BGH · VI ZR 313/92 vom 16.03.1993
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Steffen und die Richter Dr. Kullmann, Dr. Lepa, Bischoff und Dr. v. 1. Der Antrag des Drittbeklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil des 12. Dezember 1992 zugestellte Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 23. Januar 1993 hat der Drittbeklagte persönlich dem Oberlandesgericht mitgeteilt, daß er Revision einlege. Januar 1993 hat der Drittbeklagte durch die Anwälte, die ihn vor dem Oberlandesgericht vertreten haben, beantragt, ihm Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist sowie Prozeßkostenhilfe für die Revision zu bewilligen. Der Antrag des Drittbeklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist mußte als unzulässig verworfen werden, da er nicht formgerecht eingelegt worden ist. Die Erfolgsaussicht fehlt schon deshalb, da der Drittbeklagte nicht fristgerecht Revision eingelegt hat und ihm auch auf ein zulässigerweise angebrachtes Wiedereinsetzungsgesuch keine Wiedereinsetzung gewährt werden könnte. Da der Drittbeklagte in der Lage war, während des Laufes der Revisionsfrist trotz seiner angeblichen fieberhaften Erkrankung selbst einen Einschreibebrief an das Oberlandesgericht abzuschicken, ist schon nicht ersichtlich, daß diese Erkrankung ihn gehindert haben soll, seine Anwälte zu informieren, damit diese durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Anwalt Revision einlegen oder selbst ein Prozeßkostenhilfegesuch dort einreichen konnten. Es kommt bei dieser Sachlage nicht darauf an, ob auch die Prozeßbevollmächtigten ein Verschulden an der Fristver-säumnis trifft, das darin liegen könnte, daß sie dem Dritt-beklagten das ihnen bereits am 7. Dezember 1992 zugestellte Urteil erst zwei Wochen später übersandt haben und daß der Drittbeklagte ihrem Hinweis auf die am 7.