BGH · V ZB 30/94 vom 19.01.1995
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
1. Das Landgericht hat die Beklagte durch Teilurteil verurteilt, Auskunft über die Höhe der monatlichen Kaltmiete für eine Eigentumswohnung für die Zeit von Januar 1992 bis Dezember 1993 zu erteilen, an der für ihren Bruder ein Wohnrecht bestellt ist, und u.a. die diesen Zeitraum betreffenden Mietverträge und Änderungsvereinbarungen vorzulegen. Die von der Beklagten gegen das Teilurteil eingelegte Berufung hat das Oberlandesgericht als unzulässig verworfen, weil der Wert des Beschwerdegegenstandes nach dem der Beklagten entstehenden Aufwand an Zeit und Kosten für die Erteilung der Auskunft mit 600 DM zu bemessen sei und damit die Berufungssumme von 1.500 DM (§ 511 a ZPO) nicht erreicht werde. Sie bestreitet nicht, daß ihr Aufwand, die Auskunft zu erteilen, 600 DM nicht überschreitet; sie meint jedoch, ihre Beschwer dürfe nicht niedriger bewertet werden als das Interesse der Klägerin an der Erteilung der Auskunft, das sich auf 7.000 DM belaufe. Der Große Senat für Zivilsachen des Bundesgerichtshofes hat am 24. Danach hängt der Wert des Beschwerdegegenstandes vornehmlich davon ab, welchen Aufwand an Zeit und Kosten die Erteilung der Auskunft erfordert. Maßgebend ist das wirtschaftliche Interesse des Rechtsmittelklägers an dem Erfolg seines Rechtsmittels, wobei grundsätzlich nur auf den unmittelbaren Gegenstand der Entscheidung abzustellen ist. Hat sein dahingehender Antrag Erfolg, erspart er die Kosten, die mit dem Aufwand der Auskunftserteilung ver- Somit hat das Oberlandesgericht, da der Zeitaufwand der Beklagten offensichtlich den vom Berufungsgericht angenommenen Wert von 600 DM nicht überschreitet, die Berufung der Beklagten zu Recht als unzulässig verworfen.