BGH · VI ZR 48/71 vom 20.06.1972
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Gründe Nach ständiger Übung des erkennenden Senats ist bei der Bewerttang von Feststellungsansprüchen bezüglich der Rückgriffshaftlang aus § 640 RVO nicht § 9 ZPO sondern §13 Abs 3 GKG entsprechend anzuwenden, so daß regelmäßig der vierfache Jahresbetrag zugrundezulegen ist« (Vgl. Lappe in Anm« zu OLG Frankfurt/M Tschischgale/Schmidt/Luet-gebrune/Lappe GKG § 13 Nr« 36 » RPfleger 1968, 228). Daran ist gegenüber der abweichenden Bewertung durch den Beschluß des Berufungsgerichts vom 30« Dezember 1970, welcher auf OLG Frankfurt aaO Bezug nimmt, festzuhalten« Der Beschluß des OLG Frankfurt nimmt auf Rechtsprechung aus der Geltungszeit des § 10 GKG alter Fasstang Bezug, einer Vorschrift, die insoweit im Gegensatz zu der bewußt weiten Fassung des § 13 Abs« 3 GKG zuF. Zwar ist in § 640 RVO dem Versicherungsträger ein ursprünglicher Anspruch gegeben, der auch dem Betrag nach von dem Individualschaden des Verletzten gelüst ist« Das ändert jedoch nichts daran, daß sein entscheidender Zweck die Schadloshaltung für die zerstörte oder eingeschränkte Erwerbsfähigkeit eines Getöteten oder Verletzten ist (vgl« auch Senatsurteil vom 30. Daher sieht der Senkt keinen durchgreifenden Grund, diesen Anspruch hinsichtlich der Anwendung der Vorschrift des §13 Abs« 3 GKG anders zu behandeln« Da8 hier der Schätz eines meist wirtschaftlich schwachen Klägers nicht im Vordergrund stehen kann, rechtfertigt eine andere Beurteilung ebensowenig, wie in den Fällen, in denen der Anspruch von einem Rechtsnachfolger (etwa gern« § 1542 RVO) erhoben wird, und wo die Anwendbarkeit des § 13 Abs 3 GKG allgemein anerkannt ist. Daher ist hier in Übereinstimmung mit dem Streit-Wertbeschluß des Landgerichts die Bewertung des Feststellungsanspruchs am 4jährigen Betrag der von der Klägerin zu erbringenden Aufwendungen auszurichten.