauvorhaben Widerspruch erhoben* Er brauche sieh das unfertige Wohnhaus, das keine Kanalisation habe, in seinem gegenwärtigen Zrustahd nicht auf drängen zu lassen* Es könne von ihm nicht benutzt werden; das Haus lasse sich nur mit einem hohen Kostenaufwand zu einem vermietbaren Objekt umgestalten«. ob der Kläger einen Geflügelstall errichtet und ob er sich dabei in den Sohranken des Pachtvertrages gehalten oder wenigstens mit Zustimmung des Beklagten gehandelt hat« Nach Maßgabe der dabei getroffenen Feststellungen prüft das Berufungsgericht alsdann die Berechtigung des Klageanspruches unter verschiedenen rechtlichen Gesichtspunkten, nacht Io In Übereinstimmung mit dem Landgericht führt das Berufungsgericht aus: Rach dem Willen der Parteien? die der Kläger gemäß § 4 des Pachtvertrages errichten durfte und der Beklagte gemäß § 7 des Pachtvertrages unter Zahlung einer Vergütung zu übernehmen hatte» Das Bauwerk habe eine in solider Werkmannsarbeit ausgestattete Haus-türe mit breiter Freitreppe , hohe und breite Fenster, zwei- und dreiflügelige Fensterrahmen, im Erdgeschoß auch richtige Fensterläden, im Innern seien Zimmertüren vorhanden« Auch die Gesamtbauwelse, die massiven dicken Hauswände und das Ho hl z i e g e 1 d a c h wiesen auf den Wohnhausstil hin, Wenn auch der Stall nach modernen Gesichts punkten hätte errichtet werden dürfen, so hätte doch der typische Unterschied zu einem Wohnhaus eingehalten werden müssen« Bas sei aber nicht geschehen* Das Oberlandesgerieht hat den Vertrag dahin ausgelegt , der Kläger habe einen massiven Kleinbau eines Geflügelstalles nach modernen Gesichtspunkten (verglaste lichte und heizbare Räume mit Zementböden oder Plattenbelag) hersteilen dürfen« den typischen Unterschied zu einem Wohnhaus aber wahren müssen* Ob das in Frage kommende Bauwerk diesem Erfordernis naehkam« konnte das Berufungsgericht auf Grund eigener Bebenskenntnis und Lebenserfahrung beurteilenb Es kam nicht darauf an , was die Revision verkennt, ob sich in diesem Hause eine moderne GeflügeIzueht durchführen läßt„ Schließlich kann man auch in Villen und Palästen* die zu Ställen geworden sind, eine Geflügelzucht ausüben, ohne daß deshalb die-se Gebäude ihren Typ als- Villa oder Palas t verlören * Aus diesem Grunde liegen alle Ausführungen der Revision neben der Sache, die dartun sollen, daß nur eine moderne Geflügelzucht Erfolg für einen gewerblichen Betrieb versprechen c Räume für die Lagerung der Futtermittel und des Packmaterials konnten im übrigen auch ohne Errichtung eines typischen Wohnhauses geschaffen werden* Für die hier in Frage stehende Entscheidung brauchte sieh das Berufungsgericht auch nicht durch - angeblich versäumte - Befragung des Klägers eine Unterrichtung über die Erfordernisse der modernen gewerbsmäßigen Geflügelzucht zu verschaffen*. der Beklagte könnte die Übernahme des Baues und die Erstattung der Wertsteigerung nicht verweigern, wenn er mit der Errichtung dies es Bauwerkes e invers t anden gewesen wäre oder doch in Kenntnis des Bauvorhabens den Kläger habe gewähren lassen,, Keine dieser Voraussetzungen sei aber gegebene Der Kläger habe den Beklagten über seine wahre Absicht so lange im rdbhkeln geilass en, bis die äußere Baugestaltung sie habe in Erscheinung treten lassen. Der Beklagte habe jedenfalls nie genehmigt, daß der Kläger an Stelle eines nach dem Vertrage zulässigen Geflügelstalles ein Wohnhaus errichte= Er habe noch nicht einmal versucht, hierfür die Genehmigung seines Onkels herbeizuführen. Erst mit dem Hochwachsen der äußeren Mauern hätte der Beklagte merken können, daß ein Wohnhaus entstehen Zu diesem Zeitpunkt habe er aber der Fortführung der Arbeiten widersprochen, der Kläger habe sich daran allerdings nicht