BGH · VI ZR 142/64
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Klägerin war Eigentümerin der Grundstücke AWttb-straße 20 und 22 in DflHHHHV« Die aufstehenden Gebäude waren im Krieg zerstört wordene Die Klägerin verpachtete die Grundstücke ab 1» Januar 1948 an die Hotel-Restaurant GmbH, an der sie selbst mit einem Geschäftsanteil von 50 i>9 später 30 $ beteiligt war« Weitere Gesellschafter - und zugleich Geschäftsführer bzw« Prokurist der GmbH -waren bis 1951 der Ehemann der Klägerin und ihr Brudere Die Gesellschaft baute in den Jahren 1948 bis 1952 die Gebäude wieder auf und eröffnete in ihnen einen Hotelbetrieb o Wegen der Aufbaukosten wurde in einem acht-Zusatzvertrag" vom lc Januar 1951 vereinbart, daß sie von der Gesellschaft zu tragen seien, sov^eit sie über den Rahmen eines Wohnhauses hinausgingen und für den Aufbau eines Hotelrestaurants typisch seien» Ferner wurde bestimmt, daß die Gesellschaft außer der bisherigen Pestpacht von monatlich 600 PM eine Umsatzpacht von 6 ^ zu entrichten habe, und zwar lüickwirkend ab !<> September 1948o Weiterhin hatte die GmbH die auf die Grundstücke entfallenden Steuern und Abgaben sowie die Versicherungsprämien zu trageno Im Jahre 1951 geriet die Gesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten; sie vereinbarte mit ihren Gläubigern ein Moratorium» Anfang 1954 konnte sie ihre Verpflichtungen wiederum nicht erfulleno Am 2» März 1954 kündigte die Klägerin deshalb den Pachtvertrag fristlos» Am 4»Mai 1954 wurde auf den Antrag eines Gläubigers, dem sich die Klägerin angeschlossen hatte, das Konkursverfahren über das Vermögen der BflHHPGmbH eröffnet» Zum Konkursverwalter wurde der beklagte Rechtsanwalt Pr» he- Mit der vorliegenden Klage hat die Klägerin Dr«,SHD persönlich auf Schadensersatz in Anspruch genommen«, Sie hat behauptet, er habe seine Pflichten als Konkursverwalter dadurch verletzt, daß er das Hotel bis zu dem 30 o September 1954 fortgeführt habe, ohne wenigstens den Pachtzins von 13 =>802,12 DM als Masseschuld zu entrichten, zu dessen Zahlung er später verurteilt worden sei» Die zur Aufrechnung gestellten Gegenforderungen seien unbegründet gewesen«. mindest aber gewußt, daß er die Ansprüche nicht zu belegen und deshalb nicht durchzusetzen vermochte« über de ' Schaden, den die Nichtzahlung der Pacht bewirken mußte, sei er sich ebenfalls klar gewesen«, Er habe ihn ungeachtet der Kenntnis nicht abgewandt, daß die Stadt-Sparkasse das Zwangsvollstreekungsvez’fahren schon dann nicht weiter betrieben hätte, wenn ihr zu demindest Tilgungsraten von monatlich 2«>400,- DM überwiesen worden wären* Der Konkursmasse seien durch die Fortführung des Hotelbetriebes genügend Mittel zugeflossen, um den Schuldendienst aufrecht zu erhaltene Soweit die Umsätze zurückgegangen seien, liege dies daran, daß der Konkursverwalter eine ungeeignete VertrauensperBon eingesetzt habe«, In jedem Fall sei Dr«, Sjm^schuldhaft zu seiner sachlich ungerechtfertigten Entscheidung gelangt, keinerlei Pachtzins oder HutZungsentschädigung zu zahlen <> Der Schaden besteho darin, daß sie - die Klägerin - dadurch genötigt worden sei, ihre Grundstücke zur Abwendung der Zwangsversteigerung überstürzt einer Krv/erberin zu überlassen, die als Gegenleistung nur die dinglichen lasten nebst den Verfahrenskosten im Gesamtbetrag