BGH · V ZB 27/68 vom 15.01.1969
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 15. Falls der Korrespondenzanwalt des Beschwerdeführers die Zustellungs-mitteilung des Prozeßbevollmächtigten vom 4. An der für solche Fälle schon im Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 6. Dafür ist entgegen der Meinung der Beschwerde nicht entscheidend, wie lange die Urteilsverkündung zurüeklag; der Irrtum des angefochtenen Beschlusses in diesem Punkt ist daher unschädlich» Nicht entscheidend ist ferner, ob es sich um Abschrift oder Ausfertigung des Urteils handelte; auch der genannte Beschluß vom 6. Nicht ent scheidend ist schließlich, ob der Urteilstext dem Prozeßbevollmächtigten im Regelfall nur im Weg der Zustellung zugeht; letzteres wird zwar in jener Entscheidung angenommen, ist aber dort nicht fntScheidungsgrundlage; auf die Angriffe der Beschwerde hiergegen kommt es daher nicht an, Die Rückfragepflicht stützt sich vielmehr maßgebend darauf, daß sich aus dem Besitz des Urteilstextes ohne weiteres die Zustellungsmöglichkeit und aus dem Zustollungsinteresse des obsiegenden Gegners in hohem Maße die Wahrscheinlichkeit ergab, daß von dieser Möglichkeit auch Gebrauch gemacht wurde Um unverzüglich zu sein, hätte die Rückfrage des Korrespondenzanwalts beim Prozeßbevollmächtigten - dahingestellt, ob noch vor Weihnachten oder Neujahr - jedenfalls spätestens sofort nach Neujahr, also am 2.