BGH · V BLw 26/77 vom 31.10.1978
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluß des Senats für LandwirtSchaftsSachen beim Oberlandesgericht Stuttgart vom 10. Juli 1976 (Nr. der Urkunden rolle 1976 des Notars S^|B beim Notariat LMM) hat die Beteiligte zu 2 mit Zustimmung ihres Ehemannes ihren im Grundbuch von LMM Grundbuchheft Nr. MB Abteilung I eingetragenen, 6,8099 ha großen landwirtschaftlichen Grund besitz für 160 000 DM an den Beteiligten zu 1 veräußert. Mit seiner - vom Oberlandesgericht nicht zugelassenen -Rechtsbeschwerde erstrebt der Beteiligte zu 1 weiterhin die Genehmigung des Grundstückskaufvertrages. Da sie vom Oberlandesgericht nicht zugelassen worden ist (§24 Abs. 1 LwVG) und ein Fall des § 24 Abs. 2 Nr. 2 LwVG nicht vorliegt, wäre sie nach § 24 Abs. 2 Nr. 1 LwVG nur dann statthaft, wenn das Oberlandesgericht von einer in der Beschwerdebegründung bezeichneten Entscheidung eines der in § 24 Abs. 2 Nr. 1 LwVG erwähnten Gerichte oder des Bundesverfassungsgerichts abgewichen wäre und der Beschluß auf dieser Abweichung beruhte. 1. Das Oberlandesgericht hat ausgeführt: Grundsätzlich müsse land- und forstwirtschaftlicher Grundbesitz in erster Linie hauptberuflichen Landwirten Vorbehalten bleiben; wenn der Käufer die Landwirtschaft nur im Nebenberuf betreibe und ein hauptberuflicher Landwirt vorhanden sei, dessen Betrieb einer Aufstockung bedürfe und der auch gewillt und in der Lage sei, das Grundstück zu dem vereinbarten Preis zu erwerben, bedeute die Veräußerung an einen nebenberuflichen Landwirt regelmäßig eine ungesunde Verteilung von Grund und Boden, Hier sei die XjBBHMpBflV* 2. a) Die Rechtsbeschwerde vertritt den Standpunkt, das Beschwerdegericht sei von dem Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 12. Februar 1963 spricht vielmehr aus, daß die Veräußerung an einen nebenberuflichen Landwirt in der Regel eine ungesunde Verteilung des Grund und Bodens bedeutet, wenn erwerbsbedürftige, erwerbsbereite und erwerbsfähige hauptberufliche Landwirte vorhanden sind (vgl. b) Eine weitere Abweichung des Beschwerdebeschlusses sieht die Rechtsbeschwerde im Hinblick auf den Senatsbeschluß vom 20. Danach gelte der Vorrang hauptberuflicher Landwirte vor nebenberuflichen nicht ausnahmslos, sondern nur unter dem Vorbehalt einer Prüfung der Umstände des Einzelfalles; die Veräußerung an einen nebenberuflichen Landwirt bedeute nur dann eine ungesunde Verteilung des Grund und Bodens, wenn erwerbsbedürftige, erwerbsbereite und erwerbsfähige hauptberufliche Landwirte vorhanden seien. Die Rechtsbeschwerde erweist sich hiernach als nicht statthaft; sie ist daher ohne sachliche Nachprüfung des angefochtenen Beschlusses in Bezug auf die weiteren von der Rechtsbeschwerde erhobenen Rügen als unzulässig zu verwerfen.