BGH · VI ZR 4/77 vom 07.11.1978
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die teilweise Annahme der Revision ist auch dann zulässig, wenn nur für einen Teil des Klageanspruchs (oder eines von mehreren selbständigen Klageansprüchen), der Gegenstand eines Teilurteils sein kann, ein Grund für die Annahme gegeben ist; mag dann auch der angenommene Teil der Revision die Wertgrenze von 40.000 DM nicht übersteigen (Ergänzung zu BGHZ 69, 93). Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Weber und die Richter Dunz, Dr. Steffen, Dr. Kulimann und Dr. Deinhardt am 7. Zivilsenats des Blindesgerichtshofs in BGHZ 69, 93, 94 ff zu folgen ist, daß das Oberlandesgericht insoweit eine Zulassungsbefugnis nicht hatte, kann dahinstehen. Selbst wenn danach die Zulassung für den Senat nicht bindend wäre, er also auch wegen dieses Postens über die Annahme der Revision entscheiden könnte und müßte, kann er sie nur bezüglich des Postens von 2.400 DM annehmen und ihre Annahme für die darüber hinausgehende Klageforderung ablehnen. Denn das Revisionsgericht ist nicht gehindert, die Annahme der Revision auf einen Teil des abgewiesenen Klageanspruchs zu beschränken, wenn dieser wie hier derart abtrennbar ist, daß er Gegenstand eines Teilurteils i.S. von § 301 ZPO sein kann, selbst wenn die Beschwer des angenommenen Teils die Wertgrenze von vierzigtausend Deutsche Mark nicht übersteigt. Daß dies das Gesetz dem Revisionsgericht nicht verbietet, vielmehr es ganz im Sinn der erstrebten Entlastungswirkung liegt, die Revision in Fällen nur teilweise anzunehmen, in denen nur bei einem von mehreren selbständigen Klageansprüchen ein Grund dafür vorliegt, hat bereits der X.Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in BGHZ 69, 93 ausführlich dargelegt. Es ist kein Grund dafür ersichtlich, eine nur teilweise Annahme der Revision nicht auch in Fällen zuzulassen, in denen es zwar nicht um einen von mehreren selbständi-