BGH · V BLw 27/51
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bei der Zwangsversteigerung eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücks ist gegen die Entscheidung des Beschwerdegerichts über die Erteilung des Zuschlags weder die Rechtsbeschwerde (§ 1 LVR') noch die weitere sofortige Beschwerde (§ 568 Abs 2 ZPO) gegebene Lvllsenato Beschluß vom 19«?Februar 1952 i»S*„ A <, (Ant ragst *) w „ L«? Verlaufr d.er Antragsgegner versucht hat, eine Aufteilung der Grundstücke unter den beiden Brüdern zu erreichen. 40 DM für -die -Parzelle 'Er festgesetzt worden waren* Die Genehmigung zur Abgabe von Geboten ist beiden Miteigentümern erteilt worden* Bei der Versteigerung ist neben dem Gesantausgebot der Grundstücke' ein Einzel-ausgebot der Parzelle !r pf^und ein - Gruppenaüsgebot der Parzellen Br "401 und vorgenommen worden* Beide- Kiteigentümer haben bei der Versteigerung jeweils das höchstzulässige Gebot gleichzeitig abgegeben* lach dem Ausg^bot der Grundstücke hat der Antragsteller beantragt»ihm alle Grundstücke zuzuschlagen, während der Antragsgegner um hehr Zuschlag, der Bär zelle lr*400}, ' an ihn1 gebeten .hät,* . Das Amtsgericht in Medebach hat durch Beschluss vorn 5* Dezember 1950 sämtliche Grundstücke dem Antragsteller zügeschlagen, weil er bereits eine Landwirtschaft in betreibe und zur Förderung seines Betriebes auf die versteigerten Grundstük-ke angewiesen sei# während der Antragsgegner als Kaufmann berufsfremd sei und nicht in wohne,, Die gegen den Zuschlagsbeschluss eingelegte sofortige Beschwerde des Antragsgegners hat das Oberlaiiclesgericht in Hamm durch Beschluss vom 14* März 1951 zurückgewiesen* Die Rechtsbeschwerde rügt Verletzung des § 5 a GebotSr YO und wirft dem Beschwerdegericht vor, seiner Entscheid einen Sachverhalt zugrunde gelegt zu haben, der mit den tatsächlichen Gegebenheiten und dem Vortrag der Parteien» in Widerspruch stehe« , Der Antragsgegner geht offensichtlich davon ans, dass* gegen den angefochtenen Beschluss die Rechtsbeschwerde zulässig sei, weil er von dem Oberlandesgericht - als Be-s chw erdeg er i cht erlassen worden ist.« Diese Annahme ist.ii rige Hach § 1 LVR ist die Rechtsbeschwerde nur gegen diel in der Hauptsache gemäss § 23 LYO ergehenden Entscheidurig gen der Oberlandesgerichte gegeben« Im vorliegenden Balle ist die angefochtene Entscheidung nicht auf Grund des I; § 23 LYO ergangen.. Diese Vorschrift gilt nur für die;1eni| gen Verfahren, die den Landwirtschaftsgerichten durch §gj| LYO zugewiesen sind«' Dort sind die Zwangsvollstreckungsrhl verfahren nicht angeführt« Nach §3 Abs 1 Satz 2 LYO trfi d- und forstep i cht an die 7 Stelle des Vollstreckungsgerichts und das Oberlandes--gericht an die Stelle des Beseliwerdegerielitsh Hierdurch ist indessen nur die |ustist T'erfalireii--der Zwangsvollstreckung in land- oder forstwirtschaftliche Grundstücke geregelt' worden! Dagegen ist ''es hinsichtlich der Gestaltung düs Zwangs vo 11 strecluong sv e 37f ahr sns seihst bei -den Vorschriften der 'Zivilprozessordnung ünd des' Gesetzes.' über die-Zwangsversteigerung und die Zwangsv.er-wältung gebliebene, : Dies ergibt sich^ wie der ernennende .Senat bereits in seinen Entscheidungen vom' '2'4t Oktober L : 1951 und 15.» Januar 1952' (V BLw 84/51 und V BLw 40/51) in Übereinstimmung mit der .Entscheidung7des Obersten Gerichtshöfs für die Britische Zone vom 18.« Januar 1950 (OGHZ 3f.164) dargelegt hat6 daraus », dass die Zwangsvoll-• streckungsverfahren im § 1 IVO nicht:erwähnt sind und nach § -24 LVÖ auch die Zwang; svolX strecluing aus Entscheidungen^ die -im'Verfahren 'in ■ 'Landwirt schafts sacken - ergehen {) nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung statt-findet« Zudem lassen sieh die Besonderheiten des Verfahrens der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen mit den Verfahrensvorschriften . §.§',■ 12 ; bis 25 LVO nicht in Einklang bringen, Swangsvollytreckung-sverfahreh sind danach:nach den-Vorschriften' der Zivilprozessordnung und des Gesetzes über die Zvahgsversteigerüng :.ünd die'. können die §§ ,25 DVÖ,, ;.:1 -LVR .nicht zur Anwendung kommen» Die Rechtsbesehwerde ist danach gegen den’angefochtenen Beschluss nicht gegeben, sodass sie schon aus diesem Grunde als unzulässig zu verwerfen war* Ausserdem erstrebt der Anträgsgegiler mit dem von ihi! würde danach auch die in § 2 Acs 1 LVR für die Zulässigkeit der Rechtsbescirwerde vorgeschriebene Beschwerde summe nicht erreicht seine Auf den Rechtsbeschwsrdeantrag konnte auch nicht urteil dem Gesichtspunkt der weiteren Beschwerde eingegangen wer-^ § 96 ZVG die sofortige Beschwerde nach den Vorschriften del Zivilprozessordnung stattsoweit nicht in den £§ 97 ~ 10« lieh auch eine weitere Beschwerde zulässige lach dem oben §1 Oberlandesgerichte eine Beschwerde nicht zulässig ist, kanft bei.