BGH · V BLw 81/50
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Bauer Johann L^|^^ hat durch Vertrag vom 23« Hai 1934 seinen Erbhof auf seinen Sohn Johannes Übertragen» In diesem Vertrage sind für die Geschwister des Übernehmers und die Kinder einer verstorbenen Schwester Abfindungen festgesetzt worden« Die Antragsteller in', zul) erhielt ein Grundstück von 6.83 ar und ein Wohnrecht in den übertragenen Hause» In einem Nachtragsvertrag vom 3o« Hai 1934 wurde ihr ferner ein xtecht auf lebenslängliche Verpflegung eingeräumt, an dessen Stelle sie ein Kostgeld von 0.60 D2I täglich verlangen kann« Dagegen braucht der Übernehmer für ihre Kleidung, für Arzt- und Apothekerkosten und den sonstigen Unterhalt nicht aufzukommen. 13 HöfeO als weichende Erben nach ihrem Bruder Johannes gegen den Antragsgegner geltend gemacht, sind jedoch mit ihrem Anträge von dem Amtsgericht abgewiesen worden» Die von ihnen eingelegte sofortige Beschwerde hat das Oberlandesgericht durch Beschluß vom 5o April 1949 zurückgewiesen, weil der Erbfall nach Reichserbhofrecht zu beurteilen sei und den'Antragstellerinnen daher keine Abfindungsansprüche nach Höferecht zuständen« Diese Entscheidung haben die Antrag3tellerinnen nicht angefochten« Präge kommen könne« das Beschwerdcgericht hat weiter die vertraglichen Ansprüche der Antragstollerin zu 1) in Betracht gezogen und ist dabei zu dem Ergebnis gelangt, daß diese hinter den rechten aus dem Heinatzufluchtsrecht zurückblieben, da sie der Antragstellerin zu 1) nicht den vollen Unterhalt , insbesondere keinen Anspruch auf Kleidung, Arzt-und Apothekerkosten und den sonstigen Unterhalt gewährten, sondern ihr nur einen Anspruch auf Verpflegung gäben* Das Beschwerdegericht hat daher auch der Antragstellerin zu 1) ein Heimat zufluchts-rccht zugebilligt, sofern dessen Voraussetzungen vorliegen« Die Rechtsbeschwerde rügt, daß sich das Beschwerdegericht mit den Ansprüchen der Antragstellerin zu 1) aus dem Übergabevertrage vom 23* Mai 1934 nebst Nachtrag befaßt und sie umgewandelt habe, obwohl sie niemals bestritten worden und auch • ; ‘ | e ht 3 b e s chv;erde weist darauf hin, daß der Antragsgegner zur Erfüllung dieser Ansprüche bereit sei und sie, wenn sie zur Erörterung gestanden hätten, ohne weiteres anerkannt haben würde, zu demal da die Antragstellerin zu 1) das Wohnrecht stet3 ungeschmälert ausgeübt habe« Die Rechtsbe3eh\verde bittet ferner um Prüfung der Präge, ob die Antragstellerinnen, falls die gesetzlichen Voraussetzungen sonst gegeben seien, überhaupt ein HeimatZuflucht3recht hätten« Sie macht, geltend, ein solches Recht stehe nur den Abkömmlingen, nicht aber den Geschv/istern des HofeigentÜrners zu, und meint, zur Zeit des 2odes des Johannes seien keine Ansprüche der Antrags teil er ihnen vorhanden gewesen, die sich nunmehr gegen den Antragsgegner richten könnten, zu demal da er nicht Anerbe, sondern Hof erbe nach Höferecht geworden sei© Die Rechts- Daß das Beschwcrdegcrieht eine Umwandlung der vertraglichen Ansprüche der Antragstellerin zu 1) nicht hat vornehmen wollen und nicht vorgenommen hat« ergibt sich aus seiner Erwägung, das Heimatzufluchtsrecht gehe weiter als die hechte aus dem Übergabe-* vertrage, da in ihm ein Anspruch auf Kleidung. den Abkömmlingen und den Eltern des Erblassers ein Heir-atzuflaclitsrceht« Als Schwestern ihres Bruders Johannes konnten die Antragstellerinnen daher bei dessen Tode kein Heimataufluchtsrecht erlangen, selbst wenn auf diesen Erbfall Erbhofrecht zur Anwendung zu kommen hat, wie das