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BGH · VII ZR 237/06

Gericht: BGH · Aktenzeichen: VII ZR 237/06

schwimmbades ein, der Beklagte rechnet mit Ansprüchen auf Ersatz von Mängelbeseitigungskosten auf und macht Minderung geltend. 3 Das Berufungsgericht hat die Klageforderung in Höhe von 9.028,41 € für berechtigt erachtet und entsprechend dem Vorbringen des Beklagten Aufrechnungsforderungen in einer Gesamthöhe von 24.577,75 € geprüft, die der Beklagte in folgender Reihenfolge geltend gemacht hat: Die Beschwer des Beklagten übersteigt 20.000 € nicht. 4 a) Die vom Berufungsgericht aberkannte Aufrechnungsforderung für Kosten für Reinigung des Beckens in Höhe von 1.079,54 € bleibt für die Bestimmung der Beschwer unberücksichtigt, da insoweit von der Nichtzulassungsbeschwerde ein Zulassungsgrund nicht dargelegt ist (BGH, Beschluss vom 11. 5 b) Da der Beklagte die Klageforderung als solche nicht angegriffen hat, handelt es sich bei den Aufrechnungsforderungen betreffend "Mangelbeseitigung, Schaden am Motorschacht" und "Mangelbeseitigung, Einbau neuer Rollladen" sowie "Beseitigung der Saugprobleme" bis zur Höhe der Klageforderung von 9.028, 41 € um Primäraufrechnungen, die nicht zu einer über die Verurteilung zur Zahlung hinausgehenden Beschwer führen (BGH, Beschluss vom 22. Insoweit erhöht die Forderung betreffend die "Beseitigung der Saugprobleme" die Beschwer um höchstens € und die Position "Minderwert Schwimmbad" die Beschwer um weitere 1.000 €. 7 d) Damit ergibt sich ein Gesamtbetrag der Beschwer von 9.028,41 € +

Zitierte Normen: § 97 ZPO
NichtzulassungsbeschwerdeForderungBeschwer

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
VII ZR 237/06
BESCHLUSS
8. Mai 2008
in dem Rechtsstreit
-2-
Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 8. Mai 2008 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Dressier und die Richter Prof. Dr. Kniffka, Bauner, Dr. Eick und Halfmeier
 beschlossen:
Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 30. November 2006 wird verworfen.
Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Gegenstandswert: 19.056,82 €
Gründe:
1	Die	Nichtzulassungsbeschwerde	ist	gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO unzuläs-
sig, da der Wert der Beschwer 20.000 € nicht übersteigt.
2	1.	Die Klägerin klagt Restwerklohn für die Errichtung eines Außen-
schwimmbades ein, der Beklagte rechnet mit Ansprüchen auf Ersatz von Mängelbeseitigungskosten auf und macht Minderung geltend.
3	Das	Berufungsgericht	hat	die	Klageforderung	in	Höhe	von 9.028,41 € für
 berechtigt erachtet und entsprechend dem Vorbringen des Beklagten Aufrechnungsforderungen in einer Gesamthöhe von 24.577,75 € geprüft, die der Beklagte in folgender Reihenfolge geltend gemacht hat:
-3-
a)	Reinigung des Beckens: 1.079,54 €
b)	Schaden am Motorschacht: 3.576,90 €
c)	Einbau eines neuen Rollladens: 4.991,55 €
d)	Beseitigung der Saugprobleme: 13.929,76 €
e)	Minderwert Schwimmbad: 1.000 €.
2. Die Beschwer des Beklagten übersteigt 20.000 € nicht.
4	a) Die vom Berufungsgericht aberkannte Aufrechnungsforderung für Kosten für Reinigung des Beckens in Höhe von 1.079,54 € bleibt für die Bestimmung der Beschwer unberücksichtigt, da insoweit von der Nichtzulassungsbeschwerde ein Zulassungsgrund nicht dargelegt ist (BGH, Beschluss vom 11. Mai 2006 -VII ZR 131/05, BauR 2006, 1339 = NZBau 2006, 507 = Zf BR 2006, 565; Beschluss vom 27. Juni 2002 - V ZR 148/02, NJW2002, 2720).
5	b) Da der Beklagte die Klageforderung als solche nicht angegriffen hat, handelt es sich bei den Aufrechnungsforderungen betreffend "Mangelbeseitigung, Schaden am Motorschacht" und "Mangelbeseitigung, Einbau neuer Rollladen" sowie "Beseitigung der Saugprobleme" bis zur Höhe der Klageforderung von 9.028, 41 € um Primäraufrechnungen, die nicht zu einer über die Verurteilung zur Zahlung hinausgehenden Beschwer führen (BGH, Beschluss vom 22. Januar 1998 -VIIZR 225/97; Urteil vom 24. November 1971 -VIIIZR 80/71, BGHZ 57, 301).
6
c) Soweit weitergehend Forderungen zur Aufrechnung gestellt sind, handelt es sich um Hilfsaufrechnungen (vgl. BGH, Beschluss vom 6. November
-4-
1991 - VIII ZR 294/90, NJW-RR 1992, 316). Insoweit erhöht die Forderung betreffend die "Beseitigung der Saugprobleme" die Beschwer um höchstens
9.028.41	€ und die Position "Minderwert Schwimmbad" die Beschwer um weitere 1.000 €.
7	d)	Damit	ergibt sich ein Gesamtbetrag der Beschwer von 9.028,41 € +
9.028.41	€ + 1.000,-€ = 19.056,82 €. Entgegen der Auffassung der Nichtzulassungsbeschwerde kann der darüber hinausgehende Teil der zur Hilfsaufrechnung gestellten Forderung bei der Berechnung des Wertes der Beschwer nicht berücksichtigt werden.
Dressier	Kniffka	Bauner
 Eick
Halfmeier
 Vorinstanzen:
LG Duisburg, Entscheidung vom 01.09.2004 -30 374/01 -OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 30.11.2006 -1-12 U 114/04 -