BGH · VII ZB 2/62 vom 20.09.1962
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Nachdem der Beklagte den größten Teil des von der Klägerin geforderten Betrages von 2.057»16 DM, nämlich 2.037 DI.I, während des Rechtsstreits gezahlt hatte und die Hauptsache insoweit für erledigt erklärt worden war, hat das Landgericht den Beklagten verurteilt, 20,16 DI»! Es hat ihm ferner die gesamten Kosten des Rechtsstreits auferlegt, und zwar, soweit sie auf den in der Hauptsache erledigten Teil ent-fallenjauf Grund des § 91 a ZPO. Die Berufung des Beklagten gegen das landgerichtliche Urteil hat das Oberlandesgericht durch Beschluß als unzulässig verworfen, weil der Wert des Beschwerdegegenstandes 50 DM nicht übersteige (§ 511 a Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde zweifelt nicht an, daß das Landgericht in dem Urteil, das Uber den Rest der Kapitalforde-rung und den Zinsanspruch befand, mit Recht auch über die Kosten des erledigten Teils der Hauptsache entschieden hat (vgl. Die restliche Kapitalforderung und die Zinsen, die hier zu dem größeren Teil nicht Hebenforderungen im Sinne des § 4 ZPO sind, sondern beim Wert des Beschwerdegegenstandes mitzuberücksichtigen sind (BGHZ 26, 174), machen zusammen v/enigor als 50 DM aus. Nachdem der Beklagte den größten Teil des von der Klägerin geforderten Betrages von 2.057,16 DM, nämlich 2.037 3)11, während des Rechtsstreits gezahlt hatte und die Hauptsache insoweit für erledigt erklärt worden war, hat das Landgericht den Beklagten verurteilt, 20,16 DM sowie 5 # Zinsen von 2.057,16 DM für die Zeit vom 24. Es hat ihm ferner die gesamten Kosten des Rechtsstreits auferlegt, und zwar, soweit sie auf den in der Hauptsache erledigten Teil entfallen, auf Grund des § 91 a ZPO. Die Berufung des Beklagten gegen das landgerichtliche Urteil hat das öberlandesgericht durch Beschluß als unzulässig verworfen, weil der Wert des Beschwerdegegenstandes 50 DM nicht übersteige (§511 a Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde zweifelt nicht an, daß das Landgericht in dem Urteil, das über den Rest der Kapitalforderung und den Zinsanspruch befand, mit Recht auch über die Kosten dos erledigten Teils der Hauptsache entschieden hat (vgl. Die restliche Kapitalforderung und die Zinsen, die hier zu dem größeren Teil nicht Nebenforderungen im Sinne des § 4 ZPO sind, sondern beim Wert des Beschwerdegegenstandes mitzuberücksichtigen sind (BGHZ 26, 174), machen zusammen weniger als 50 DM aus. Die Prozeßkosten, auch soweit sie durch den in der Hauptsache erledigten Teil entstanden sind, können nicht berücksichtigt werden, wie der ange-fochtene Beschluß zutreffend und im Einklang mit der Recht-sprechung des Reichsgerichts (u.a. JW 1938, 53) und der Rechtslehre (Wioczorek, ZPO § 99 An. B II b 1; Baumbach, Das Qberlandesgericht führt noch aus, daß die in dem landgerichtlichen Urteil enthaltene Entscheidung über die Kosten des in der Hauptsache erledigten Teils - die mehr als 50 DM betragen *- für sich allein mit der sofortigen Beschwerde hätte angegriffen werden können. Es verneint das zutreffend, weil der Beklagte zwar die Berufungsfrist, aber nicht die für die sofortige Beschwerde geltende Notfrist von 2 Wochen (§ 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO) gewahrt hat.