gestörte Im übrigen habe die Beweisaufnahme das vom Kläger behauptete•Einverständnis des Beklagten nicht erbracht * rechtigt nachzupiüfen und zu entscheiden, ob sich aus diesem Sachverhalt vertragliehe Ansprüche des Klägers auf eine Entschädigung für die Wertsteigerung des Grund-stückes des Beklagten herleiten 1as sen„ Es ist der Auf^ fassurig, hierüber sei im landwirtschaftsgerichtlichen Verfahren bereits rechtskräftig entschieden worden. Zwar habe,der Kläger dort mit seinem Zahlungsantrage in Höhe von 18 000 DM nur einen Teilbetrag von dem gefordert, was ihm nach seiner Meinüng insgesamt zustehe, sei es als Schadensersatz wegen arglistiger Täuschung oder als Entschädigung für das Gebäude oder die übrigen werterhöhenden Einrichtungen« Sein Schriftsatz vom 9* Januar 1952 .lasse aber keine Zweifel, daß er schlechthin als Ersatz für das Gebäude insgesamt 18 000 DM haben wollte0 Die Wertsteigerung des Grundstückes sei damit voll und nicht nur zu einem Teile erfaßt worden. Bas Qfeerlandesgericht life ersieht dabei, daß auch dann, wenn der Kläger damals den Anspruch schlechthin hat einklagen wellen, der Beschluß des Oberlandesgerichtes vom 80 Juli 1952 sich efeen nur auf diesen Betrag feeziehen konnte« Der Kläger war deshalb nicht gehindert, mit der Begründung, sein Ersatzanspruch aus Vertrag gehe Über den Betrag von 18 OOO DM hinaus ? einen wei^ teren Anspruch geltend zu machen« Da der Kläger nun-mehr vorgetragen hat, sein Ersatzanspruch beziffere sich auf 51 000 DM, stand die Rechtskraft des erwähnten Beschlusses nicht entgegen, von dem restlichen Betrage (31 000 - 18 000) einen Teilbetrag von 6 100 DM neu einzuklagen. Da aber das Ofeerlandesgericht in verfahrensrechtlich einwandfreier Weise festgestellt hat, daß das vom Kläger erstellte Bauwerk keinen massiven Stall?., sondern ein Wohnhaus darstellt und gegen den Willen des Beklagten errichtet worden ist, ergibt sich? Ben auf den Tatbestand der Verbindung von Fahrnis mit einem (xruhdstüGk (§ 946 BGB) gestützten Entschädigungsanspruch (§951 BGB) hat das Berufungsgericht abgelehnt o Es führt dazu aus, der Beklagte könne die Beseitigung des Bauwerkes verlangen,, weil dieses eine Störung seines Eigentums darstelle (§ 1004 BGB) * Dieser dingli-^ che Anspruch gehe dem Bereieherungsansprueh (§§951, 812, 818 BGB) vor. Diese Bestimmung bezieht sich aber auf das Verlangen dessen, der die Verbindung gemäß § 946 BGB hergestellt hat» Er kann sonach von dem Bereicherten, abgesehen von der Bestimmung des § 951 Abs 2 BGB, die Wiederherstellung des früheren Zustandes nicht beanspruchen» Das besagt aber nicht, daß auch der Bereicherte die Wiederherstellung, sei es aus irgendwelchen rechtlichen Gesichtspunkten, nicht fordern kann» Einen andern Standpunkt hat der Senat, entgegen der Meinung der Revision in seiner Ent^- wenn er,sei es aus Vertrag (§§ 556 * 581 BOB), sei es auf Grund der Be-Stimmungen über unerlaubte Handlungen oder als Eigentum mer ff 1004 BOB) die Beseitigung des Bauwerks verlangen kann, wird im Schrifttum zu dem Bürgerlichen Gesetzbuch vielfach vertreten (Staudinger 11 y Auf! und zwar in gleieher Weise Ste 1 lunggenom-men (MDR 1954, 294)° Daß auch durch ein in unzulässiger Weise auf einem fremden Grundstück errichtetes Bauwerk eine Beeinträchtigung des Eigentums hervorgerufen werden kann, hat der Senat bereits in seiner Entscheidung vom,17* September 1954, V ZR 35/54? April 1937, RGBl I, 440; Bundeswohnraumbewirtsehaftungsgesetz vom 31 c> März 1953s § 22) erst für die Vollstreckung von Bedeutung wäre« Ein Antrag auf Beseitigung des Bauwerkes ist nämlich bisher nicht gestellt worden* Der Anspruch auf Beseitigung ist zwar durch Zustellung der Widerklage rechts ■hängig geworden (§ 281 ZBQ), der