BGH · V BLw 46/58 vom 10.03.1959
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. vertreten durch in wegen Genehmigung von Grunds tucks Veräußerungen Jlsenats des Bundesgerichtshofs als Senat für 9Sachen in der Sitzung vom 10« Marz 1959 miter Senatspräsidenten Pr. Tasche sowie der Bundes-inghaus und Pr. Piepenbrock j Auf die ßechtsbcschwerde des Antragstellers1 werden die Beschlüsse des Senats für Landwirt- I schaftsMachen des Oherlandesgerichts in Celle vomf So Oktober 1958 und des Amtsgerichts in Rotenburg/ Hann« sowie der Beschluß des Landkreises Rotenburg/7 Juli 1957 aufgehoben« Das Verfahren ist durch Zurücknahme des Gonehmigungs an träges in der Hauptsache erledigt« Genehmigung v rieht) hat aut die sofortige Aufhebung des der Landwirts sich hiermit an den Sohn d Der Antragsteller hat gegen diesen Boschluß Hec^rts-beschwerde eingelegt, jedoch innerhalb der Rechtsbeechw^r-debegründungstrist der Landwirtschaftsbohörde gegenüber,mit Schreiben vom 19« Januar 1959 den Genehmigungsantrag zu*-, rückgenommen ind dies dem Bundesgerichtshof unter Beifügung antrcg nicht mehr entsol laden werden könne und die Hauptsache erledige sei« Ria 1s ndwirtscfcaftskanrmer ist demgegenüber der Auffassung,. as Genohmigungsverfahren im landwirtechaftJLichen Grund-s tiicksvsrkehr wird nicht von Amts wegen betriebe»; sondern nur auf Antrag eingeleitet und durchgeführt* Bin'BeteiJig-tor setzt sich zwar Ordnungsstrafen aus, wenn er, ohne binnen drei Monaten nach Vornahme eines genchmigungsbedürf-tigen Rechtsgeschäfts die erforderliche Genehmigung nachgesucht zu habei:, den Besitz eines Grundstücks erwirbt oder bahält oder einem anderen überläßt oder beläßt (§ 32 Abs* 4 Buchsto a IVO)* Für das Genehmigungsverfahren hat diese Vorschrift jedoch koine Bedeutung« Rie Stellung des GenehmLgungsanträges hängt vom Willen der Beteiligten ab* Hierau3 folgt, daß der Antrag nicht*nur in ersteh Instanz, sondera auch im Rechtsmittelverfuhreji bis zur rechtskräftigen Entscheidung zurückgenommon werden kann (vgl« Barnstadt/Hayer, IVO § 13 Anm« 3 d; Baur, Rer Verkehr mit land- md forstwirtschaftlichen Giundstücfcen S. Es ist zwar richtig, daß im Genehmigungsverfahren das öffentliche Interesse vorherrscht und die GenehmlguiigsbehÖrde an die gestellten Anträge nicht Dies bedeutet jedoch nur, daß für die Ertei-agung der Genehmigung Gesichtspunkte öffentlicher Art maßgebend sind, und besagt nichts gegen die Zulässigkeit dex Zurücknahme eines Genehmigungsantrages, Zu sen Lange/Wulff zur Begründung ihrer abv/ei-sung auf den Grundsatz, daß ein Gericht seine gebunden ist lung oder Vers Unrecht verwei chenden Auffas mehr ahändem 36) zutreffend der sofortigen Beschwerde unterliegende Entscheidung nicht kann. Hierbei wird, wie Pritsch ;aaO Fußnote bemerkt, tibersehen, daß § 18 Abs« 2 FGG die Abänderbarke itf einer solchen Entscheidung nicht schlechthin, sondern nur dem Gericht, das sie erlassen hat, verbietet. Unter dex Geltung des Reichserbhofrechts konnte zwar nach § 58 EHVf 3 ein Antrag auf Entscheidung über die Erbhof-eigenschaft wie auch der Einspruch im Verfahren zur Anle«-gung oder Ergänzung der Erbhöferolle nicht mehr zurückget- nommen werden, sachliche Bnts der Antrag auf des Erbhofs au Scheidung des das Verfahren rers oder eine schwebte (vgl. Das Reichserbh % 58 EHVfO ent wenn über den Antrag oder den Einspruch eine cheidung ergangen war* Im übrigen konnte auch Genehmigung einer Veräußerung oder Belastung sh nach der zus bimmenden oder .ablehnenden Ent-Anerbengerichts zurückgenommen werden, solange auf sofortige Beschwerde des Kreis bauernfüfr-3 der Beteiligten noch im Beschwerderechtszug Vogels, REG 4* Aufl* § 37 Bern* 163; Wöhrmann, ofrecht REG 3- Aufl. gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen nicht ent-halten» Bine Zurücknahme des Gene hmigungs an träges ist allerdings dann unzulässig und unwirksam, wenn die Entscheidung :m Reehtsmittelverfahren nicht mehr abgeändert werden kann» Die Zurücknahme des Antrages in der Rcchtsmit-telinitanz setzt deshalb die Zulässigkeit des Rechtsmittels vorau« , Die dem Beschluß dos Oberlandesgerichts Celle vom 17» Januar 1949 (NdsRpfl 1949, 31) zugrunde liegende Auffassung, daß auch bei antragsgemäß erteilter Genehmigung einem Vertragsteil das Recht, auf gerichtliche Entscheidung anzutsagen oder Beschwerde einzulegen, zustehe, ist durch die neuere Rechtsprechung überholt» Ein Beteiligter, dem kein Beschwerderecht zusteht, kann deshalb auch nicht zu dem Zweck, den Genehmigungsantrag zurückzunehmen; ein Reehtsmit- Er hat jedoch während des-atsbeschwerdebegründungsfrist jedenfalls auch ichtshof gegenüber die Zurücknahme des Geneh-s eindeutig zu dem Ausdruck gebracht« Durch die s Antrages ist das Genehmigungsverfahren, weil age entzogen ist, in der Hauptsache erledigt« ng mußten die Vorentscheidungen aufgehoben na ri Die Kost Dr. Tasche enentscheidung beruht auf § 44 LwVG«