BGH · V BLw 48/52
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Antragsgegner, Beschwerde- und Rechtsbeschwerdegegner, wegen Aufhebung eines Vorbescheides hat der Vo Zivilsenat des Bundesgerichtshofs als Senat für Landwirtschaftssachen in der Sitzung vom So Juli 1952 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Prof« Br« Pritsch, der Bundesrichter Dr0 Hückinghaus und Br0 Tasche sowie der Obersten Landwirtschaftsrichter Peldmann und Ernst beschlossene Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluß des 10o Zivilsenats des Oberlandesgerichts in Hamm vom •20o Februar 1952 wird auf Kosten der Antragsteller! n als unzulässig verworfene Außerhalb des Rechtsbeschwerdeverfahrens entstandene Kosten sind nicht zu erstatten vertreten durch die Rechtsanv;ält_e_j)ro I und Br« 4HHfe M in Gleichzeitig hat es sie auf gef oriclfert, innerhalb zweier V/ochen eine Freistellung gemäß § 10 BoRG zu beantragen und innerhalb eines Monats die Frage zu beantworten, welche Grundstücke im Rahmen der von ihr zugunsten der V/ertgröße mit Schreiben vom 7« August 1950 bereits getroffenen Wahl sowie welche Zubehörstücke von der Enteignung ausgenommen werden sollten,, 29 BoRG findet gegen die Entscheidung des Amtsgerichte sofortige Beschwerde an das Oberlandesgericht statt« Im § 18 Abs 1 der 3<> Durchführungsverordnung ^Verfahrens-Ordnung11) vom 5o Dezember 1949 (GVB1 NRhWf 1950, 8) ist bestimmt, daß im ersten Rechtszug das Amtsgericht und im zweiten Rechtszug das Oberlandesgericht entscheiden und .daß (Abs 3 daselbst) anstelle der LandwirtSchafts- und Oberlandwirtschaftsrichter Beisitzer mitwirken, die gemäß § 20 daselbst ernannt werden und je zur Hälfte aus Kreisen der Grundeigentümer oder ihnen gleichgestellter Personen und der Siedler oder Siedlungsbev/erber zu entnehmen sind« Sine Rechtsbeschwerde (oder eine weitere Beschwerde) gegen die Entscheidungen der Oberlandesgerichte ist nicht vorgesehen* Bi© Rechtsbeschwerdeführerin verkennt diese gesetzliche Regelung nicht, sie meint aber, aus den im Rechtsbeschwerdeverfahren V BLw 74/51 vorgebrachten Gründen ergebe sich trotzdem die Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde in Bodenreformsachen im Lande Nordrhein-Westfalen« ^as ist jedoch nicht der Pall« In der gleichzeitig zur Entscheidung gelangenden Sache V BLw 74/51 hat sich der erkennen- bestand kein Anlaß, zu demal da der Antragsgegner im Rechtsbeschwerdeverfahren bisher auch noch nicht weiter tätig geworden ist und ihm daher keine Kosten entstanden sein werden0