BGH · VI ZR 159/55
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
hab ni hät un zu Die Klägerin hat behauptet, das Kulturamt e nach dem Willen und des Beklagten hts von dem Kaufvertrag wissen sollen« Beide ten die Verhandlung vom 30« Dezember 1949 nur erschrieben, um die Flüchtlingssiedlungskredite erhalten« Infolge ihrer Vorspiegelung, einen Pachtvertrag abschließen zu wollen* seien äie klagten bewilligten Darlehensbeträge an den -Beaus be zahlt wordene Für das Kulturamt habe von Anfang an festgestanden* daß wirtschaftlich gesehen die Bewilligung öffentlicher Mittel nur für eine Pacht, nicht dagegen für den Ankauf des Hofes hätte vertreten werden können* Das sei dem Beklagten und mehrfach gesagt worden« ie Klägerin -verlangt auf Grund der Bestim-er §§ 823 Abs 2 BGB, 263 StGB von dem Beklagdensersatz im Betrage von 7 700 DM nebst ler Beklagte hat bestritten, das Kulturamt getäuscht zu haben* Bei den Verhandlungen mit dem Kulturan it sei niemals davon die Rede gewesen, daß sich die Investierung öffentlicher Mittel beim Kauf des Hofes nicht lohne* iflHMVhabe ihm vorge-spiegell;, das Kulturamt sei auch mit dem Kauf des Hofes einverstanden* Dem Kulturamt habe FHHHB der Wahl heit zuwider mitgeteilt, er habe vom Beklagten den Hof auf Grund eines Pachtvertrages übernommen* Darauf habe das Kulturamt die Auszahlung der bewilligten Darlehen in Höhe von 7 500 DM an ihn, den Beklagten, und in Höhe weiterer 200 DM an selbst verfügt* Das Oherlandesgericht hat die Berufung des Beklagten zurückgewiesen und auf die Anschlußberufung der Klägerin der Klage auch insoweit entsprochen, als ein Teil des Kredits in Höhe von 200 DM unmittelbar ausbezahlt worden ist» Mit der Revision, an un deren Zurückweisung die Klägerin bittet, erstrebt de Di gen Behörden in den Glauben versetzt, ein Pachtvertrag sei nunmehr ernstlich gewollt© Sie haben die Scheinvereinbarung vom 30© Dezember 1949 unterschrieben, weil sie wußten, daß der Abschluß eines Pachtvertrags eine für die Bewilligung der erstrebten Kredite erforderliche Voraussetzung war© Der Beklagte hat selbst, wie das Berufungsgericht hervorhebt, in dem Verfahren gegen wegen Betrugs zu dem Nachteil, des Beklagten vor dem Schöffengericht in Hankensbüttel am 17© Oktober 195?- bekundet, er habe den Weg des Vertrags vom 30© Dezember 1949 gewählt, um auf ciese Weise die erste Rate des mit vereinbarten Kaufpreises zu erhalten- $) Gegenüber der Darstellung des Beklagten, zwar immer den Hof verkaufen wollen, bis ichen späteren Abschluß eines Kaufvertrags aber dii in der Verhandlung vom 30© Dezember 1949 niedergolegte Vereinbarung ernsthaft gewollt, hat afungsgericht ausdrücklich festgestellt, daß diese Vereinbarung nach dem Willen und des Beklagten kein Pachtverhältnis als Vorstufe zu einem späteren H&uf des Hofes darstellen sollte, vielmehr von Anfang an und zu jedem Zeitpunkt nur der Verkauf des Hofes beabsichtigt war© Es hat sich hierfür auf die Bekundung des Beklagten vor dem Schöffengericht b) Der Vermerk des Notars Go|HHH vom 3d>o Dezember 1949 (Bd I der Straf takten 16 Ms /52 Bl 146), der Kaufvertrag sollte zu Protokoll s Kulturamts abgeschlossen werden, schließt die lgerung des Berufuhgsgerichts, der Beklagte habe s Kulturamt Uber seine Verkaufsabsicht täuschen llen, nicht aus» Tatsächlich haben der Beklagte mi» nachdem auf Grund der Vereinbarung m 30» Dezember 1949 die beantragten Kredite Io März 