Oberlandcsgericht in seinem rechtskräftigen Beschluß von 5« April 1949 angenommen hat« Die Antragstollerinnen leiten denn auch ihre Ansprüche nicht aus diesem Erbfall her, sondern berufen sich» da sie auch mit.ihren Abfindungsansprü-chen aus §§ 12, 13 HöfeO abgewiesen worden sind, darauf, daß ihnen das Heimatsufluchtsrecht als Abkömmlingen ihres Vaters zustehe« Als solche waren sie ?.Iiterben imid-pflichtteilsberechtigt« Die Voraussetzungen für einen Versorgungsansprach aus § 30 Abs*3.! rechts 2« Äufl Seite 535t» Wöhrmann Das Ileichserbhof-• recht 3* Auf 1 § 30 Anm li,2; Vogels Heichserbhofgö--sets 4« Auf1v0 30 Ähm 5)• Schuldner der mit diesem Erbfall entstandenen und noch nicht erfüllten Ver±-\Y\V'-sorgungsansprüciie war Johannes als Anerbe des Hofes o Diese Ansprliehe sind nicht etwa dadurch erloschen , daß der Antragsgegrier Hbfnachfolger nach sei-* nein Brüder Johannes geworden ist, denn Träger dieser• ^ Versorgung ist der Hof« Infolgedessen v.ird, wenn im Augenblick dös Todes des versorgungspflichtigen An- . desgericht in seinen Beschluß von 5« April' 1949 an-, genommen hat* Anerbe nach ‘seinen Bruder Johannes geworden ist, die noch, bestehenden, durch den l'od seines Vaters begründeten Versorgungsansprüche zu erfüllen« Sollte der Antragsgegner hingegen, wie das Amtsgericht in seinen Beschluß vom 27« August 1948 festgestellt hat, Iloferbe nach Hüferecht geworden sein, so kann er hieraus nicht herleiten, den Antragstellerinnen gegenüber zur Gewährung der Keimatzufluehfcnicht verpflichtet zu sein, denn er konnte als Hechtsnachfolger seines Bruders den Hof'nur mit den Verbindlich-• • * ♦ ' * . keiten erwerben, die zu diesem Zeitpunkt auf ihm lasteten« Bas Keimatsufluchtsrecht der Antragstellerinnen ist danach durch den Erbfall vom 4« September 1945 in seinem Bestand auch dann nicht berührt worden, wenn der Antragsgegner Iloferbe nach Kbferecht geworden ist« Bie üechtsbeschwerde übersieht, daß das Heimatzu*?luchts recht bereits mit dem Erbfall entstanden und ledig- ./• lieh seine Geltendmachung von,dem Eintritt einer unverschuldeten Notlage abhängig ist (Bbelle aaO Seite 334)« Bie Antragstellerinnen haben ihre aus § 30 HEG hergeleiteten Ansprüche allerdings erst nach der Aufhebung des Heichserbhofgesetzes erhoben« Burch diese Aufhebung sind indessen die für sie schon.früher entstandenen Hechte nicht berührt Y/opden« Bas ergibt sich zweifelsfrei aus § 59 Abs 1 Satz .1 LVO, der die früher begründeten »Hechte aufrecht erhalten hat, und aus § II o Die Rechtsbeschwerde wirft den Beschv/erdegericht ferner vor, zu Unrecht eine ITotlage der Antragstellerinnen bejaht zu haben, indem es dem nicht hinreichend Rechnung getragen habe, daß der Antragstellerin zu 1) auf Grund des üborgabevertrages Versorgungsanspräche zuständen und daß die Antragstellerin-zu 2) Eigentü- , j Diese Rüge ist zu dem Teil gerechtfertigt* Die Ah-tragstellerinnen haben bis zu dem Tode ihres Bruders Johannes auf dem Hofe gelebt und sind dort völlig unterhalten worden« Hierin ist nach dem Erbfall ohne ihr Verschulden eine Änderung eingetreten, da der Antrags-"gegnei* als Hofnachfolgcr. Die Antragstollerin su 2) hat keine Versorgungsansprüche auf Grund des Übergabevertrages« Sie ist daher erst recht darauf angewiesen, auf das Heimatzufluchtsrecht zurückzugreifen, wenn ihr eigene Mittel zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts nicht mehr zu Verfügung stehen« Gegenüber der Annahme des Beschwerdegerichts, daß bei den Antragstellerinnen eine Notlage vorliege, hat die Rechtsbeschwerde mit Recht auf den Grundbesitz der beiden Schwestern hingewiosen« Das BeschwerdegericHt hat eine Notlage bejaht, weil den Antragstellerinnen ein Verkauf der Grundstücke nicht zuzu demuten sei« Diese Ansicht entbehrt einer hinreichenden Begründtmg« Eine Notlage des Berechtigten ist anzunehmen, wenn er vermögenslos ist und sich aus eigenen Kräften nicht unterhalten kann, ihm auch kein mit Erfolg durchsetzbarer Unterhaltsanspruch gegen imtcrlialtspflichtige Verwandte oder seinen Ehegatten zusteht (Wöhrmann aaÖ .