BGH · VI ZR 214/67 vom 26.06.1967
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 11» Februar 1969 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Pr. Engels und der Bundesrichter Hanebeck, Pr. Weber, Sonnabend und Puna für Hecht erkannt: Per Kläger hat den Beklagten auf 0chadenseraatz in Anspruch genommen und u.a, ein Schmerzensgeld gefordert, dessen Höhe er in das Ermessen des Gerichts April 1966 die Schadensersatzansprüche des Klägers dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt und die Verpflichtung des Beklagten zu dem Ersatz allen weiteren Unfallschadens antragsgemäß Durch feilurteil hat das Landgericht darauf über den Schmerzensgeld an spruch entschieden und dem Kläger Juli 1966 gezahlten 10.000 DM zugesprochen und den Kläger, der Zinsen seit dem 1. Mit der Berufung hat der Kläger einen angemessenen höheren Betrag und weiterhin Zinsen seit dem 1. November Der Beklagte hat die Ansicht vertreten, daß dem Kläger kein höherer Betrag als die bereits gezahlten 10.000 DM zustehe, und hat mit der von ihm eingelegten Berufung um die Abweisung der Klage gebeten, soweit er zur Zahlung von mehr als 4 i> Zinsen auf 10.000 DM für die Zeit vom 8. Januar 1966 zu zahlen, abzüglich der am 20, Juli 1966 gezahlten 10»Q00 Mo Mit dem weitergehenden Schinerzensgeldanspruch hat es den Kläger abgewiesen, Der Kluger hat gegen dieses Urteil Revision lo die Berufung des Beklagten gegen das fSilur teil des Landgerichts zurückzuweisen und Der Kläger wendet sich mit der Revision gegen die Herabsetzung des ihm vom Landgericht zuerkannten Schmerzensgeldbetrages von 18.000 DM auf 15o000 DM und die Versagung eines über das landgeriehtliche Erkenntni s hinausgebenden höheren Schmerzensgeldes. Da er kein beziffertes 2ahlungsverlangen gestellt, sondern die Höhe des beanspruchten Schmerzensgeldes in däs Ermessen des Gerichts gestellt hatte, ist er durch das Berufungsurteil über die Differenz von 5«000 DM hinaus insoweit beschwert, als das vom Berufungsgericht zuerkannte Schmerzensgeld erkennbar von der Größenordnung abweicht, die sich als Vorstellung des Klägers aus seinem Prozeßvorbringen ergibt (vgl. Dezember 1966) die Annahme eines gerichtlichen Vergleichsvorschlages, wonach durch Zahlung von insgesamt 30.000 DH alle Ansprüche aus dem Unfall abgegolten werden sollten, mit dem Bemerken abgelehnt, daß nach seiner Auffassung 30*000 DH zur Abgeltung des Schmerzensgeldanspruchs, nicht aber auch der übrigen Schäden angemessen seien.Dadurch, daß das Berufungsgericht das Schmerzensgeld auf nicht mehr als 15*000 LH bemessen und festgesetzt hat, ist der Kläger hiernach in Höhe von 15.000 DM beschwert. Dezember 1966) bereit erklärt, den Rechtsstreit durch einen Vergleich beizulegen, der ihm insgesamt 40.000 DM KapitalZahlung zuzüglich einer laufenden Rente gewährte; das sollte aber nicht etwa eine zusätzliche Schmerzensgeldrente sein, vielmehr stellte der Kläger hiermit die Mehrkosten von monatlich mindestens 50 DM in Rechnung, die ihm nach seinen Angaben in seiner Berufstätigkeit als Techniker mit ständig wechselndem auswärtigem Arbeitsplatz dadurch entständen, daß er nur einen Wagen fahren könne9 der eine automatische Kupplung habe. Januar 1966, die das Berufungsgericht dem Kläger aberkannt hat und die der Kläger mit der Revision weiter beansprucht. Da der Beklagte das Berufungsurteil nicht angegriffen hat, ist nicht mehr in Streit, daß: er entsprechend dem Berufungsurteil an den Kläger 15-000 UM Schmerzensgeld - abzüglich am 20. Ber mit der Revi si on weiter verfolgte Zinsanspruch von4 $ Zinsen von 10o000 BH für die Zeit vom 1» November 1965 bis zu dem 7. Soweit der Kläger den zur Hauptforderung gewordenen Zinsanspruch weiter verfolgt, handelt es sich um einen Streitpunkt mit selbständigem Streitstoff» Bas Berufungsgericht hatte den Kläger mit dem weit ergehenden Zinsanspruch abgewiesen, weil die Klage erst am 8» Januar 1966 zugestellt worden ist und der Beklagte sich nach Ansicht des Berufungsgerichts nur in Höhe von 5.000 3M mit der Zahlung von Schmerzensgeld bereits ab 1» November 1965 in Verzug befunden hat» Bie Revision hat hierzu lediglich den im Berufungsverfahren gestellten Ztnsan-trag wiederholt, ohne darzulegen, aus welchem Grunde sie die Entscheidung des Berufungsgerichts über die Zinsforderung des Klägers für unrichtig hält« Sie hat es Danit erweist sich die Revision aber auch im übrigen als unzulässige Die Beschwer beträgt für das Revisionsbegehren ohne den Zinsanspruch nicht mehr als 15»000 DM.