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BGH · VI ZA 22/14

Gericht: BGH · Aktenzeichen: VI ZA 22/14

Gegen das Urteil des Amtsgerichts ist die Berufung und nicht die Rechtbeschwerde statthaft. Darauf ist der Antragsteller in der Rechtsmittelbelehrung, die dem Urteil des Amtsgerichts beigefügt war, hingewiesen worden. Es hat darüber hinaus zutreffend angenommen, dass eine Berufung, in die das Rechtsmittelschreiben des Antragstellers hätte umgedeutet werden können, nicht durch einen Rechtsanwalt in der vorgeschriebenen Form und in der erforderlichen Frist eingelegt worden ist. Eine Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungsfrist konnte dem Antragsteller nicht gewährt werden, da der Antragsteller in der Rechtsmittelbelehrung zu dem Urteil des Amtsgerichts hinreichend auf die Erfordernisse einer zulässigen Berufung hingewiesen worden ist.

BerufungRechtAmtsgerichtsOehlerBundesgerichtshofsunzulässigRechtsbeschwerdestatthaft

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
VI ZA 22/14
vom 23. September 2014 in dem Rechtsstreit
 Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. September 2014 durch den Vorsitzenden Richter Galke, die Richterin Diederichsen, die Richter Stöhr, Offenloch und die Richterin Dr. Oehler beschlossen:
1	Der	Antrag des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe
 wird abgelehnt.
2	Die	beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine Aussicht auf Erfolg. Zwar ist die
 Rechtsbeschwerde statthaft (§ 522 Abs. 1 Satz 4, § 574 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), sie ist aber unzulässig, da die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs erfordert. Das Berufungsgericht hat mit Recht die Rechtsbeschwerde als unzulässig verworfen. Gegen das Urteil des Amtsgerichts ist die Berufung und nicht die Rechtbeschwerde statthaft. Darauf ist der Antragsteller in der Rechtsmittelbelehrung, die dem Urteil des Amtsgerichts beigefügt war, hingewiesen worden. Auch das Landgericht hat einen entsprechenden rechtlichen Hinweis gegeben. Es hat darüber hinaus zutreffend angenommen, dass eine Berufung, in die das Rechtsmittelschreiben des Antragstellers hätte umgedeutet werden können, nicht durch einen Rechtsanwalt in der vorgeschriebenen Form und in der erforderlichen Frist eingelegt worden ist. Eine Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungsfrist konnte dem Antragsteller nicht gewährt werden, da der Antragsteller in der Rechtsmittelbelehrung zu dem Urteil des Amtsgerichts hinreichend auf die Erfordernisse einer zulässigen Berufung hingewiesen worden ist. Das Urteil des Amtsgerichts ist mithin rechtskräftig geworden und das Verfahren ist beendet.
3	Galke		Diederichsen		Stöhr
4		Offen loch		Oehler	
Vorinstanzen:
AG Berlin-Schöneberg, Entscheidung vom 20.03.2014 - 109 C 308/13 -LG Berlin, Entscheidung vom 10.06.2014 -49 S 24/14 -