§ 30 Arm 16; Doelle aaO Seite 327; Vogels aäO § 30 Ana 34)« Grundsätzlich wird man daher von dem Berechtigten verlangen müssen, daß er, ehe er auf das Recht, der Heimat Zuflucht zurückgreift, diejenigen Einnahmen aus seinem Vermögen zieht, die bei verständiger Verwaltung gezogen werden können, und daß er notfalls durch Verkauf oder eine andere Verwertung des Vermögens die zur Bestreitung des Unterhalts notwendigen Mittel gewinnt (BGB NGNK 8* Auf! keine näheren Ausführungen gemacht, insbesondere sich nicht über den Wert der Grundstücke ausgelassen« Das hätte aber geschehen müssen, denn von ihrer Beschaffenheit und Verwertbarkeit wird es in erster Linie ab-hängen, ob die Veräußerung der Grundstücke auf eine unwirtschaftliche Verwertung hinauslaufen würde oder ob den Antragstellerinnen'eine Veräußerung des Grundbesitzes und die Verwendung des Erlöses zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts zuzu demuten ist, ehe sie den An-tragsge^ner auf Grund des Heimatzufluchtsrechts in Anspruch nehmen* Insoweit fehlt es an der nötigen Aufklärung des Sachverhalts und an einer hinreichenden Begründung*' Da hiernach noch weitere tatsächliche Feststellungen erforderlich sind, rechtförtigteschon dieser Mangel des Verfahrens die Aufhebung des ange- ; fochtenen Beschlusses« !Pür dieBeantwortung derauf-, geworfenen Frage könnenmöglichierweise die Richtlinien einen Anhaltspunkt bieten^ die"sich bei den Ptirsprge-; behörden bezüglich der Behandlung kleinerer Vermögens-; 4 III© Die Rechtsbeschwerde wendet sieh ferner gegen die Umwandlung der Haturalleistungen in eine Geldrente und macht geltend, hierfür fehle es an einem hinreichenden Grunde, denn den Antragstellerinnen könne auch auf dem verpachteten Hof Verpflegung gewährt werden, indem entsprechende Abmachungen mit dem Pächter getroffen wür- . Sie rügt, daß das Beschwerdegericht von einer Größe von 60 Morgen ausgegangen sei und seiner Berechnung einen Reinertrag von 21ÖO DM zugrunde gelegt habe, und meint, alles das müsse außer Ansatz bleiben, was der Antragsgegner durch eigene Tüchtigkeit bei einem Tausch oder durch eigene Mittel hinzuerworben habe* Dem Antragsgegner verbleibe, so führt die Rechtsbeschwerde weiter aus, bei einer R^nte von 1500 DM jährlich und Krankenhauskosten bis 300 DM unter Berücksichtigung der sonstigen ihm auferlegten Leistungen überhaupt kein Reinertrag« Sie wendet sich auch gegen die Regelung: des den Antragstellerinnen zü-gesprochenen Anspruchs auf ärztliche Versorgung, der ihrer Meinung nach auf den notwendigen Bedarf beschränkt und von dem Einsatz und der Erschöpfung der eigeneii gesehenen Weise gewähren könne, weil er den Hof nicht selbst bewirtschafte und nicht auf der Hofstelle lebe* Daß das Beschwerdegericht es unter diesen Umstanden für erforderlich gehalten hat, an die Stelle der sonst auf dem Hofe zu gewährenden Verpflegung eine Geldrente zu setzen, ist nicht zu beanstanden* Der Einweis der liechtsbeschwerde, der Unterhalt könne den Antragstellerinnen