BGH · V ZB 14/77 vom 05.10.1977
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Gründe Die Berufung der Klägerin ist durch den angefochtenen Beschluß als unzulässig verworfen worden, weil die am letzten Tag der Berufungsfrist bei Gericht eingegangene Berufungsschrift nicht vom Prozeßbevollmächtigten der Klägerin, sondern seinem beim Berufungsgericht nicht zugelassenen freien Mitarbeiter Dr. DMHVunt er zeichnet war. Die Absprache zwischen dem Prozeßbevollmächtigten der Klägerin und seinem freien Mitarbeiter Dr. IWKKB mag hinreichend klar gewesen sein, um versehentlichen Unterschriften des Dr. unter Schriftsätzen des Pro- Da jedoch Dr. DflBierst seit einem Monat im Falle der Verhinderung des beim Oberlandesgericht zugelassenen Prozeßbevollmächtigten der Klägerin als sein freier Mitarbeiter bestimmte Schriftsätze für diesen zu unterzeichnen pflegte, durfte es nicht dabei sein Bewenden haben, daß der Büroleiterin IflHB die Notwendigkeit der Unterzeichnung einer Berufungsschrift bei Vermeidung ihrer Unwirksamkeit nur durch einen beim Oberlandesgericht zugelassenen Rechtsanwalt bekannt war; vielmehr bedurfte es bei der hier geübten Aufteilung der Unterschriftsleistungen ihrer Aufklärung über die Bedeutung der genannten Formvorschrift, der Einschärfung besonderer Aufmerksamkeit und gelegentlicher Kontrollen. 3 unter III) läßt nicht den Inhalt und die Art der Anweisungen und die Überprüfung erkennen, obwohl in dem angefochtenen Beschluß darauf abgestellt ist, der Prozeßbevollmächtigte habe nicht sichergestellt, daß die diktierte Berufungsschrift ihm selbst zur Unterzeichnung vorgelegt werde. sehen, daß nämlich eine vom Prozeßbevollmächtigten der Klägerin diktierte und zu seiner Unterschrift vorbereitete Berufungsschrift versehentlich seinem Mitarbeiter vorgelegt und von diesem versehentlich unterschrieben wird, durch eine entsprechende Anordnung sichergestellt sein müssen, daß vor der Absendung an das Gericht eine aufmerksame Überprüfung der Unterschrift stattfindet.