BGH · VII ZB 1/76 vom 19.02.1976
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ZPO § 518 Abs.1, 4; BRAO § 52 Abs.1; BGB § 126 Abs. 1 Eine Beruf ungsSchrift, die ein nicht beim Berufungsgericht zugelassener Rechtsanwalt unterschrieben hat, ist auch dann nicht ordnungsmäßig, wenn er im Aufträge des beim Berufungsgericht zugelassenen Prozeßbevollmächtigten mit dessen Namen unterzeichnet hat. Februar 1976 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Vogt sowie die Richter Erbel, Meise, Doerry und Bliesener beschlossen: Die sofortige Beschwerde des Klägers gegen den Beschluß des Oberlandesgerichts Karlsruhe - 5. Die Berufungsschrift ist nicht von dem beim Berufungsgericht zugelassenen Prozeßbevollmächtigten des Klägers, Rechtsanwalt unter- Dezember 1975 den Prozeßbevollmächtigten des Klägers auf die Bedenken gegen die Zulässigkeit der Berufung hingewiesen. Dazu hätte sie von einem beim zuständigen Oberlandesgericht zugelassenen Rechtsanwalt unterzeichnet sein müssen (§§ 518 Abs.1, 4; 78 Abs. 1 ZPO; § 119 Nr. 3 GVG)• Die Behauptung von Rechtsanwalt gBHHV» er habe Rechtsanwalt Rf|m| beauftragt, die Berufungsschrift mit "Geisenhainer" zu unterzeichnen, ist unerheblich. Der Prozeßbevollmächtigte kann, auch für einzelne dem Anwaltszwang unterliegende Prozeßhandlungen, seine Vertretung nur auf einen Rechtsanwalt übertragen, der in dem betreffenden Verfahren selbst zu dem Prozeßbevollmächtigten bestellt werden kann (§ 52 Abs. 1 BRAO). Der nicht beim Berufungsgericht zugelassene Rechtsanwalt RflHB konnte daher von Rechtsanwalt GflHHI^Hi prozeßrechtlich, nicht wirksam bevollmächtigt werden, als dessen Vertreter die BerufungsSchrift zu unterschreiben. An wirksamer Vertretung fehlt es auch dann, wenn Rechtsanwalt Rassek, wie der Kläger behauptet, eine der mit der BerufungsSchrift beim Oberlandesgericht eingereichten Abschriften mit "GflMHunterzeichnet haben sollte. jedoch beruft sich der Kläger darauf, daß die Schrift-form gemäß § 126 BGB auch dann gewahrt sei, wenn der Vertreter mit dem Namen des Vertretenen unterschreibe (vgl. Die Unterzeichnung mit dem Namen des Vertretenen kann nämlich zur Wahrung der Schriftform gemäß § 126 BGB nur dann genügen, wenn der Unterzeichnende zur Vertretung befugt ist. Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hat das Berufungsgericht zu Recht abgelehnt, weil der Kläger nicht dar ge tan hat, daß Rechtsanwalt GflHHIHHI vor oder nach der Wochenendreise verhindert gewesen sei, die Berufungsschrift selbst zu unterschreiben.