Beklagte hat aber den Antrag aus der Widerklage weder vor dem Bahdgericht noch vor dem Berufungsgericht verlesen« Immerhin sei darauf hingewiesen, daß es sich in dem vom Senat in V ZR 146/54 behandelten Palle um ein Bauwerk handelte, durch das mehrere Wohnungen geschaffen waren,, die bereits bewohnt wurden„ Im vorliegenden Palle handelt es sich dagegen um ein Bauwerk, das nach dem Sachverständigengutachten erst mit einem Aufwand von 8 000 DM 2U bezugsfähigen Wohnräumen'umgestaltet werden kann« Daß das Bauwerk in der Zwischenzeit von der Erfassungsbehörde für Wohnungszwecke in Anspruch genommen wurde, ist von keiner Seite behauptet wordene Eicht unbeachtet dürfte auch bei der Präge der Unzulässigkeit der Rechts-, ausübung bleiben,, daß der Beklagte die Errichtung des Bauwerkes nie genehmigt hatte« Es erscheint fraglich, ob ihm,mit Hilfe dieses Einwahdes im Ergebnis die Übernahme des unerwünschten Bauwerkes aufgedrängt werden könnte« Die Abweisung des auf § 951 Abs 1 BGB gestützten Anspruches ergibt sich indes, ohne daß. § 951 Abs 1 Satz 2 BGB stellt eine im Interesse des' Bereicherten getroffene Regelung dar« Sie schützt vor dem Verlangen des Entreicherten, den alten Zustand wieder herzusteilen* Aus der zu beachtenden Interessenlage ergibt sich aber, daß sich der Bereicherte des Entschädigungsanspruches durch Verweisung auf die Möglichkeit der Wiederherstellung des alten Zustandes erwehren kann, zu dem mindesten dann* wenn ihm ein Bauwerk aufgedrängt werden soll, das er nur unter Aufwendung erheblicher Kosten zu einem Ertragswert umgestalten kann= In einem solchen Falle kann es nicht als Verstoß gegen Treu und Glauben bezeichnet werden, wenn der Bereicherte, statt zu zahlen, entweder selbst den alten Zustand herstellt oder, falls ihm dies wegen der erheblichen Unkosten für die Wiederherstellung des alten Zustandes nicht zugemutet werden kann, dies dem überläßt, der den Bau erstellt hat« In entsprechender Anwendung der in § 1001 Satz 2 BGB getroffenen Regelung muß es sonach dem Schuldner der Wertsteigerungsentschädigung jedenfalls unter der bezeichneten Voraussetzung zugebilligt werden, die Zahlung durch Gestattung der Wegnahme zu er-setzen und dies einredeweise einem Klagebegehren gegen*^, über geltend zu machen (Tobias, ArchZivPrax 94, 371 , 456; Westermapn a.aO Rr 5 auEu; Planck § 951, 1 c; Staudinger aaO § 951 Anm 6 a; Wolff? Damit erledigt sich auch der weitere Einwand des Klägers, er müsse jedenfalls insoweit entschädigt werden, als er auf Grund des Vertrages berechtigt gewesen sei, einen massiven Geflügelbau zu errichten (Baugrund, Fundamente, Keller und Kellerdecke)* Wenn der Kläger das gesamte Bauwerk abträgt, ist der alte Zustand wie— derhergestellt, so daß auch in dem hier noch fraglichen Umfange eine Bereicherung des Beklagten entfällt« d) Die Behauptung der Revision, der Beklagte habe auf den Beseitigungsanspruch - und damit auf seine Ersetzungsbefugnis - verzichtet, findet in den Feststellungen desr angefochtenen -ürteils keine Stütze« Die Revision macht dem Oberlandesgericht zu Unrecht den Vorwurf, es habe auch in diesem Zu sammenhange das frühere Vorbringen und Beweisangebote des.Klägers übergangen« Auf den Schriftsatz vom 27° April 1954 kann sich der Kläger nicht berufenr weil er diesen Schriftsatz nicht vorgetragen hat (GA II, 165)o Im Schriftsatz vom 18« Juni 1954 (GA II, 175) hatte er behauptet, der Beklagte habe bei der Übergabe des Bauwerkes größten Wert auf die Feststellung seines Zustandes gelegt«. Er habe sich die Schlüssel geben far lassen und bis in das Baehzimmer hinein die Räume untersucht 0 Auf dieses Beweisangebot hat das Landgericht erkannt, die Zeugen Seidel und Bute sind vernommen worden (GA II , 230 R, 232 R)«» Bas