BGH · VII ZR 158/65
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der VIIo Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9o Dezember 1965 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Glanzmann und der Bundesrichter Rietschels Erbel9 Dr« Vogt und Dro Pinke beschlossen: Die am 24° September 1965 eingelegte Revision ist verspätet«» Das angefochtene Urteil ist am 1« Juli 1965 zuge-stellt worden9 die Revisionsfriot lief daher am Montag-, dem 2o August 1965 abc Der Beklagte hat zwar am 31o Juli 1965 beantragt9 ihm das Armenrecht zu bewilligen0 Er hat ein Armutszeugnis aber erst am 6« August 1965 eingereichto Deswegen kann seinem Antrag vom 24o September 1965 auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist nicht entsprochen werden« Die Fristversäumung könnte nur dann als auf •unabwendbarem Zufall beruhend (§ 235 ZPO) angesehen werdenö wenn der Beklagte damit hätte rechnen dürfen? daß das Gericht auf Grund der innerhalb der Revisionsfrist von ihm eingereichten Unterlagen ihm das Armenrecht bewilligen werde (vglo Beschluß des Senats vom 21« September 1964 VII ZR 14/64)0 Damit durfte der Beklagte hier aber nicht rechnen? beantragt hatte, befand sieh auch in den Akten kein ArmutsZeugnis aus früherer Zeit, von dem der Beklagte hätte annehmen können, daß es dem Gericht genügen werde (vglo BGH LM Nro 30 zu § 322 ZP0)o