BGH · VI ZR 28/58
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
se.lp lief !:;ä'iesem nach und holte noch auf dem Sportsgelände den Mazin ^ £;;eih, "der mit. %bs wieder vor der Wirtschaft ab .und ging' in das OGokar- zü-Jrücko Als er sich nach einiger Zeit erneut .nach dem .Motor*. - ein zweites Mal an' sich genommen und war damit näcX'W^IW /hineingefahrerio Beim Einfahren von der &a^p|^|^^^traße' •;.;indie Innere NCHHBHP~8traße fuhr er die /beiden Kläger,* il „Der Kläger Walter GfKKtKt erlitt einen .Mittelhand-'Jknoche'nbruch links .und der linke Baumennagel wurde, ihm ab- r J'gerissen; ferner hatte er eine. Bas Öberlandes-gericht hat die Ansprüche der Kläger auf Ersatz von Vermögens- und Nichtvermögensschäden dem Grunde nach zu 3/4 .für gerechtfertigt erklärt und im übrigen ihre Berufung wegen raitwirkenden Verschuldens zurückgewiesen. Angesichts der allgemein bekannten Erfahrungstatsache, daß eine unbefugte Benutzung von Kraftfahrzeugen erheb- • * liehe Gefährdungen für den Verkehr mit sich bringt, muß von dem Halter und Führer eines Kraftfahrzeugs verlangt werden, daß er alle nach den Umständen zu demutbaren Maßnahmen ergreift, um eine Benutzung seines Kraftfahrzeugs durch Unbefugte zu erschweren« Bemgemäß wird bei Krafträdern, die nicht auf einem Jewachten Parkplatz abgestellt werden, mit Hecht durchweg verlangt, daß durch besondere Vorrichtungen (Lenk-radsperrung, Stahlruten, Ketten, Schlösser) eine unbefugte Benutzung erschwert wird (BGH Urteil vom 1. Solche Sicherungspflicht entfällt nicht etwa deshalb, weil das Leichtmotorrad, wie es der Beklagte fuhr, von der Zulassungsbehörde in seiner serienniässigen Gestalt ohne Vorhandensein besonderer Sicherungs- oder Sperrvorrichtungen zu dem Verkehr zugelassen worden ist« Denn die allgemeine Betriebserlaubnis für Typen (§ 20 StVZO) besagt nur, daB die zugelassene Serie den Vorschriften der Straßenverkehrszu-lassiuigsOrdnung und der Straßenverkehrsordnung entspricht (§ 16 StVZO) und daher im Öffentlichen Straßenverkehr benützt werden dai’f.Wie der Halter oder Führer. Die allgemeine Sorgfaltspflicht des Beklagten in dieser Hinsicht wurde, wie das angefochtene Urteil zutreffend darlegt, nach den besonderen Umständen des Falles noch dadurch gesteigert, daß der Beklagte sichere Anzeichen dafür hatte, daß ein erheblich Angetrunkener sein Rad unbefugt zu benutzen beabsichtigte. Wenn dem Beklagten, wie die Revision geltend macht, heim Besuch der Tanzveranstaltung mangels Vorhandenseins besonderer Vorkehrungen eine Sicherung nach den Umständen nicht möglich war, so ergab sich daraus nicht das Recht, von der erforderlichen Sicherung Abstand zu nehmen, sondern im Gegenteil die Pflicht, den Besuch der, Veranstaltung zu unterlasseno • 2« Bas Berufungsgericht geht zu Ungunsten der Kläger von der Darstellung des Unfallhergangs aus, die sie im Strafverfahren gegeben hatten, und macht ihnen zu dem Vorwurf, daß sie an einer hierfür ungeeigneten Stelle zu dem Oberqueren der Fahrbahn angesetzt haben, da diese hier besonders breit' und die Einsicht in die Ga^HBlHidtraße mindestens anfänglich ungenügend war« Das Berufungsgericht beanstandet ferner, daß die Kläger die Fahrbahn nicht auf dem kürzesten Weg,senkrecht zur Straße, sondern schräg überschritten haben, so daß sie von hinten angefahren werden konnten« Die Revision meint, das Berufungsgericht habe ein zusätzliches Verschulden der Kläger in dem Umstand erblik-lcen müssen, daß sie den Bürgersteig erst verlassen hätten, als sie den Motorradfahrer schon auf etwa 100 m Entfernung sehr schnell hätten herannahen sehen« Dabei geht sie indessen unzulässigerweise von einem, anderen, als dem vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalt aus, wonach die Klä ger sich bereits auf der Fahrbahn befanden, als sie des Motorradfahrers ansichtig wurden« Da hiernach auch die Schadensabwägung eine Beeinflussung durch Rechtsirrtum nicht erkennen läßt, war die Re vision mit der Kostenfolge aus § 97 Abs» 1 ZPO zuriickzu-weisen»