Berufungsgericht hat sich mit dem Ergebnis der Beweisaufnahme auch insoweit befaßt (S 22 Mitte UA)« Auch auf das weitere im Schriftsatz vom 18« Juni 1954 (GA II, 175) gemachte Beweisangebot, ist erkannt worden (Beweisbeschluß vom 14 c Januar 1954 GA II, 186 f)0 Bie Burchführung des Beweisangebotes ist ersichtlich mit Zustimmung der Parteien unterblieben (GA II, 227)«» Mit dem im Schriftsatz vom 71 März 1955 (GA II, 262) ängebotehen Beweis (Zeugin Ülkin) sollte nicht der Verzichtswille des Beklagten nachgewiesen,: sondern dargetan werden, daß die vom Klä~-ger erstellte Berechnung der Wertsteigerung von Mietzinsen ausging, die auch der Beklagte als angemessen empfunden habe * Auf das so zu verstehende Beweiserbieten brauchte das Berufungsgericht von seinem Rechtsstandpunkt aus nicht einzugehen^ Bie verfahrensrechtliche Rüge der Revision kann daher auch insoweit keinen Erfolg haben«, 994 BGB gestützte Klagebegehreh nicht anerkannt, Bas errichtete Bauwerk sei nämlich keine Verwendung für das Grundstück im Sinne dieser Bestimmungeno Es habe die Hauptsache weder erhalten noch verbessert, sondern verändert o Ba es in Mißachtung und Überschreitung des Be-sitzreehtes erstellt worden sei,4 bedeute es sogar eine Störung des Eigentums. Im übrigen versagt das Berufungsgericht dem Kläger einen Anspruch für Verwendungen, weil das Bauwerk mißbräuchlich auf das Grundstück gesetzt worden sei und entfernt werden müsse« Bas ist nicht zu beanstanden«. soweit der Beklagte nach dem Abtragen des Hauses etwa noch dadurch bereichert sein sollte, daß die Aufschüttung des Geländes die Errichtung eines Wohnhauses weitgehend gefördert hat, kann zur Zeit noch nicht über- •• Räumungsurteils - gestützte Anspruch des Klägers auf Schadensersatz wegen unerlaubter Handlung ist • vom Oberlandesgericht abgewiesen; worden, weil es am Nachweis der Inzwischen ;; der den Schaden stiftenden Handlung und dem eingetretenen Erfolge fehle, Insoweit werden die Ausführungen des angefochtenen Urteils von der Revision nicht angegriffene Der Beklagte hat mit Schriftsatz vom22, Mai 1954 Widerklage auf Beseitigung des fraglichen Bauwerkes erhoben« Mit der Zustellung dieses Schriftsatzes war der Anspruch rechtshängig geworden« Über ihn ist bisher nicht entschieden worden, weil der Beklagte deh Widerklagean^ trag vor Gericht nicht verlesen hat« Mit der Abweisung der Klage hat daher das Landgericht nicht über alle rechtshängig gewordenen Ansprüche der Barteien entschieden* im Ergebnis also ein Teilurteil erlassen« Es hätte deshalb die Entscheidun über die Kosten einem Schlußurteil ■Vorbehalten-sollen* Weil erst nach Erledigung aller Ansprüche endgültig entschieden werden konnte * in welchem Ausmaße die eine oder die andere Partei obsiegt hat o Durch die Entsehe idung über die Kos ten des landge-richtlichen Verfahrens kann der Kläger auch beschwert sein*; da möglicherweise - etwa bei Abweisung der Widerklage - eine andere Kostenverteilung Platz greifen müßte« Im übrigen ist in der Rechtsmittelinstanz ohne eine entsprechende Rüge oder einen Antrag über die Kosten der ' unteren Instanzen von Amts wegen zu entscheiden, so daß es auf eine etwaige Beschwer des Rechtsmittelführers insoweit nicht einmal ankommt (Baumbach-Lauterbach* ZPO 24o Auf1 § 308 Bern 2)« Die Kostenentscheiduügen deraV^r-derrichter sind deshalb, soweit sie sich mit den Kosten des ersten Rechtszuges befassen, aufzuheben« Bei der Ent- Scheidung des Berufungsgerichts, daß der Kläger die Kosten der Berufung zu tragen hat, hat es sein Bewenden* Den Parteien obliegt es nun, mit der Entsehei dung über das rechtshängige Widerklagebegehren eine Entscheidung über die Kosten des landgeriehtlichen Verfahrens in einem Schlußurteil herbeizuführen*