trotz der Verpachtung auf dem Hofe gewährt werden, verfängt nicht«Uie der Antragsgegrier selbst vorträgt, wäre das nur durch eine entsprechende Vereinbarung zwischen ihm und dem Pächter zu erreichen« Öb dieser dazu bereit sein würde, steht dahin* Hiervon abgesehen kann den Antragstellerinnen nicht zugemutet werden, sich von dem Pächter, einem Familienfremden, versorgen zu lassen, denn dadurch würde ein Außenstehender in die hechtsbeZiehungen zwischen dem Verpflichteten und den Berechtigten eingeschaltet und so eine Quelle für Unzuträglichkeiten geschaffen werden, die bei einer Unterhaltsgewährung durch den Hoferben selbst mindestens nicht in demselben Maße zu befürchten wären »Es kommt hinzu, daß das Gesetz dem in Not befindlichen Berechtigten eine Zuflucht auf dem Hofe im Kreise der Familie des Anerben als dem Bewirtschaf- . ter des Anwesens gewähren will, daß eine solche Aufnahme auf dem Hofe im vorliegenden Falle aber gerade nicht möglich ist* Es würde danach eine grobe Unbilligkeit darstellen, .wenn man die Antrags tellerinnen auf eine Versorgung durch den Pächter verweisen wollte* Mit riecht hat das Beschwerdegericht daher die Voraussetzungen für eine Umwandlung des•Heimatzufluchtsrechts in eine Geldrente bejaht, da Naturalleistungen nach dem Gesagten ausscheiden und den Antragstellerinnen deshalb die nötigen Geldmittel zur Bestreitung ihrer Bedürfnis-se zur Verfügung gestellt werden müssen* 2« Das Gesetz schreibt nicht vor, in welcher Weise die in § 59 Abs 1 LVO vorgesehene Abänderung oder Umwandlung geschehen soll« Es hat dies den Ermessen des Gerichts uberlassen, dem zugleich die Befxignis erteilt worden ist, die Rechtsverhältnisse unter den Beteiligten neu zu regeln« Das Beschwerdegericht war daher bei der teilweisen Umwandlung des HeimatZufluchts-rechts an keine besonderen Bestimmungen oder. Richtii--nien gebunden, sondern hattedie Leistungen nach pflichtgemäßen Ermessen festzusetzen« Seine Entscheidung unterliegt daher einer Nachprüfung durch das Rechtsbeschwerdegericht wiederum nur in dem oben gekennzeichneten Umfang« Bei der .Umwandlung mußte das Beschwerdegericht allerdings dem Charakter des umzuwah-delnden Rechts Rechnung tragen« Das Recht der Heimat-Zuflucht soll nach seinem Zweck und Sinn nur als letzte Reserve in Anspruch genommen werden,, wenn alle anderen Mittel und \7ege, den Unterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, keinen Erfolg mehr versprechen (Uöhrmann aaO § 50 Anm 16)« Der Zuflüchtsberechtigte kann daher nur bescheidene Ansprüche stellen;(Wöhrmanh aaö Anm 175. Vogels aaO § 30 Anm 36)« Bei der "Bemessung des Unterhalts ist insbesondere auch die Leistungsfähigkeit des Hofes zu berücksichtigen« Diese rechtlichen Gesichtspunkte hat das Beschwerdegericht nicht.verkannt, denn es hat ausdrücklich hervorgehoben, der Umfang des Rechts müsse sich nach der Art und Größe des Hofes richten und es könne nur das gefordert werden, was zu einer bescheidenen Lebenshaltung notwendig sei und die Kräfte des Hofes nicht übersteige« Gerade mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit’ des Hofes hat das Beschwerdegericht die von dem Amtsgericht festgesetzte Rente auf fast die Hälfte herabgesetzt« Die Rechtsbeschwerde hält eine Rente von 125 DM immer noch für zu hoch« Soweit sie dies damit begründet, das Beschwerdegericht hätte nur von einer Größe des Hofes von rund 37 borgen, wie sie zur Zeit des Todes des Vaters der Parteien bestanden habe, ausgehen dürfen, kann ihr nicht gefolgt werden, nichtig ist. Für die