BGH · V BLw 46/79 vom 13.05.1981
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November 1979 wird auf Kosten des Beteiligten zu 4, der den Beteiligten zu 1 bis 3 die außergerichtlichen Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens zu erstatten hat, als unzulässig verworfen. August 1934 übernommen hat, und auf die Veräußerung von zu dem Hof gehörenden Grundbesitz durch den Beteiligten zu 4 im Jahre 1974. Das Oberlandesgericht hat die sofortige Beschwerde des Beteiligten zu 4 zurückgewiesen und auf die sofortigen Beschwerden der Beteiligten zu 1 bis 3 unter Zurückweisung der weitergehenden Rechtsmittel den Beteiligten zu 4 zur Verzinsung der vom Landgericht zuerkannten Abfindungsbeträge verurteilt. Da die Rechtsbeschwerde vom Oberlandesgericht nicht zugelassen worden ist (§24 Abs. 1 LwVG) und es sich nicht um die Unzulässigkeit der sofortigen Beschwerde handelt (§ 24 Abs. 2 Nr. 2 LwVG), wäre das Rechtsmittel nur zulässig, wenn das Beschwerdegericht von einer in der Rechtsbeschwerdebegründung angeführten Entscheidung eines der in § 24 Abs. 2 Nr. 1 LwVG bezeichneten Gerichte abgewichen wäre und der angefochtene Beschluß auf der Abweichung beruhte. Eine Abweichung ist nur dann anzunehmen, wenn das Beschwerdegericht eine bestimmte Rechtsfrage abweichend von einer Entscheidung eines dieser Gerichte beantwortet hat. Dabei ist von dem Sachverhalt auszugehen, den das Beschwerdegericht seiner Entscheidung zugrunde gelegt hat (§§ 27 Abs. 2 LwVG, 561 ZPO). In den genannten Entscheidungen wird zu dem Ausdruck gebracht, daß bei der Berechnung des Abfindungsanspruches nach § 13 HöfeO auf dem Hof ruhende Verbindlichkeiten in bestimmter Weise vom Hofeswert abzuziehen sind. Es hat die Berechnungsgrundsätze des § 13 HÖfeO (alter und neuer Fassung) nicht in Frage gestellt; es hat vielmehr nur ausgeführt, daß die im Übergabevertrag von 1934 getroffene Regelung, wonach je 1/5 von dem 30 000 RM übersteigenden Veräußerungserlös an die weichenden Erben auszukehren sei, eine Anrechnung von Belastungen ausschließe. Dieses Ergebnis beruht auf einer vom Beschwerdegericht vorgenommenen Auslegung der vertraglichen Regelung und nicht auf der nur im Rahmen der Auslegung unterstützend herangezogenen Vorschrift des § 13 HöfeO. Das Beschwerdegericht hat im Zusammenhang mit der Frage des Abzugs von Einkommensteuerbeträgen vom Veräußerungserlös die in der Entscheidung des Bundesgerichtshofes für möglich gehaltene Berücksichtigung einer nach § 16 EStG anfallenden Ertragssteuer für eine zur Berechnung des Pflicht teils bedeutsame Untemehmensbewertung (§ 2311 BGB) ausdrücklich erörtert. Die "Nichtübertragung der Argumentation" auf die vertragliche Regelung im Vertrag aus dem Jahre 1934, die das Beschwerdegericht anders auslegt, stellt keine Abweichung im Sinne des § 24 Abs. 2 Nr. 2 LwVG dar. Abgesehen davon, daß in der angefochtenen Entscheidung des Beschwerdegerichts ein dazu entgegengesetzter Rechtssatz nicht aufgestellt worden ist, wird in der VergleichsentScheidung gerade ausgeführt, daß eine analoge Anwendung des § 2313 BGB über die Berechnung des Nachlaßwertes auf Rechtsverhältnisse außerhalb des Pflichtteilsrechtes zweifelhaft sei. Die von der Rechtsbeschwerde unter Hinweis auf BGHZ 59 166 für möglich gehaltene Berücksichtigung von Billigkeitsgesichtspunkten bei der Berechnung von Ansprüchen nach §§12 13 HöfeO wird vom Beschwerdegericht nicht in Frage gestellt. Das Beschwerdegericht hat in dem angefochtenen Beschluß nicht den Rechtssatz aufgestellt, bei der Berechnung von Abfindungsansprüchen nach § 13 HöfeO alter oder neuer Fassung seien Vorempfänge der Miterben nicht anzurechnen. Es hat vielmehr auf der Grundlage der vertraglichen Regelung aus dem Jahre 1934 (je 1/5 des 30 000 RM übersteigenden Verkaufserlöses ist an die Miterben auszukehren) die Frage nach einer Anrechnung von Leistungen, die die Miterben ebenfalls aufgrund des Vertrages von 1934 erhalten haben, nicht geprüft. Bei der von der Rechtsbeschwerde angeführten Entscheidung handelt es sich nicht um einen Beschluß des Oberlande sgerichts Celle, sondern des Oberlandesgerichts Schleswig Außerdem befaßt sich die Entscheidung nicht mit der Frage nach der Anrechnung von Vorausempfängen der abfindungsberechtigten Miterben. An der in der Rechtsbeschwerdebegründung angegebenen Fundstelle (NJW 1959, 1103) ist keine Entscheidung des Bundesgerichtshofes, sondern nur ein Urteil des Bundesfinanzhofes abgedruckt. Abgesehen davon, daß der Bundesfinanzhof nicht zu den in § 24 Abs. 2 Nr. 1 LwVG aufgeführten Gerichten zählt, ist in seiner Entscheidung auch nicht die Frage der Entstehung und Verzinsung eines Abfindungsanspruches Im übrigen hat das Beschwerdegericht auch nicht den Rechtssatz aufgestellt, der Abfindungsanspruch nach § 13 HöfeO entstehe bereits vor der Veräußerung des Hofes im Sinne des dinglichen Übertragungsaktes auf den Erwerber. Die abweichende Beantwortung einer Rechtsfrage durch den angefochtenen Beschluß ist auch hier nicht dargetan.