BGH · V ZB 6/58 vom 28.01.1958
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- Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt§BHBBIih Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des Oberland esgerichts Frankfurt/Main - Zivilsenat in Darmstadt -vom 28. Das Berufungsgericht beruft sich entgegen der Meinung des Beschwerdeführers zu Recht auf IM Nr. 53 zu § 233 ZPO, Nach dem dieser Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu Grunde liegenden Verfahren des Prozeßbevollmächtigton wurden die im Kalender eingetragenen Fristsachen schon dann gestrichen, wenn die Akten entweder dem Prozeßbcvollmiich-tigten selbst ausgehändigt oder in ein in seinem .Arbeitszimmer befindliches besonderes Fristenfach gelegt worden waren. Der Bundesgerichtshof hat hierzu ausgeführt, es habe bei diesem Verfahren dio Möglichkeit bestanden, daß Akten, die von einem Büroangosteilten aus irgend einem Grunde benötigt und zu diesem Zweck aus dem Fristenfach entnommen worden waren, nicht mehr in das Fristenfach zurückgelegt wurden, und es habe mit solchen auf die Unzulänglichkeit des menschlichen Gedächtnisses zurückzuführenden Unterlassungen auch bei sonst zuverlässigen und sorgfältig überwachten Angestellten immer gerechnet werden müssen. Zettels an den Aktendeckel, auf dem mit Rotstift die Frist und <leren Anlaß vermerkt ist, ist zwar sichergestellt, daß die Fristsaohen beschleunigt bearbeitet werden« Aus den erwähnten menschlichen Unzulänglichkeiten, zu denen hier insbesondere noch dazu kommt, daß die Akten verlegt werden können, ist durch diese Maßnahme jedoch noch nicht ausreichend gewährleistet, daß die Bearbeitung der Fristsachen auch rechtzeitig abgeschlossen und die die Frist wahrenden Schriftstücke rechtzeitig abgesandt werden« Bas Berufungsgericht weist in diesem Zusammenhang mit Recht darauf hin, daß es auch nur durch das in dem Büro des Prozeßbevollmächtigten des Beschwerdeführers übliche Verfahren zu erklären ist, daß die Fristversäumung erst nach TTochen und auch nur dadurch bemerkt wurde, daß die Gegenseite die Unzulässigkeit der Berufung geltend gemacht hatte« Bas Berufungsgericht hat somit zu Recht das im Büro des Frozeßbevollmächtigten des Beschwerdeführers übliche Verfahren als nicht ausreichend erachtet, die rechtzeitige Absendung der Berufungsbegründungsschrift sicherzustellen. die Überwachung der Fristen an Hand des Kalenders und deren Streichung erst hei Fristwahrung anordnete, kann dahingestellt bleiben, da weder diese noch eine andere gleichwertige Maßnahme, die das Berufungsgericht ebenfalls als ausreichend angesehen hätte, ergriffen wurde«. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers bedarf es deshalb auch keines Eingehens darauf, ob nach der erwähnten früheren Entscheidung des Bundesgerichtshofs nur die erstere Maßnahme als ausreichend anzusehen ist.