von rund 300o000,- DU übernommen habe0 Bei einem freihändigen Verkauf hätten mindestens 5000000,- DM erzielt werden könneno Eine solche Verwertung wie auch eine günstige Weiterverpachtung habe Br» SflHB nicht zuletzt dadurch unmöglich gemacht, daß er seine Absicht, die Grundstücke zu dem 30c September 1954 zu räumen, erst kurz zuvor und auch nur vor dem Gläubigerausschuß bekanntgegeben habeo Von dem behaupteten Schaden hat die Klägerin einen (Teilbetrag von 50c000,- DM nebst Zinsen geltend gemachte Dr0 und nach ihm die jetzigen Beklagten haben um Abv/eisung der Klage, die Witwe vorsorglich auch um Beschränkung ihrer Haftung auf den Nachlaß gebetene Sie haben ausgeführt, aus der Fortsetzung des Hotelbetriebes und der erklärten Aufrechnung gegen die Pachtzinsforderung könne schon deshalb kein Vorwurf gegen den Konkursverwalter hergeleitet werden, weil er mit Zustimmung der Gläubigerversammlung bzw» des Gläubigerausschusses gehandelt habe* Zudem sei die Aufrechnung zulässig und wirksam gewesen; das auf die Pachtzinsklage ergangene Urteil des Landgerichts Düsseldorf (1 0 251/56) sei unrichtig und habe zwischen den Parteien des vorliegenden Prozesses keine Rechtskraftwirkung» Die Klägerin habe ihre Grundstücke ohne eigene Mittel durch die GmbH habe, sei das ersichtlich unrichtig gewesene Der tatsächlich bestehenden Sachlage habe es entsprochen, daß die Bmp GmbH mit Ausnahme eines Monats niemals Pacht gezahlt, sondern der Klägerin lediglich Gutschriften erteilt habe, wie ebenfalls den Bilanzen und der Anmeldung zur Tabelle zu entnehmen sei» Darin liege, daß praktisch schon immer aufgerechnet worden sei» Der Konkursverwalter habe von diesem Verfahren mit Bücksicht auf die übrigen Gläubiger nicht abgehen dürfen, jedenfalls solange er nicht zu klären vermochte, ob das Abrechnungsverhältnis Zahlungen an die Klägerin zuließ* Im übrigen habe der geschuldete Pachtzins (ohne Steuern und Versicherungen) in den Monaten Mai bis September 1954 nur zwischen 725,34 DM und 1*444,75 DM betragene Die Stadt-Sparkasse würde aber selbst bei Zahlung von 2*400,-die Zwangsversteigerung weiter betrieben haben, wie auch die beigetretenen Gläubiger nicht länger stillgehalten hätten, nachdem die Unhaltbarkeit der Lage durch den Konkurs der Gemeinschuldnerin offenbar geworden sei * Die Nichtzahlung der Pacht sei daher für den behaupteten Schaden der Klägerin nicht ursächlich gewesen* überdies seien der Konkursmasse die erforderlichen Mittel mit Hucksicht auf andere Verbindlichkeiten nicht zu entnehmen gewesen* Schließlich sei es nicht richtig, daß ein freihändiger Verkauf der Grundstücke mehr als 300 *000s- DM erbracht hätte* Die Klägerin sei nicht gehindert gewesen, sich rechtzeitig um einen Käufer zu bemühen* Sie habe seit Anfang Juni gewußt, daß der Versteigerungstermin am 18 „ September 1954 anstand, und daß der Konkursverwalter die Grundstücke spätestens am 30* September räumen mußte, weil dann die ausgesprochene Kündigung auf jeden Fall wirksam wurde* Gleichwohl habe die 'Klägerin lo Das Berufungsgericht hat es dahinstehen lassen, ob das Verhalten des Konkursverwalters den behaupteten Schaden der Klägerin verursacht hat« Es könne unterstellt werden, so hat es ausgeführt, daß Dr» SflHIB wegen der Benutzung der Grundstücke zur Fortführung des Hotelbe-triebo monatlich 