Leistungsfähigkeit des Hofes kann es aber nicht auf die Verhältnisse ankommen, die zur Zeit des Erbfalls bestanden haben, vielmehr ist auf den Zeitpunkt absustellen, zu dem von den Recht der IlcinatZuflucht Gebrauch gemacht wird. Hofe nicht mehr in der läge sind, denn das Gesetz gibt im § 30 Abs 5 HEG den Vorsorgungsanspruch unabhängig davon, ob der Berechtigte zu einer Mithilfe in der Hofesv/irtschaft imstande ist; es verpflichtet ihn nur zu angemessener Arbeitshilfe® Die Angemessenheit richtet sich nach der Größe des Hofes und'dem Alter .sowie der Leistungsfähigkeit des zur Mithilfe Verpflichteten« Infolgedessen entfällt die Verpflichtung zur Mitarbeit bei Arbeitsunfähigkeit des Zuflucht suchenden (TTdhrmann äaO § 30 Anm 17; Vogels aaO § 30 Anm 37)* \ {erhalten hatf^J) denn nur so läßt sich die Größe des Hofes, die der Berechnung des Reinertrages zugrunde zu legen ist, zuverlässig bestimmen;, An einer dementsprechenden Peststellung hat das Beschwerdegericht es fehlen lassen,, Es wird daher auch in dieser Hinsicht einer weiteren tatsächlichen Aufklärung bedarfen,v/enn sich ergeben sollte, daß eine Notlage der Ahtragstellerinnen besteht und sie Ansprüche auf Grund des Heimatzufluchts- Sollte sich bei der erneuten Prüfung ergeben, daß den Antragstellerinnen eine Veräußerung ihres Grundbesitzes niclit zuzunruten ist , so werden dessen Erträge bei der Bemessung der Geldrente zu berücksichtigen sein, denn wenn den Antragsteilerinnen die Grundstücke verbleiben, so muß ihr Ertrag nach dem oben Gesagten^zur Bestreitung des Unterhalts verwendet werden, da die.Antrags teile rinnen verpflichtet sind; zunächst ihr eige-nes Vermögen zur Deckung ihres Bedarfs; heranzuziebeh. 3o Zu Unrecht rügt dieHechtsbeschwerde die Regelung, die die ärztliche .Versorgung der Antragsteilerlhnein^l durch das Beschwerdegericht erfahren hat, indem sie sich, zwar nicht gegen die Höhe des festgesetzten Betrages wendet, den Antragstellerinnen aber erst nach Einsatz' und Erschöpfung ihrer eigenen Mittel einen Anspruch auf Zahlung gegen den Antragsgegner geben will» Eine derartige Einschränkung ist nicht angängig, denn, die Geldmittel der Antragstellerinnen sollen zur Bestreitung ihrer laufen-? ihre ärztliche Versorgung verwenden, 30 würden ihnen damit die Mittel für ihren Lebensunterhalt entzogen,« Ebensowenig erscheint eine Beschränkung auf den notwendigen Bedarf erforderlich, denn die Antragstellerinnen können ohnehin nur die Übernahme der kosten beanspruchen« die durch die Inanspruchnahme eines Arztes und durch ärztliche Verordnung entstehen« Y/as aber im Einzelfalle zur Heilung erforderlich ist, muß der Entscheidung des Arztes überlassen bleiben « Von einem Ermessensmißbrauch und einer Gesetzesverletzung kann daher in diesem Punkte keine Rede sein.« 4« Die Hechtsbeschwerde wendet sich nicht dagegen, daß das Beschwerdegericht den Antragstellerinnen die Nutzung des Gartens in der S^Bstraße zugesprochen hat« Sie bemängelt aber, daß dem Antragsgegner nicht, wie es seitens des Amtsgerichts geschehen war, das Hecht Vorbehalten worden ist, diesen Garten gegen einen anderen Garten am auszutäuschen« Biese Rüge ist berechtigt, denn die Antragstellerinnen haben im Beschwerdeverfahren gegen das Recht zu dem Austausch der .Gärten keine Einwendungen erhoben« Warum das Beschwerdegericht dem Antragsgegner dieses Recht gleichwohl abgesprochen- hat, ist nicht ersichtlich, denn das Be^ schwerdegericht hat es insoweit' an jeglicher Begründung fehlen lassen« Seine Entscheidung entspricht daher in .