BeÄnHsteAbsdirift! * ' ' ffl
bxav .03/50 2361 039
Beschluss
In der 'Landwirtschaftssache
des Landwirts Biso S
m
Antragsgegners, Beschwerdeführers und Hechts-
he s chw er de führ er s ,•
- vertreten durch Lechts&nwalt J)r,
gegen den Landwirt Hilko Sch
in Vi
Antragsteller, Beschwerdegegner und Hechtsbe-
s chw erdegegner,
- vertreten durch liechtsanwalt Br*
m
wegen Zahlung von Y/eidegeld
hat der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs als Senat für LandwirtschaftsSachen in der Sitzung vom 30«Januar
t—*•»»'!■ 4i»Hr««w<l ■ w .««iw
19.*51 unter Mitwirkung des Senatspräsidenton Prof« Br« Pritsch und der Bundesrichter Br«Hueckinghaus und Br« Tasche sowie der Obersten Landwirtschaftsrichter Mohr und Ernst beschlossen:
ij, 7 i
Die Hechtsbeschwerde des Antragsgegners gegen den.. Beschluss des Senats für LandwirtschaftsSachen des Oberlexdesgerichts in Oldenburg vom S. Aügust ’»950 wird auf seine Kosten zurückgewiesen. Ausserhalb des Hechtsbeschv/erdeverfohrons entstandene Kosten werden nicht erstattet«
Das Amtsgericht (Bandwirtschaftsgericht) hat den Antregsgegner s;ur Zahlung von 70.- Dm restlichen * Weidegeides nehst $0 Zinsen verurteilt, indem es '
f 1 " „
die-Verteidigung de s mntragbgegners, er habe iSnde -*;v *« ■• * « »«
, Ju^i 1949 den Weide vertrag rechtswirksam zur Auffie-';*/ /hung "gebracht,‘nicht hat durchschlagen lassen«
•s.*
Die gegen den.
gegenständes gemäss Br beantragt, unter
Beschluss .des Amtsgerichts einge-
'* *
legte sofortige Beschwerde des Antragagegners hat das Oberlandesgericht‘als unzulässig verv/orfen, v/eil der .
vorgeschriebene '.#ert des Beschwer-mehr als 100.- Dui nicht erreicht
in § 23 Abs. .3 LVO degegenstandee von sei.
Der Antragsgegher hat formund fristgerecht
. __ r
Aechbsbeschv/erde ei igelegt. 3t macht geltend: Das
*
Oberlandesgericht' Mbe zu Unrecht die sofortige Beschwerde, als unzulässig verworfen. Denn im vorliegen-
", 1 , / *
den Verfahren handl5.es sicli um die l'rage der 'Beendi- *• gung eines Pachtverhältnisses. ^Die^sofortig^ Beschwerde sei daher ohne Rücksicht auf den Wert des Beschwer^e-
§ 23 .Abs. 3 Satz 4 nVO zulässig, Aufhebung des angefochtenen Beschlusses die Anträge des Antragstellers abzulehnen oder das *0 be rlande spricht anz^weison, zur Sache ma-
entscheiden.
J.er beantragt, die Rechtsbeschwerde
teriellrechtlich zu . Der Antragsiel zuriiekzuweisen. und d
der aussergerichtlie zuerlegen*.. Br vertri stiimung des. §‘23 Ab
wenn, die Präge der. Beendigung des Pachtverhältnisses
eza Antragsgegner die Kosten einschl hen Kosten des Antragstellers aüf-tt den Standpunkt, dass *ctie Be-/ s. 3 Satz 4 I»V0 nur anwendbar'sei,
3 Satz cht
den eigentlichen Gegen bloß eine Vorfrage für
i ~
Die Kechtsbeschwei
* 4
landesgericht die sofo’i verworfen hat (§2 Abs* det. Hach § 2-3* Aha. 3 Beschwerde ohne xhickai gegenständes zulässig, Bestehens, der Verlange^ vejhältnisses handelt"
*' OberlandesgVricht ,ist !d seWesbestimmung nur an .hären Gegenstand des V Scheidung solhst'die' gerung oder .Beendigung nicht cftich^dann, wenn Scheidung zu diesen Fr
liehen Entscheidung
* > % « , *
’ un' jeder.; einleuchtenden je'der inneren Rechtfei'ti hinsichtlich* der *2uläbsi
besenders zu'begünstigen
> * *
Felle aus-,einem Pachtvepr aber dann, wenn, er auf „stützt wird* Denn mag der eingeklagte Pachbzlh begründet oder, unbegrün die'Frage 'des Bestehens digung des Pachtvertrags rechtskräftige “ jJntschei d des Bestehens, der Verlä
Fra
bl ag Stei
sltand des Verfahrens und nicht * di©.Entscheidung bilde. ; de ist zulässig, da das Ober-', tige’Beschwerde als unzulässig. 3 X.VR)« Sie ist aber unbegrün-
-X
4 IVO, ist' eine sofortige .. auf.den Wert des Beschwerde-"wenn es sich um die“Frage deä, ung "oder-Beendigung des Pachtr
« > ^ x * *
In 'Übereinstimmung *nit dem
*r Z , t *
avbn auözugehon, dass diese G.e-,
lirendbur ist, wenn den unmittel-
vS “
erfahreno. und damit der Ent-ge. des Bestehens, der Verl$nT, eines Pachtverhältnisses bildet oß in den Gründen der Enb~ . gpn als Vorfragen* der eigen fc-.