2»500,- DM an die Stadt-Sparkasse zu zahlen gehabt hätte0 Jedenfalls sei es nicht pflichtwidrig gewesen, daß er gegen diese Verbindlichkeit mit der Forderung der Gemeinschuldnerin aufgerechnet habe, die er in deren Bilanzen verzeichnet und in einer eigenen Anmeldung der Klägerin zur Tabelle aufgeführt gefunden habe» Zu Lasten der beweispflichtigen Klägerin müsse sogar angenommen werden, daß diese Gegenforderung bestanden habeo Das Gegenteil sei durch die Verurteilung des Konkursverwalters zur Pachtzahlung (1 0 251/56 LG Düsseldorf) nicht mit bindender Wirkung für das vorliegende Verfahren bau der Hotelgebäude 294»276,68 DM aufgewandt und deshalb vertragliche Erstattungsansprüche in der bilanzierten Höhe gegen die Klägerin gehabt habe, wobei deren eigene, später nochmals geltend gemachten Ansprüche schon abgerechnet gewesen seien» Die Klägerin habe die Unrichtigkeit dieser Behauptung nicht dargelegt und unter Beweis gestellt» Selbst wenn aber zu ihren Gunsten davon ausgegangen werde, daß die zur Aufrechnung gestellte Forderung unbegründet gewesen sei, so gereiche die Annahme des Gegenteils dem Konkursverwalter nicht zu dem Verschulden» Er habe die Aufzeichnungen der Gemoinsehuldnerin über die vorstehend genannten Baukosten in einem Prüfungsbericht des zuständigen Finanzamts vom 15» Dezember 1952 als zutreffend bestätigt gefunden» Als anteilige Belastung der Klägerin per Ende 1951 seien dort 225 »261,03 DM auf geführt gewesen« Unter diesen Umstanden habe Dr» Schulz ohne Fahrlässigkeit überzeugt sein dürfen, daß die Klägerin zu Recht den Schuldsaldo von 92»516,76 DM aus der Bilanz zu dem 31° Dezember 1951 in ihre erste Forderungsanmeldung zur Konkurstabelle übernommen habe» Für die Portlassung in der zweiten Anmeldung habe Rechtsanwalt P^Qpals Vertreter der Klägerin keinen einleuchtenden Grund anzugeben vermocht, wie aus einer Notiz deo Konkursverwalters in seinen Bandakten hervorgehe« Aus diesen sei weiter zu ersehen, daß die Klägerin eine angebliche eigeno Baukostenforderung von 75°000,- DM nicht belegen konnte» Vorgehen mit dem Gläubigerausschuß abgestimmt habe, spreche zu demindest zusätzlich gegen eine pflichtwidrige Handlungsweiseo Die Vorgefundene Undurchsichtigkeit der Abrechnung sei auf die unpraktikablen Bestimmungen Uber die Verteilung der Aufbaukosten zurückgegangen; sie sei von Dr«, SflIBPin der verfügbaren Zeit nicht zu klären gewesen und könne ihm nicht zur Last gelegt werden» Der Konkursverwalter habe auch in Rechnung stellen müssen, daß die Vermögenswerte der Gemeinschuldnerin und der Klägerin bei der bestehenden persönlichen Verflechtung nicht immer genügend auseinandergehalten worden seien» Ob es richtig sei, daß gegen Miet- oder Pachtzinsforderungen nur in beschränktem Umfang aufgerechnet werden dürfe, könne dahinstehen, weil die Sparkasse mit Sicherheit nicht von weiteren Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen hätte, wenn ihr etwa die Hälfte der Pacht nach Abzug der Steuern und Abgaben überwiesen worden wäre0 Abschließend hat das Berufungsgericht dargelegt, daß der behauptete Schaden nicht darauf zurückgeführt werden könne, daß Dr» SfllB den Hotelbetrieb bis zu dem 30» September 1954 fortgeführt und seine Absicht, ihn zu diesem Zeitpunkt zu räumen, der Klägerin nicht besonders angezoigt habe; denn ein anderer