BGH · V BLw 36/52
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bie hechtsbeschwerde gegen den Beschluß des 3 o Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in Sc.hleswig von 7° harz 1952 wird auf Kosten des Hechtsbeschwcrdef iuircrs als unzulässig verworfen„ Die außerhalb des Bechtsbeschwer-deverfahrens entstandenen Kesten des Antragstellers sind nicht zu erstatten,. Preise von 300 000 DH, um ihn nach Aufschließung und Parzellierung zu besiedeln, Pur den l:r-verb der Grunds rucke und cii© Burchführung der Besiedlung stellte der Antragsteller den Antragsgegner einen Kredit von 350 000 Dil zur Verfügung, der durch Abführung eines bestirnten Teilbetrages des Erlöses aus den Verkauf der einzelnen Parzellen getilgt werden sollte. Gegen diese Beschlüsse nao der Antragsgegner sofortige Beschwerde eingelegt« Biese Beschwerde hat das Ob or1and e s geri c ht in Schleswig durch Beschluß von 7, ~iwrz i 952 insoweit zurüclcgewiesen? als sie sich ^egen die Anordnung der Zwangsversteigerung richtete« Im übrü gen hat das Beschverdegericht die Beschlüsse des Amtsgerichts aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zuriickverwicsen* Hiergegen richtet sich die Hechtsbeschverde des Antragsgegners, mit der er die Aufhebung der angefochtenen Entscheidung insoweit begehrt, als seihe Beschwer-de gegen die Anordnung der Zwangsversteigerung zurückgewiesen worden ist« Der Antragsgegner geht offenbar davon aus , daß gegen den angefochtenen Beschluß die Aeclitsbeschworde zulässig sei, weil er von dem Oberlandesgericht als Be-schwerdegericht erlassen worden ist« Biese Annahme ist irrigo V/ie der erkennende Senat in seinen zur Veröffentlichung bestimmten Beschluß vom 19c Bebruar 1952 (V BLw 27/51) ausgeführt hat, ist nach § 1 LVB die Hechts-bescliwerde nur gegen die in der Hauptsache gemäß § 25 LVO ergehenden Entscheidungen der Obcrlandesgerichte gegeben« Im vorliegenden Palle ist die angefochtene Entscheidung nicht auf Grund des § 23 LVO ergangen, denn diese Vorschrift gilt nur für diejenigen Verfahren, die den -nandv/irteckaf tsgerichten durch § 1 LVO zugewiesen sindc Tort sind die Zwangsvollstreckungenvorfahren nicht engelilhrt „ ITacli § 3 Abs 1 Satz 2 LVO tritt zwar bei der Zwangsvollstreckung in land- und forstwirtschaftliche Grundstücke das Amtsgericht an die-Stelle des Vollstreckungsgerichts und das Obcrlandesgoricht an die Stelle des Beschv/erdegerichts „ Hierdurch ist indessen nur die Zustäntiigkcit in Verfahren der Zwangsvollstrekkung in land- oder forstwirtschaftliche Grundstücke geregelt worden„ Dagegen ist es hinsichtlich der Ge-d e s^. Zwangsvo11strecku ng sverfähren sind daher nach den Vorschriften der genannten Gesetze uurehzufUhren, Da cs sich im vorliegenden Falle um die Anordnung der Zwangsversteigerung handelt, können die §§ 23 LVO, 1 LVR nicht zur Anwendung kommen<, .Die Rechtsbeechwerde ist danach gegen den angefochtenen Beschluß nicht gegebeni Sie mußte als unzulässig verworfen werden. Auf den Rechtsbeschwerdeantrag konnte auch nicht unter den Gesichtspunkt der weiteren Beschwerde eingegangen werdeno Gegen die Entscheidung über die Anordnung der Zwangsvors teige rung findet zwar gemäß § 95 ZVG die Beschwerde statt0 Danach ist grundsätzlich auch eine weitere Beschwerde zulässige.Hach dem oben Gesagten tritt indessen gemäß § 3 Abs 1 Sa.tz 2 LVO bei der