1950 bewilligt worden waren, den Kaufrtrag am 80 März 1950 vor dem Notar und nicht vor m Kulturamt abgeschlossen» c) Der Feststellung des Berufungsgerichts, da[ß der Beklagte das Kulturamt getäuscht hat, steht auch nicht die im angefochtenen Urteil (S 10/11) wiedergegebene Bekundung des Kulturamtsvorstehers Dr» entgegen, der Beklagte habe den Ab- sciluß der Vereinbarung vom 30» Dezember 1949 als eine Phase betrachten können, die einen späteren Verkauf nicht ausschloß» Der Beklagte und PflHHB waren selbstverständlich nicht gehindert, später eilen Kaufvertrag abzuschließen» Entscheidend ist jedoch, daß <3er Beklagte, entgegen seiner Erklärung, de:i Hof von Anfang an nicht verpachten, sondern d) Selbst wenn der Beklagte, worauf die Revi-weist, ebenfalls von :Lst und er damit rechnete, 3flHHBwer(3e von seinem Schwiegervater oder vermittels Beziehungen zu dem damaligen Minister Ge| lende Geldmittel für den Ankauf des Hofes , durfte er gegenüber der zuständigen Be-cht den Eindruck erwecken, er wolle Hof verpachten« Eine solche Vorstellung zwar, sogar unter Ausschlagung anderer isenten für seinen Hof, zu dem Abschluß des Kauf-mit haben« Sie erlaubte nicht, die für die Kreditbewilligung zu-n Behörden über seine wahre Absicht zu täu-] Herüber war er sich nach den vom Berufungsgetroffenen Feststellungen im klaren« Paß das Kultur amt, nachdem es von dem Kauf-Kenntnis erhalten hatte, nicht sofort ver-t« die mam gewährten Darlehen b ei zuzwingt nicht zu dem Schluß, es sei von An-mit dem Verkauf des Hofes einverstanden ge-Jm eine Sicherheit für die Kredite von erlangen, hat das Kulturamt dessen Eintragung Ibuch als Eigentümer des Hofes abgewartet, Beklagte jedoch nach dem wirtschaftlichen frbruch nicht mehr bewilligte« trugs zu dem Nachteil der Klage rin schuldig gemacht und er sei deshalb auf Grund der §§ 823 Abs 2, 830 BGD> 263 StGB verpflichtet, den der Klägerin daraus erwachsenen Schaden zu ersetzen, läßt keinen Rechts-irj'tum erkennen® Insbesondere fehlt es nicht deshalb an dem von der Revision angezweifeiten Zusammen-haiLg zwischen Täuschungshandlung, Vermögensverfügung unc Vermögensschädigung, weil die Vereinbarung vom 30« Dezember 1949 nicht habe zu einer Kreditgewährung an führen dürfen® In dieser vom Beklagten unterschriebenen Vereinbarung waren bereits die zur pachtweisen Übernahme des Hofes erforderlichen Kredite genau errechnet und in dieser Höhe beantragt® Mil Recht geht das Berufungsgericht davon aus, daß in der Vereinbarung vom 30® Dezember 1949 - wäre sie von dem Beklagten und nicht zu dem Schein abgeschlossen worden - zu demindest ein'pachtähnlicher reibindlieber Vorvertrag gelegen hätte und daß die für die Kreditbewilligung zuständige Behörde den Vertrag nach dem Villen des Beklagten auch so auffassen sollte und aufgefaßt hat« Zudem hat auch der Beklagte die an ihn ausgezahlten Beträge von zusammen 7 500 DM angenommen, obgleich kein weiterer Pacitvertrag zwischen ihm und JfdHBIabgeschlossen und der zuständigen Behörde als Grundlage für die kenß ihr ric von entgegen« ohne gewährt worden sind, die pachtweise Bewirtschaftung des Hofes keiten ermöglichen« Bas wußte der Beklagte, wie das Berui die eine rung vom von vornherein die Absicht hatte, mit einen diesem erheblich größere Zahlungsverpflichtungen aufeliegenden Kaufvertrag zu schließen und die erstiebten Kreditbeträge unter Anrechung hierauf sich auszahlen zu lassen«