Pächter würde sich wegen der drohenden Zwangsversteigerung der Grundstücke nicht gefunden und zu den erforderlichen Pachtvorauszahlungen bereit erklärt haben o lo Die Frage, ob die von Dr* SflHV zur Aufrechnung gestellten Forderungen der Gemeinschuldnerin tatsächlich bestanden haben, ist bisher in keinem Verfahren geklärt v/orden« Das Bandgericht Düsseldorf (1 0 251/56) hat den Konkursverwalter zur Pachtzinszahlung mit der zutreffenden Begründung verurteilt, daß er seine Gegenforderungen nicht hinreichend belegt habe« Eine sachliche Entscheidung über das Bestehen oder Nichtbestehen der Ansprüche ist damit nicht getroffen worden» Schon deshalb handelt es sich entgegen der Meinung der Revision nicht um ein Ergebnis, das für da3 vorliegende Verfahren hätte übernommen werden können oder gar müssen» Aber auch das Berufungsgericht ist - abweichend von der Auffassung der Revisionsbeantwortung - in dem Punkt zu keiner tatsächlichen Feststellung gelangt» Es hat vielmehr ausgeführt, daß es hier insofern umgekehrt als bei der Klage auf Zahlung des Pachtzinses liege, als die Schadensersatz begehrende Klägerin nunmehr ihrerseits das Nichtbestehen der zur Aufrechnung gestellten Forderungen darzulegen und zu bev/eisen habe» Der Tatrichter hat den Sechvortrag der Beklagten als hinreichend bestimmt erachtet, um seine Widerlegung von der Klägerin fordern zu können» Hiergegen ist aus Rechtsgründen nichts zu erinnern» Daß die Klägerin den ihr obliegenden Beweis schuldig geblieben ist, steht fest» Sie hat den praktisch allein gangbaren Weg, die Abrechnung der Aufbaukosten durch Sachverständige klären zu lassen, ebenso wenig beschritten wie derzeit der Konkursverwalter, als er auf Pachtzinszahlung in Anspruch genommen wurde» Nach ihrem Willen ist die Verständigung darauf beschränkt worden, daß die vorgenannten Leistungen an die Stelle der Vollstreckung des ergangenen Urteils traten und die Berufung zurückgenommen wurde» Diese gewollt enge Begrenzung der Regelung kann die Klägerin nicht nachträglich einseitig ausdehneno Sie hat sich selbst durch die Ablehnung der vom Konkursverwalter vorgeschlagenen, allgemeinen Ausgleichsklausel die Möglichkeit offengehalten, die jetzt geltend gemachten Schadensersatzansprüche zu erhebeno Dann kann sie nicht andererseits Dr« Schulz den Willen unterstellen, auch ohne eine solche Klausel auf alle noch ungeklärten Ansprüche der Gemeinschuldnerin zu verzichten» Da sich der Inhalt der Einigung in dem angenommenen Angebot zur Beendigung des schwebenden Rechtsstreits erschöpfte, hat der Konkursverwalter nur insoweit vergleichsweise auf eine Aufrechnung verzichtet, als er die von der Klägerin geforderten Leistungen erbrachte« Es kann keine Bede davon sein, daß er damit gleichzeitig erklärt oder doch stillschweigend zugestenden habe, über keinerlei aufrechenbare Gegenforderungen zu verfügen oder zu demindest zur Aufrechnung mit ihnen nicht befugt zu sein« Dr« BMP könnte sich weiterhin auf den gegenteiligen Standpunkt stellen, ohne in Widerspruch zu seiner früheren Handlungsweise zu geraten, selbst wenn er vorliegend in seiner Eigenschaft als Konkursverwalter in Anspruch genommen würde« Erst recht muß dies in einem Verfahren gelten, das sich - wie die Revisionsbeantwortung herausstellt - gegen ihn persönlich richtet« Die jetzigen Er