Llung’ 2u nehmen ist* -js fehlt Gesichtspunkt und damit an : ’ l' Lgung, einen Zahlungsanspruch gUeit eines -Rechtsmittels dann , wenn er wie im vorliegenden $ra*g.abgeleitet wird, nicht ..
« * * » * V *
einen anderen atech tagrund ge-rch.die ergehende *EntScheidung
< 4 4 04 * * ♦ » * *
sunspruch 'rechtskräftig als -det festgestellt werden, über ' 9r der Verlängerung oder Been-selbst wird damit keine ung herbeigeführt* Die Frage ’ ingerung oder Beendigung des '
du;
--"A'* ir *r
> t
4 -
'?
/
MT’
»•ft
♦ Vc
.<T ^ . '* ** »• V *
*V "■
.._a -: i
, s
► V*Jj
«*3*
&
Pachtvertrags v/ird zur als' Vorfrage der Entscheidung geprüft, und es steht nichts im Wege, in einem anderen Verfuhren zwischen -denselben Parteien diese Vorfragen
anders zu entscheide! Fragen den unmittelbs damit der Entscheidun die ergehende Putsche kräftig zwischen den' verbindliche XLars.tel Pachtverträge auch* be kleinerer Pachtfläche nicht selten nn seine
Bilden dagegen die genannten ren Gegenstand des Prozesses und g,'so werden diese Prägen durch iidung ein für allemal rechts- ^ Parteien geLlärt«‘Eine solche lung hat bei; der*Bedeutung, die i hiedrigem: Pachtzins und damit vielfach für .den Pächter, v/eil*
» « < * Ä , 4* “
♦ n * ' •+
Existenzgrundlage rührend,' ,h^bej
häufig eine, sehr einschneidende Wirkung. Von ähnlich ?
einschneidender Virkusg kann .eine solche recht skr äf-r ^
* w * % 4 * v « „ < * « - - ^
tige Klarstellung aber auch für den Verpächter sein«,
Die Auswirkungen für Pächter und Verpächter sind de halb'besonders grpss, weil bei Besteben eines Pacht-" Vertrages -die Wahrscheinlichkei t; einer Jahrelangen
Fortsetzung' desselben sehutzänordnungen bec
wegen, der Höflichkeit vbfr PÄcht-T . » * . - ' • * *« ;eht* Es hat daher einen guten
gesetzgeberischen öra,0, /ür ..feinen,.i(ecLtS3tr8i;t -über
“das' Bestehen oder die Beendigung eines Eandpaglitver-
trage’s die gleichen Rochtemittelvergünstigungen zu-*' ,
gewähren, wie sie bei-'ijäet- und'Pachtauihebungsklägen “v
*über Bäume aus sozial«>n Gründen seit langem bessehen
* C §§ 14V *36 ISSchS)- näm* .Vch eirT'RecHtsmi fctel ohn© iüick-v* * * * * * - - “ * siclrt-aufed©« Wert*‘deS'Besch^erctegegenBtandes zu geben;
< * # - v T ^ % * * »'
Bd’S' Oberlandesgericht X&t .hiernach die -Bestimmung .des^ §*25 Abs* "3 Satz 4/IVO zutreffend ausgelegt und- *diev
> ' w •*» , _
sofortige Beschwerde*des-Aftträgsge^ners daher* mib^* -
- • ' ^ * 1 *
uecht als unzulässig yerv7orfen*
%“ r%
m t
V
dem Antrags
i
# »
* v y. V
»4 »%
s
< * «I
^ ♦
\ .Ik
*> 4
- i % •
SK* <«?♦ „ *L - > .
£*
■V,
. *:*/: .• i, ••■•^
V 1
gegner auch die. aussergerichtlichen Kosten
, trage tellers id Rechts he schw'erdever fahren gen bestand nicht.
., gez. Dr. Pritsch gez*DroHueckinghaus
aufzuerle
>**
4 t.
i
I
Tasche
-L O
fa? Ckedhtib$t(lhk
J
I
1
1
•i
f
« *
:*
t*
■"■i; .«* >- -
\
*
%
< 4
> »
**' *
>*
>
*
j
*
♦ -
i
I
f
i «
j
t
i
t
I
* 4
"V*;
*»
* *
f,v
... - r
M
» >
I »