BGH · VI ZR 269/53 vom 02.03.1955
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Am 2* Dezember 1949 wurde der Lastzug des Klägers, mit dem er ein Fuhrgeschäft betrieb, von dem Lastzug der Drstbeklagten, der von dem Zweitbeklagten gelenkt wurde, angefahren und beschädigt, D«*s Puhrgeschäft des Klägers kam infolgedessen zu dem Erliegen- Der Kläger beansprucht von den Beklagten Ersatz von 3/10 des Schadens* Für die beim Lastkraftwagen eingetretene Wertminderung, die Reparatur des Anhängers, Abschleppen und Montage sowie für Ausfall an Reingewinn, den er nach seiner Behauptung mit dem Lastzug in der Zeit vor dem 31* Dezember 1951 erzielt haben würde, hat er sie als Gesamtschuldner auf Zahlung von 7953,90 DM nebst Zinsen in Anspruch genommenEr hat ferner um die Feststellung gebeten, dass die Beklagten als Ge stunt Schuldner verpflichtet sind, ihm in Höhe eines Anteils von 3/10 allen weiteren aus dem Unfall entstandenen Schaden zu ersetzen* Dezember 1952, berichtigt durch Beschluss vom 13* Januar 1953, hat das Landgericht über den Zahlungsanspruch insoweit erkannt, als nicht Ersatz von Gewinnausfall verlangt worden ist. Auf die Berufung des Klägers hat das Oberlandesgericht in Abänderung des landgerichtlichen Urteils dem Pest stellungsbegehren entsprochen* Da das Oberlaniesgericht die Revision nicht zugelassen hat, ist ihre Zulässigkeit nach § 546 Abs 1 ZPO davon abhängig,* dass, der Wert des Beschwerdegegens-tandes 6,000 DM übersteigt o Ein Beschwerdewert von dieser Höhe ist nach Überzeugung des Senats nicht gegeben. Bef dem beschädigten Lastkraftwagen des Klägers hat es sich nach dem vom Kläger eingereichten Gutachten des Sachverständigen Schiedgesum ein Fahrzeug gehandelt, das aus teilweise schon etwa 20 Jahre alten Stücken ariderer Wagen zusammengebaut worden war. Es liegt auf der Hand, dass ein derartiges Fahrzeug nur noch beschränkt verwendungsfähig ist 5 notwendig werdende Reparaturen hindern seine ständige Benutzung und verursachen steigende Kosten, Das beeinträchtigt naturgemäß zunehmend die Möglichkeit, aus seinem Betrieb noch Gewinn zu ziehen. Freilich mag dem Kläger durch Ausfall des Gewinns, den er zunächst noch erlangt und nicht durch Abtragung seiner nach eigenem Vorbringen nicht unbeträchtlichen Schulden verbraucht haben würde, die Möglichkeit beschnitten worden sein, sich ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen und mit diesem weiterem Verdienst nachzugehen. hjuptet haben, dass der Traktor nur für die Landwirtschaft zugelassen sei und nur für seine Landwirtschaft, ein bäuerliches Anwesen von nicht mehr als 8 Morgen L^nd, verwendet werde« Danach kann es sich nur um einen begrenzten Schaden handeln, der von dem Festsbellungsbegehren des Klägers betroffen wird- Im Hinblick darauf, dass nur 3/lQ des Sch .lens von den Beklagten zu ersetzen sind und dass der Wert eines Feststellungsbegehrens geringer zu veranschlagen ist als der entsprechende Zahlungsanspruch, dem durch die Feststellung nur der Weg geebnet und Schutz vor Verjährung gewährt werden soll, bemißt der Senat in Anwendung des § 3 ZPO den Wert des Beschwex-degegenstan-des für die Revision des Klägers auf einen Betrag von 4-000 DM.