betraf nicht den Monat Mai 1954; denn er ging nur dahin, daß Dr» den in diesem Monat erzielten Umsatz in der Folgezeit nicht gehalten habe» Die Klägerin wollte auf diese Weise dartun, daß es möglich gewesen wäre, die von der Sparkasse geforderten Zahlungen aus dem weitergeführten Hotelbetrieb zu erwirtschaften o Indessen hat die Stadt-Sparkasse das Zwangsversteigerungsverfahren schon deshalb wieder aufgenommen, weil sie die Ende Mai fällige Rate von 2*500,- DM nicht erhalten hat«, Dieser alle weiteren Nachteile auslösende Umstand ist bereits vor dem späteren Umsatzruckgang eingetreten und steht mit ihm in keinem Zusammenhang» Auf den von der Klägerin erbotenen Beweis für die behauptete Vernachlässigung des Hotelbetriebes kam es deshalb entgegen der Rüge der Revision nicht an* 5o Das Berufungsgericht hat die Frage, ob der Konkursverwalter objektiv pflichtwidrig gehandelt hat, ausdrücklich verneint und nicht etwa - wie die Revision in ihrer schriftlichen Begründung meint - offen gelassen» Es hat einleitend festgestellt, daß für das vorliegende Verfahren vom Bestehen der zur Aufrechnung verwandten Forderungen ausgegangen werden müsse» Diese Feststellung hat es nicht mit den späteren Erwägungen zurückgenommen, daß das Klagebegehren selbst beim Uichtbestehen der An- Unter diesen Umständen ist es rechtlich nicht zu beanstanden, daß das Berufungsgericht eine fahrlässige Pflichtverletzung des Konkursverwalters auch im Hinblick auf die unzulänglichen Vertragsbestimmungen verneint und davon abgesehen hat, der Klägerin nach § 139 ZPO die Führung eines Sacliverständigenbeweises nahezulegen, der in jedem Falle unbehelflieh gewesen wäreo rechtzeitig angezeigt und dadurch eine gewinnbringende Y/eiterverpachtung unmöglich gemacht habe, ist ihr da3 Berufungsgericht ebenfalls nicht gefolgt» Es hat dargelegt , daß sich mit Blick auf die hoffnungslose Verschuldung der Klägerin kein Pächter bereitgefunden hätte, die erforderlichen hohen Vorauszahlungen auf die Gefahr hin zu erbringen, sie bei einer gleichwohl nicht abzuwendenden Zwangsversteigerung alsbald mitsamt dem Objekt zu verlieren» Dabei ist nach § 287 ZPO von der Anhörung eines Sachverständigen abgesehen worden» Dieser hätte nur bekunden können - so hat das Berufungsgericht aus-gefiihrt daß derzeit die Aussichten für die Verpachtung eines Hotelbetriebes gut gewesen seien» Das könne unterstellt werden» Für die allein entscheidende Frage, ob die Klägerin ungeachtet ihrer prekären Lage noch einen Pachtinteressenten gefunden hätte, ergebe sich daraus nichts» Die Revision rügt, daß das Berufungsgez'icht seine freiere Stellung nach § 287 ZPO zu Unrecht angenommen und das Ergebnis des Sachverständigenbewoises unzulässig im voraus gewürdigt habe» Die erste Frage kann auf sich beruhen, weil jedenfalls der zv/eito Vorwurf nicht zutrifft» Was sich durch ein Gutachten hätte dartun lassen, ist zugunsten der Klägerin unterstellt worden» Die darüber hinausgehende Behauptung, daß ein - unbekannter - Pächter auch das ungewöhnliche Risiko einer Anpachtung des von der Zwangsversteigerung bedrohten Hotels Bristol übernommen hätte, war einem Sachverständigenbeweis unzugänglich» Das Berufungsgericht war nach keiner Vorschrift gehindert, die Frage unter Würdigung aller Umstände und Zuhilfenahme der Lebenserfahrung zu verneinen»