BGH · VI ZR 295/94 vom 26.09.1995
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Groß und die Richter Dr. Kulimann, Dr. Lepa, Bischoff und Dr. v. Die Revision der Kläger gegen das Urteil des 8. Die Revision hat im Endergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg (vgl. § 554 b Abs. 1 ZPO in der Auslegung des Beschlusses des BVerfG vom 11. Die Entscheidung des Berufungsgerichts wird jedenfalls von der Erwägung getragen, daß die Beklagte weder für einen Behandlungsfehler noch für ein Aufklärungsversäumnis ihrer Ärzte einzustehen hat. daß es den behandelnden Ärzten aufgrund der Veröffentlichungen im medizinischen Schrifttum hätte bekannt sein müssen (OLG Düsseldorf mit NA-Beschluß des Senats vom 29. Das Berufungsgericht geht jedoch aufgrund sachverständiger Beratung rechtsfehlerfrei davon aus, daß bis August 1984 noch über keinen Fall bluttransfusionsbedingter AIDS-Übertragung in der damaligen Bundesrepublik Deutschland berichtet wurde, daß sich auch aus der Lektüre der fachspezifsch-gynäkolgischen deutschen Zeitschriften bis einschließlich 1984 kein Hinweis darauf ergab, daß Bluttransfusionen im Hinblick auf die Gefahr von AIDS-Übertragun-gen möglicherweise problematisch sein können und daß Groß auch aufgrund des einzigen Hinweises in einer fachübergreifenden medizinischen Zeitschrift vom Mai 1984 in (englischer Sprache) ein Facharzt im Jahre 1984 bei der Anordnung einer Bluttransfusion noch nicht an die Möglichkeit einer AIDS-Infektion zu denken brauchte.